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GODO gehen!

Alles, was nicht mit Ernährung zu tun hat, bitte in dieses Forum. Dazu zählen z.B. giftfreies Wohnen, Sport, Psyche usw..

Beitragvon exciplex » 09.02.2007, 09:35

ich wollte mal fragen, wer das kennt und wer es praktiziert!

dazu noch schnell meine eigene geschichte: ich gehe seit ziemlich genau 2 jahren so und habe damit meine senkfüße (kostenlos und ohne arzt!) kuriert! außerdem hatte ich früher durch's laufen shin splits (schienbeinkantensyndrom). das sind entzündete knochenhäute an den schienbeinen, weil der fuß sich am gewölbe zu stark senkt (zu schwache fußmuskulatur). gelaufen bin ich zwar schon damals über den vorfuß, aber nicht gegangen. auf die idee, über den vorfuß zu laufen, kam ich allerdings auch erst nach einem tip aus einem buch (und einigen vorangegangenen knieschmerzen).

ich habe vom sportarzt einlagen verschrieben bekommen, die das fußgewölbe wieder hoben. es liegt auf der hand, dass das natürlich nur das symptom unterdrückte!

als ich dann mit godo anfing, konnte ich ziemlich bald schon die einlagen auch beim laufen weglassen!

bei einer fußdruckmessung vor 1,5 jahren auf einer gesundheitsmesse kam dann das bild im anhang heraus; der mann, der die messung machte war schier sprachlos ob des gleichmäßigen, perfekten druckbildes. alle anderen damen, die ich vorher bei der messung beobachten durfte, hatten ein schlechtes druckbild (alle in richtung senk- bzw. plattfuß - überpronation wie bei mir). allen mussten einlagen empfohlen werden.

dann gibt es übrigens noch das gegenteil von überpronation: supination. das ist, wenn der fuß nach außen knickt. oft sieht man alte damen auf der straße, die "säbelbeinig" aussehen. mit zunehmendem alter geben die knochen dann halt nach und das syndrom verstärkt sich.

wie auch immer, ich habe hier mal einen artikel (der link für die godo-anleitung funktioniert leider nicht) kopiert:

www.godo-vision.de

Artikel

Dr. med. Hans-Peter Greb

Die GODO-Meditation

Jederzeit frisch und wach sein, wer wollte das nicht?! Zu Hause und am Arbeitsplatz einen Weg wissen, sich binnen Minuten körperlich und geistig voll zu regenerieren. Wenn es gewünscht ist, jederzeit entspannt einschlafen zu können und immer gleich nach dem Aufstehen mit hellen Augen froh und ausgeglichen in die Welt zu schauen. Na, sagen Sie selbst: Wäre nicht genau das endlich einmal angesagt. Das verspricht eine neue Gangart, ein völlig neuer Auftritt, GODO® genannt. Menschen, die GODO®, d.h. im Ballengang, gehen, schwärmen von den positiven Veränderungen ihrer allgemeinen Befindlichkeit. Da verschwinden die Beschwerden, die von den überanstrengten Bandscheiben herrühren, viele sogenannte vegetative Beschwerden, wie Kreislaufschwächen, Allergien, Antriebsschwächen bis hin zu Depressionen nehmen ihren Hut und verabschieden sich. Es lohnt sich, das Buch: "GODO® - Mit dem Herzen gehen - Der Gang des neuen Menschen" von Dr. med. Hans-Peter Greb zu lesen. Hier erfahren Sie bisher unbekanntes und unbeachtet gebliebenes über die vielfältigen Vernetzungen der Art des Gebrauches unserer Füße mit unserer Gesundheit. Eine neue Gangart anzunehmen ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden, die bei den einen mehr im Körperlichen liegen, bei den meisten aber vor allem mit einer Scheu zu tun haben, sich einmal ganz neu zu zeigen. GODO® ist ein Weg aus unsinnigem Verhalten, aus Überangepasstheit und Scham voller Scharm aufzutauchen.

