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Die Notwendigkeit der Nahrungsmittelwende

 
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rawcoder



Anmeldedatum: 17.06.2011
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 26.11.2011, 17:25    Titel: Die Notwendigkeit der Nahrungsmittelwende Antworten mit Zitat



Zitate aus dem Film:

Fleisch und Milch sind von Ursache Krebs, Osteoporose, Diabetes.

51% der Treibhausgase entstehen durch Nutztierhaltung.
Jährlich werden in Deutschland 500 Millionen Tiere getötet.

50% der Weltgetreideernte und 90% der Weltsojaernte könnten 8,7 Mrd Menschen satt machen. Zur Zeit hungern 1 Mrd Menschen und 40000 Kinder sterben täglich an Hunger. Jeder der sich an dem System beteiligt ist mitschuld.

Für die Herstellung von einem Kg Fleisch sind 15000 Liter Wasser nötig. Für einen Liter Kuhmilch 1000 Liter Wasser.

Lg
rawcoder
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Marcus



Anmeldedatum: 19.03.2011
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 27.11.2011, 03:11    Titel: Re: Die Notwendigkeit der Nahrungsmittelwende Antworten mit Zitat

rawcoder hat Folgendes geschrieben:
Für die Herstellung von einem Kg Fleisch sind 15000 Liter Wasser nötig.

Das kommt jetzt darauf an, was für Fleisch. Bei Huhn ist es ca. 3.5 KG Getreide und 3500 Liter Wasser, bei Schwein bin ich mir nicht sicher aber es müssen so um die 7 KG Getreide und 7000 Liter Wasser gewesen sein aber die Zahlen von Rindfleisch sind in diversen anderen Quellen mit 11 bis 12 KG Getreide und 11'000 bis 12'000 Liter Wasser angegeben.
Alleine das Fleisch für einen Burger von McDonals entspricht demnach ca. 2 KG Getreide und 2000 Liter Wasser. Wie viele gehen davon alleine bei McDonals täglich über die Theke? Das muss man sich mal vorstellen.
Zitat:
Jährlich werden in Deutschland 500 Millionen Tiere getötet.

Und wieviele % davon werden tatsächlich gegessen? Ein sehr grosser Teil verrottet, weil es nicht verkauft wurde. Ein Skandal. Es wird auf Vorrat produziert. Man müsste sagen, es hat heute kein Huhn mehr, warte bis morgen oder übermorgen. Dann wäre das Problem nur noch halb so gross (für die unverbesserlichen, die unbedingt Fleisch essen müssen).
Zum Rest hast Du meine volle Zustimmung.
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Zorro



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Beiträge: 226

BeitragVerfasst am: 27.11.2011, 14:11    Titel: Re: Die Notwendigkeit der Nahrungsmittelwende Antworten mit Zitat

rawcoder hat Folgendes geschrieben:

Fleisch und Milch sind von Ursache Krebs, Osteoporose, Diabetes.


Wenn das stimmen würde, wären viele traditionelle Kulturen an diesen Krankheiten zugrunde gegangen.


Ich esse selbst größtenteils vegetarisch. Aber viele von diesen Gedanken halte ich für blauäugig, nicht den Tatsachen entsprechend und sie sind einfach nicht die Ursache für das Hungern, den Klimawandel und die ganzen Krankheiten.

Diese werden dann meist mit schrecklichen Bildern untermalt, um zu schocken und ein schlechtes Gewissen hervor zu rufen. Tiere zu halten und zu essen ist nicht grundsätzlich schlecht. Wie soll man denn bitte in der Mongolei vegetarisch leben. Da gibt es gar nix, nur Tiere. Und die traditionell lebenden Mongolen leben im Einklang mit ihnen, nehmen nur so viel sie brauchen. Und diese Menschen sind auch noch gesund, kein Krebs, keine Osteoporose, kein Diabetes. Trotz jeder Menge Kamelmilch und fettem Fleisch 365 Tage im Jahr.


LG

Hannes
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Fred Luks, Ökonom und Nachhaltigkeitsexperte
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Marcus



Anmeldedatum: 19.03.2011
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 27.11.2011, 14:50    Titel: Re: Die Notwendigkeit der Nahrungsmittelwende Antworten mit Zitat

Zorro hat Folgendes geschrieben:
rawcoder hat Folgendes geschrieben:

Fleisch und Milch sind von Ursache Krebs, Osteoporose, Diabetes.


Wenn das stimmen würde, wären viele traditionelle Kulturen an diesen Krankheiten zugrunde gegangen.

Doch, sind sie. Der Unterschied macht die Häufigkeit und Menge. Das ist nunmal bewiesen an mehreren Studien an knapp 10'000 Menschen. Gene spielen dabei keine Rolle weil beispielsweise Japaner, welche von Japan in die USA auswandern und die Ernährungsgewohnheiten übernehmen an den selben Krankheiten sterben wie die Amerikaner, was sie in Japan nicht tun würden.
Zitat:
Wie soll man denn bitte in der Mongolei vegetarisch leben. Da gibt es gar nix, nur Tiere. Und die traditionell lebenden Mongolen leben im Einklang mit ihnen, nehmen nur so viel sie brauchen. Und diese Menschen sind auch noch gesund, kein Krebs, keine Osteoporose, kein Diabetes. Trotz jeder Menge Kamelmilch und fettem Fleisch 365 Tage im Jahr.

Die Lebenserwartung der Mongolen liegt bei 64 Jahren. Ich finde das relativ wenig, Du nicht? OK, Swasiland hat die Hälfte aber Japan bringt es auf über 81 Jahre.
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Zorro



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Beiträge: 226

BeitragVerfasst am: 27.11.2011, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Du sprichst sicher von der China Study. Die betrachte ich sehr kritisch.

http://www.urgeschmack.de/die-veblueffende-biegsamkeit-von-fakten-the-china-study/

Ich habe es nicht nachgeprüft, aber steht die Zahl 64 für die traditionell lebenden Mongolen oder für die heutige Mehrheit? Man bedenke, es ist extrem hart dort zu leben. Da gibt es wirklich nichts und es herrscht ein Temperaturunterschied von bis zu 100Grad im Jahr.

Sollen sie lieber Soja essen oder was wäre deine Alternative, wenn du dort leben würdest?

Man kann immer Gegenbeispiele bringen. Auf Okinawa gibt es die meisten über hundertjährigen auf der Welt und die essen viel Fisch. Die Inuit kannten keine Herzkrankheiten und aßen nur Fleisch und Fisch. Mit welchen Menschen wurde denn diese Studie durchgeführt?
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Fred Luks, Ökonom und Nachhaltigkeitsexperte
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Franzl



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BeitragVerfasst am: 27.11.2011, 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zorro hat Folgendes geschrieben:
Du sprichst sicher von der China Study. Die betrachte ich sehr kritisch.

http://www.urgeschmack.de/die-veblueffende-biegsamkeit-von-fakten-the-china-study/

Ich habe es nicht nachgeprüft, aber steht die Zahl 64 für die traditionell lebenden Mongolen oder für die heutige Mehrheit? Man bedenke, es ist extrem hart dort zu leben. Da gibt es wirklich nichts und es herrscht ein Temperaturunterschied von bis zu 100Grad im Jahr.

Sollen sie lieber Soja essen oder was wäre deine Alternative, wenn du dort leben würdest?

Man kann immer Gegenbeispiele bringen. Auf Okinawa gibt es die meisten über hundertjährigen auf der Welt und die essen viel Fisch. Die Inuit kannten keine Herzkrankheiten und aßen nur Fleisch und Fisch. Mit welchen Menschen wurde denn diese Studie durchgeführt?


Hallo zorro,

es ist vergebliche Liebesmüh da weiter disktutieren zu wollen

LG, Franzl
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Zorro



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BeitragVerfasst am: 27.11.2011, 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

@Franzl

ich weiß, werde auch nicht weiter machen. Wünsche euch allen noch einen schönen ersten Advent, mit oder ohne tierischem Eiweiß.

Viele Grüße

Hannes
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Franzl



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BeitragVerfasst am: 27.11.2011, 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zorro hat Folgendes geschrieben:


Wünsche euch allen noch einen schönen ersten Advent,
Viele Grüße

Hannes


danke, ich Dir auch

LG, Franzl
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Marcus



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BeitragVerfasst am: 28.11.2011, 00:52    Titel: Antworten mit Zitat