Die hier vorgestellten zwei Übungen sollen Mut machen, in die eigenen Füße zu kommen und von den Füssen aus eine neue Aufrichtung im elastischen Schwung der harmonisch ineinandergreifenden Muskelketten zu erleben. GODO® heißt Umschalten von der Knochenkette auf die Muskelkette. Wer GODO® geht, also leicht über die Vorderfußballen auftritt, entlastet sich vom Stoß der Ferse in seine Knochenkette. Bedenken Sie nur: Das sind 50 Kg pro Schritt. Nach hundert Schritten sind das schon 5 Tonnen u.s.w.

Da gilt es etwas loszulassen! Aber das sagen Sie mal zu jemandem, der von Fallangst beherrscht ist und das sind alle Hackengänger. Glauben wir doch an den vermeintlich sicheren weil festen Auftritt mit der Ferse. Wir stecken in einer Falle, einer Zwickmühle, einem circulus viciosus. Je mehr wir mit dem Hackengang unsere Unsicherheit überspielen wollen, desto mehr beherrscht uns Unsicherheit. Wenn wir Hackengänger älter werden, verhalten wir uns in unseren Fußgelenken, den sogenannten Fesseln immer verkrampfter. Die von der freien Beweglichkeit in den Fußgelenken abhängigen Knie, Hüften und die Wirbelsäule werden schmerzhaft bewegungseingeschränkt. Dieses Dilemma gilt es jetzt aufzulösen.

Wenn Alfred Biolecks leise Hoffnung darauf, dass, nachdem 2,3 Mio. Bundesbürger in seiner Abendsendung mit GODO® bekannt gemacht wurden, er am nächsten Morgen auf den Straßen am Gang der Menschen erkennen könne, wer seine Sendung gesehen habe, wurde leider enttäuscht. Ich habe intensiv nachgeforscht, warum das so ist. Alle zur GODO®-Information befragten Zuschauer der Sendung vom 10. April 2001 bestätigten mir die tief empfundene Richtigkeit. Der GODO®-Sinn hatte ihnen eingeleuchtet. Die meisten geben sogar zu, seitdem immer wieder daran denken zu müssen. Viele probieren zu Hause - im stillen Kämmerchen also - wie es sich anfühlt. "Es fühlt sich gut an und es ist ja ganz natürlich!" sagen sie. Aber dann kommt die Frage: "Wie sieht das denn aus?!" Diese Frage stürzt Sie in Selbstzweifel, und hier scheitern die meisten, wenn sie zur GODO®-Tat in die öffenlichkeit schreiten.

Irgendwo tief innen sagen Sie sich: ‚wenn ich nicht mehr über die Fersen auftrete, dann gebe ich ja das auf, was mich in meiner sogenannten Lauflernzeit zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr genau so werden ließ, wie die Anderen'. So zu werden wie die Anderen, anstatt sie selbst zu sein. Das haben sich alle mit dem Laufen über die Hacken angetan. Erzeugt das vielleicht diese riesige Angst, plötzlich nicht mehr dazuzugehören, wenn Sie sich eine überflüssige und sogar schädliche Geste, das Anheben der Fußspitze sparen wollen!? Die Fallangst mutiert zur sozialen Angst herauszufallen, aufzufallen. Dabei ist GODO®, der Ballengang eigentlich nichts anderes, als darauf zu verzichten, die Fußspitze, während dem Vorschwung des Beines, zum Schienbein hin, hochzuziehen. Wie beim Tanzen bleibt der Fuß locker hängen und gibt uns all die Elastizität, Balance und Sicherheit, die wir als Hackengänger physisch, psychisch und sozial gegen Steifheit, Verspanntheit und Konkurrenzverhalten eingetauscht haben. Wir wissen alle, dass diese Welt viel schöner zu erleben sein könnte, wenn nicht so viel Unsicherheit und in ihrer Folge so viel Starrsinn herrschte. Wer wollte das nicht ändern, wenn es mit GODO® so einfach ginge. GODO® zu gehen bedeutet doch nur, seiner Einsicht zu folgen, etwas Falsches nicht mehr zu tun und damit zu wagen, aus der Reihe der Hackengänger hervor zu tanzen. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Ich kann Sie trösten. Es liegt nicht alleine an Ihrer Willenskraft und schon gar nicht an eventuellen Senk-, Spreiz-, Platt- oder Knickfüssen, noch an sonstigen Problemen mit Ihrem Skelett, dem Knochenmann in Ihnen. Die werden nämlich durch konsequentes GODO®-Gehen, genauso wie eventuelle Venenleiden oder Asthma und viele andere Leiden, zum Teil akut besser. GODO® ist ein akuter Stimmungsaufheller. Manches, wie starke Schweißfüße, braucht etwas länger, ein paar Wochen vielleicht.

Nein das ist es alles nicht, was Sie hindern könnte. Mit den meisten Schuhen, die Sie tragen, geht es wegen der eingebauten Absätze einfach nicht so gut und barfuss wollen sie sicherlich kaum ins Geschäft gehen. Sollen Sie auch nicht.

Vor allem sollen Sie mit GODO® so wenig ungute Gefühle in ein neues Lebensgeh-fühl hinübernehmen wie nur irgend möglich. Deshalb hier diese zwei GODO®- Übungen. Sie trainieren die Öffnung der Körperetagen von Wirbelgelenk zu Wirbelgelenk. Ich nenne sie "die Übungen der Mitte", weil sie uns aus der Fixierung auf die Füße ablenken, zu der die meisten Menschen beim Thema GODO® tendieren. Und diese beiden GODO®-Übungen zur Stärkung und Öffnung Ihrer Körpermitte wirken nicht nur auf und über die körperlichen Ebenen im Menschen, sondern leiten auch einen psychosomatischen Prozess ein. Die durch den naturwidrigen Hackengang zutiefst verletzte Körperintelligenz braucht ein Weilchen, bis sie sich wieder voll erholt hat, d.h. bis wir keine Zweifel mehr spüren, wenn wir uns natürlich bewegen.

Einer alten, ganzkörper-übergreifenden Geh-wohnheit, wie dem Hackengang, kann man nicht so leicht beikommen. Richten Sie sich also auf eine Übergangszeit ein, während der Sie sich mit den hier vorgestellten Übungen zur dynamischen Aufrichtung erst einmal über alle Körperetagen lösen und lockern, also beweglich und fit machen können. Es wird demnächst noch eine erweiterte GODO®-Übungslehre im KOHA Verlag erscheinen. Wer bis dahin schon auf dem Weg sein will, kann die folgenden Lösungs- und Integrationsübungen auch mehrmals täglich zwischen 1 und 5 Min. lang machen. Sie können von jeder Altersstufe bewältigt werden. Machen Sie die beiden "Übungen der Mitte" langsam und gefühlt. Atmen Sie dabei immer durch die Nase ein. Das verbindet Sie mit Ihrem Bewusstsein und erhöht den Genuss am Dasein.

Die erste Übung, das Marschieren auf der Stelle synchronisiert innerhalb von 5 Min. Ihre beiden Gehirnhälften. So gleichen Sie Ihr Nervensystem bioelektrisch aus. Wenn sich Lehrer in den Schulen dieser Technik bedienten, hätten sie es mit ruhigen und konzentrierte Klassen zu tun. Wenn Sie selbst nach dieser Übung ins Bett gehen, werden Sie wunderbar schlafen können und wenn Sie sie gleich morgens neben dem Bett, am besten beim offenen Fenster wieder machen, dann gehen sie frisch und entspannt in den Tag.