Über den Mittag habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht. Ich glaube, Mongolen essen hauptsächlich das Fleisch und die Milch von Yacks und nicht die von Kühen. In wieweit ist nun das Fleisch und die Milch dieser beiden Rinderarten miteinander vergleichbar?
Zweite Frage, in wieweit ist das Fleisch und die Milch von den natürlich aufgewachsenen und gehaltenen Tieren und unseren Zuchttieren miteinander vergleichbar?
Ein Kollege sagte mir erst kürzlich, dass er die Milch und das Fleisch immer beim Biobauern holt und die Milch dort um die 7% Fett enthält. Ich lasse diesen Wert jetzt mal so unkommentiert stehen. Die Milch wurde also weder pasteurisiert noch homogenisiert und die Nahrung der Kühe ist auch völlig anders. Eine Kuh gab früher einmal 1.5 Liter Milch täglich, heute bringen sie es ganz locker auf 60 Liter und Hochleistungsmilchkühe geben 80 Liter täglich. Ist die Milch noch die selbe? Kälber werden heute innerhalb weniger Monate auf das Schlachtgewicht hochgepäppelt. Je kürzer umso höher der Gewinn. Ist das Fleisch noch das gleiche wie bei den normal aufgewachsenen Tieren?
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Zorro



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BeitragVerfasst am: 28.11.2011, 08:10    Titel: Antworten mit Zitat

Marcus hat Folgendes geschrieben:
Mongolen essen hauptsächlich das Fleisch und die Milch von Yacks und nicht die von Kühen.


Da verwechselst du was. Du meinst wahrscheinlich die Tibeter. In der Mongolei gibt es keine Yacks und auch keine Kühe, nur jede Menge Pferde, Schafe und Kamele. Im Norden gibt es noch ein Volk, das Rentiere hält. Diese sind dort heilig und werden nicht geschlachtet. Nur die Milch wird von ihnen getrunken. Die dürfen sogar mit im Tipi schlafen.

Zitat:
In wieweit ist nun das Fleisch und die Milch dieser beiden Rinderarten miteinander vergleichbar?
Zweite Frage, in wieweit ist das Fleisch und die Milch von den natürlich aufgewachsenen und gehaltenen Tieren und unseren Zuchttieren miteinander vergleichbar?


Genau das meine ich ja. Nur weil heute durch die unnatürliche Tierhaltung und den mangelnden Respekt und Demut die tierischen Produkte eine schlechte Qualität haben, ist das doch nicht grundsätzlich so. Und das stört mich an solchen Studien und Leuten, die die vegane Lebensweise als absolute Wahrheit propagieren. Ich wollte ja nichts mehr dazu sagen, aber ich finde unsere Diskussion bewegt sich in einem angenehmen Rahmen. Wink

Schöne Grüße

Hannes
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Marcus



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BeitragVerfasst am: 28.11.2011, 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Nein ich habe sie nicht verwechselt aber auch nicht gewusst, dass sie keine Yacks haben. So lernt man dazu Wink
Gibt es denn bei uns oder anderen zivilisierten Ländern noch Fleisch und Milch von natürlich gehaltenen Tieren? Ich habe auch ein Problem damit, dass ein Tier sterben muss, damit ich es essen kann. Milch, Eier und Honig ist eine Sache aber Fleisch eine ganz andere. Und dann diese ganzen Qualnahrungsmittel wie Gänsestopfleber und was es noch alles gibt. Allerspätestens da hört es bei mir auf. Wenn das Tier zum Nahrungsmittellieferanten degradiert wird, ist etwas falsch. Ich kann mich noch gut an einen Ferienaufenthalt auf den Malediven erinnern. Der Fisch der da gegessen wurde, hat wohl 2 oder 3 Stunden zuvor noch gelebt. Wenn ich unseren Fisch nie besonders mochte, der war superlecker. Auch als ich noch Eier ass, habe ich normalerweise die direkt vom Bauern gegessen. Erstens waren die sicherlich 25% grösser als die Eier aus dem Supermarkt und zweitens haben die auch anders geschmeckt. Das glaubst Du mir jetzt vielleicht nicht aber ich meine trotzdem, dass der Geschmack ein anderer war. Nicht wie Apfel und Banane aber trotzdem ein Unterschied.
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Zorro



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BeitragVerfasst am: 28.11.2011, 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss mich berichtigen. Es gibt durchaus Yaks in der Mongolei, nur sie sind meines Wissens nach nicht so verbreitet wie Kamele, Schafe und Pferde. Davon gibt es wesentlich mehr als Mongolen.
Mir ist zumindest kein Yak begegnet, aber es ist ja auch ein großes Land.

Die Eier schmecken auf jeden Fall unterschiedlich. Ich bekomme meine vom Eiland.

http://www.eiland-grimme.de/

Gelegentlich habe ich mal Eier von der Dorfstraße und den Unterschied sieht und schmeckt man.
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