1. Übung "Hemisphärensynchronisation"

a. Stellen sie sich mit lockeren Knien und mit schulterbreit und leicht nach innen gestellten Füßen hin. Rollen Sie jeden einzelnen Fuß so ab, dass zuletzt die Zehen die Erde berühren. Dabei strecken Sie den Fuß, d.h. sie öffnen Ihr vorderes Sprunggelenk, die sogenannte "Fessel", die Stelle, die Sie beim Hackengang immer zuziehen! Fußrücken und Schienbein sollten eine Linie bilden. Heben Sie dann die Knie nur so hoch wie es Ihnen angenehm ist. Da soll keine gymnastische Anstrengung angewandt werden. Es geht um die Lösung der "Fesseln"!

b. Stoßen Sie ihr Knie mit der entgegengesetzten Hand nach unten von sich. Dabei ist es von größter Wichtigkeit, den Schultergürtel deutlich gegendrehend mitzunehmen. Dadurch öffnen Sie die spiralige Beweglichkeit Ihrer Wirbelsäule.(Der beste Weg sich von den verhassten "Schwimmreifen" zu befreien). Der Kopf schaut geradeaus. Das öffnet die Halswirbelsäule. Grundsätzlich sollten Sie nie über eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung hinweggehen, wie das beim Streching häufig angestrebt wird. Machen Sie die Übung nur so weit, wie Sie sie schmerzfrei ausführen können. Seien Sie geduldig mit sich selbst. Innerhalb von wenigen Tagen werden Sie unerwartete Fortschritte machen.

2. Übung "Himmel und Erde"

a. Stellen Sie sich mit lockeren Knien und leicht nach innen gestellten Füßen mit schulterbreitem Abstand der Füße hin. Die tiefe Hand stützt sich wie an der Erde ab. Die erhobene Hand stützt den Himmel. Die Augen schauen zum Horizont und ganz langsam gleiten sie über den Horizont in Richtung der tiefen Hand. Dabei atmen Sie bitte langsam und tief durch die Nase ein. Der ganze Körper folgt der Drehung des Kopfes bis in die Füße. Die Füße kippen in die Drehrichtung mit. Schauen Sie so weit wie möglich hinter sich. Spüren Sie wie Sie vom Atem ganz angefüllt werden. (eine Atem-Streckübung über die Ganzkörperspirale).

b. Mit dem Beginn des Ausatmens drehen Sie langsam in die Grundstellung zurück. Dabei schweben die beiden Arme in die Horizontale. Machen Sie eine kleine Pause in der Ausatmung in dieser Mittelstellung. Dann langsam wieder einatmend sinkt der andere Arm nach unten und stemmt sich mit flacher Hand quasi gegen die Erde, die andere Hand geht nach oben und stützt den Himmel. Die Augen wandern am Horizont entlang in Richtung tiefe Hand. Schauen Sie so weit wie möglich hinter sich. Lassen Sie die Drehung als Spirale vom obersten Halswirbel bis zur Kippung Ihrer Füße gehen.

________________

im übrigen bin ich persönlich mit peter bekannt und er ist ein ganz toller mensch! sein buch kann ich auch nur empfehlen.

er sagte mir, dass sogar mittlerweile krankenkassen die sache mit dem gehen anerkennen und wohl einen teil der kosten tragen (es gibt ja godopäden, die das richtige gehen lehren).

ich denke, man kann diese neue alte art zu gehen mit der rohkost in vielerlei hinsicht sehr gut vergleichen.

Bild[/img]
exciplex Offline


 

Beitragvon GKS » 10.02.2007, 16:42

Hallo Exciplex, danke für Deinen GODO-Beitrag. Neben Deinen vielen anderen Beiträgen in diesem Forum, die mir sehr gefallen, hat mich dieser Beitrag eigenartig berührt. Schon seit meiner Kleinkindzeit "laufe" ich auf dem vorderen Fuß bzw. rolle die Füsse von vorne nach hinten ab. Das hat sich in den vielen Jahrzehnten, die ich nun "auf dem Rücken" habe, nicht geändert. Immer hatte ich gedacht, ich wäre da falsch gepolt. Und öfters habe ich versucht, wie es ja auch zum Teil gelehrt wird, die Füsse vom Fersen her abzurollen. Was mir nie nachhaltig gelang. So bin ich jetzt ganz froh, zu hören, dass das "Gehen über den Vorderfuß" durchaus seine Berechtigung hat. Ich werde mich mit GODO und Dr. Greb noch eingehender beschäftigen müssen. Vielen Dank für den Hinweis.

Alles Gute!
Günther
GKS Offline


 
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Beitragvon Linos » 11.02.2007, 00:34

Hi Exciplex,
das ist ja witzig. Schon als Jugendlicher bin ich so gegangen weil es mich immer genervt hat das meine Schwester so getrampelt hat. Wir hatten zu Haus einen Holzfußboden.
Auch heute laufe ich Vorfuß. Bei abschüssigem Gelände laufe ich Ferse und gehe tiefer in die Knie. Vorfuß ist auch ideal wenn ich auch unebenem Gelände laufe oder nicht auf den Boden sehen kann. Beim Fersenlauf stolpere ich dann gerne mal in ein Loch. Das passiert beim Vorfußlauf nicht. Ebensowenig wenn es steinig ist. Der Fuß reagiert viel flexibler.
Beim normalen Gehen habe ich dies aus Spaß vor ein paar Monaten wieder ausgegraben Es hebt bei mir immer die Stimmung. Wohl weil es neu ist und lustig. Ich hatte allerdings immer das Gefühl zu laufen wie eine Frau oder als wenn ich schwul wäre. So habe ich eher mit dem vollen Fuß aufgesetzt. So wie ich das jetzt auf dem Video sehen konnte macht er dies fast so und setzt nur kurz scheinbar auf dem Ballen hinter dem kleinem Zeh auf. Beim Joggen habe ich aber nicht das Gefühl das es bessert federt. Denn es hört sich beim Aufsetzen lauter an und geht auch auf die Knie. Hängt aber ab von der Oberkörperhaltung und der Geschwindigkeit.
Danke für den Beitrag. Hat mich angeregt an meinem Laufstiel rumzuprobieren.
Grüße Linos
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Beitragvon exciplex » 11.02.2007, 08:13

ich finds total super, dass hier so positive reaktionen kommen!
da merkt man mal den unterschied zwischen leuten, deren geist offen und neugierig ist und dem von "normalen" leuten... :roll:

auf meiner webseite habe ich übrigens auch 2 godo-videos von mir.
es stimmt, der fuß kommt trotz vorfußgang noch relativ flach auf dem boden auf. das ist ja auch der sinn der sache. der fuß ist schließlich locker im sprunggelenk, und nicht wie beim hackengang, fest.

ich habe mal von einem ur- oder indianervolk gelesen, die mit den zehen beim gehen kleine stöckchen und steinchen zur seite räumen :grin:

was mir auch deutlich den falschen gang zeigt, sind vor allem ältere menschen. beim hackengang ist die hüfte nicht aufgerichtet; wenn man sie künstlich aufrichtet, schadet man noch mehr den knien, da diese dann eher durchgestreckt sind. sie laufen also ziemlich krumm (vermeidungshaltung).

mit den meisten schuhen ist es wirklich schwer, gut godo gehen zu können (allein schon wegen dem fast immer vorhandenen leichten absatz). peter und seine freundin gehen immer barfuß, im winter haben sie lediglich stulpen um die sprunggelenke.
aber ich habe die schuhe gesehen, die er entwickelt hat. ich habe sie auch angehabt und war begeistert. die sohle ist nicht flach, sondern von unten leicht rund konzipiert, so dass man etwas balancieren muss. fühlte sich super an, auch wenn sie noch etwas schwer waren.

ich selbst gehe fast nur mit nike free (4.0), die haben eine vollbewegliche sohle, zwar flach, aber schon ein schritt nach vorne im gegensatz zu den normaltretern. sie sind auch ganz leicht. ich laufe auch damit (5.0), mit anderen schuhen kann ich einfach nicht mehr laufen, das geht gar nicht.
exciplex Offline


 

Beitragvon Linos » 12.02.2007, 12:42

Mein Vater trägt zweitweise MBT-Sandalen, diese unten ebenso rund sind. Es soll den Lauf auf weichen Sand nachahmen oder so ähnlich. So als wenn ein Masai im Wüstensand läuft :--)
Grüße
Linos
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Beitragvon exciplex » 12.02.2007, 14:21

Linos hat geschrieben:Mein Vater trägt zweitweise MBT-Sandalen, diese unten ebenso rund sind. Es soll den Lauf auf weichen Sand nachahmen oder so ähnlich. So als wenn ein Masai im Wüstensand läuft :--)
Grüße
Linos


leider sind auch die völlig überteuerten MBT-schuhe auf völlig falscher basis konzipiert, nämlich auf dem aufsetzen mit der ferse zuerst, was anatomisch völliger blödsinn ist. diese 2-D-rundung hat auch mehr ähnlichkeit mit einem rad.
mit rundung meinte ich auch nicht diese rundung wie bei den mbt-schuhen in 2-D, sondern in 3-D, also wie die Oberfläche eines Balls.

es mag sich ja vielleicht gut damit laufen und auch die beschwerden vom jahrelangen falschen gehen abmindern, aber der weisheit letzter schluss sind diese dinger ganz sicher nicht, dazu muss man sie nur mal mit dem menschlichen fuß vergleichen.
exciplex Offline


 

Beitragvon Apfelblüte » 12.02.2007, 20:05

Hallo!

Ich habe mir diese "GODO Sache" durchgelesen.
Ich bin echt Begeistert!

Gerade als Kind wollte ich immer SO laufen! Meine Eltern haben mich dann
immer geschimpft!

Und wenn man mal ehrlich ist.... sieht es nicht schöner aus, wenn man zuerst
VORNE mit dem Fuß auftritt? -Elfengleich!? Und trotzdem fester verwurzelt
als wenn man "herumtrampelt"?

Ich werde mal daruf achten, wie meine Kinder laufen....
Die "Kleine" trampelt... das ist mit klar. Aber meine "Große" ist eher
leise beim Gehen.... hmmm....

Vielen Dank, dass Du GODO hier vorgestellt hast!

Kennst Du diese "Römer Sandalen"? Die haben eigentlich keine
"Sohle" sondern sind aus einem Stück Leder gemacht.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Schuhe dafür gut geeignet wären....

Meinst Du?

Liebe Grüße!

Die Apfelblüte :winke:
Bild
Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden.
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Beitragvon Linos » 12.02.2007, 21:01

Hallo Apfelblüte,
für eine Frau sieht das in jedenfall gut aus. Wahrscheinlich wurde der Stöckelschuh nicht nur wegen der Größe der Frau bzw. der Beine erfunden sondern auch weil es einen schöneren Gang macht. Mehr schreiten als latschen und hatschen :-)

Hi Exciplex.
jetzt könnte ich mir nur vorstellen, das der Schuh unter dem Ballenbereich eben ist damit ich lerne vorne bewußt aufzutreten, da es hinteren Bereich ja nach allen Seiten kippelig ist. Also ein Trainningsschuh sozusagen.
Beste Grüße
Linos
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Beitragvon exciplex » 12.02.2007, 23:01

hi Apfelblüte,

das freut mich! :grin:

je weniger schuh, desto besser kann man damit godo gehen! also eine einfache ledersohle sollte gut funktionieren!

linos: die godos sind im ballenbereich von unten leicht rund. denn dort setzt man ja zuerst auf und fühlt mit dem fuß.
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Beitragvon Linos » 29.10.2007, 12:52

Gibt es einen Trick beim Godogehen?
Beim Laufen, Sprinten, Flanieren, Barfußgehen, lansam gehen geht das ganz einfach.
Nur wenn ich schnell gehe. Geht nicht. Das ist als wenn ich keinen Fluß mehr habe. Es wird eher stackselig. Also es läuft nicht rund. Dazu müßte ich wie beim Laufen den Oberkörper vor bringen.
Ich setzte zwar nicht mit der Hacke auf, sondern eher mit dem flachen Fuß und dann doch mehr zuerst im hinteren Außenbereich.
Gruß Linos
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Beitragvon Pascal » 15.07.2009, 07:55

Apfelblüte hat geschrieben:Ich werde mal daruf achten, wie meine Kinder laufen....

Wahrscheinlich so wie du oder andere Vorbilder es ihnen vormachen.

Linos hat geschrieben:für eine Frau sieht das in jedenfall gut aus. Wahrscheinlich wurde der Stöckelschuh nicht nur wegen der Größe der Frau bzw. der Beine erfunden sondern auch weil es einen schöneren Gang macht. Mehr schreiten als latschen und hatschen :-)

Tritt man mit Stöckelschuhen denn zuerst mit dem Fußballan auf? Wenn ja, ist das dann nicht eine gute Übung für den Godo-Gang?
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Beitragvon Akila » 08.09.2009, 19:31

Halllöchen :winke:

das Thema fasziniert mich total. Habe oft mit Knochenhautentzündungen/reizungen im Schienbein zu tun, wenn ich joggen gehe; vor allem wenn ich gezwungen bin größere Strecken auf Asphaltwegen zu laufen. Nachdem ich mich noch mehr über Godo informiert habe, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass diese Reizung möglicherweise durch eine falsche Geh/Laufweise bedingt ist. Aus dem Grund habe ich jetzt angefangen Godo zu gehen. Am Anfang fiel es mir etwas schwer. Vor allem das schnell gehen ;-)
Spezielle Schuhe "für Godo" werden ja bereits angeboten. Allerdings gibt es dort keine Sportschuhe. Nachdem ich des öfteren versucht habe mit meinen normalen Sportschuhen auf dem Ballen zu laufen musste ich leider feststellen, dass dies gerade beim Sprinten äußerst schwierig ist. Nun habe ich überlegt, wie ich das ändern könnte, da ich doch gerne mit diesem Geh-Stil experimentieren möchte.
Ich habe mir Ballerina-Schläppchen bestellt. Die sind aus Leinen und haben eine geteilte Ledersohle. Sie sind heute angekommen und mit ihnen kann man prima auf dem Ballen laufen. Durch die geteilte Ledersohle ist der Fuß in der Bewegung vollkommen flexibel und trotzdem vor Steinen usw., die beim reinen Barfußlaufen weh tun könnten, geschützt. Da die Schuhe allerdings nicht für draußen konzipiert sind, bin ich jetzt gespannt, wie lange sie halten...
Übrigens werde ich die Schuhe jetzt auch zur Uni tragen. Sehen "fast" aus wie normale Ballerina-Schuhe; dass sie keine Sohle haben, sieht man gar nicht so sehr :grin:

liebe Grüße sonne2
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Beitragvon Duriano » 08.09.2009, 19:56

Hallo Akila,
danke dass du diesen interessanten Artikel wieder hoch geholt hast.
Der ist wirklich 'mein Ding'.

Nach einem Badeunfall, habe ich unter dem rechten Ballen eine Narbe.
Den Unfall hatte ich so etwa mit 17.
Seitdem laufe ich beim rechten Fuß mehr auf der Außenkannte, was das Bein bis in das Hüftgelenk falsch belastet.

GODO wird mich besseres, bewußteres Laufen lehren.

Vielen Dank.
Ich bin erst seit knapp 1 Monat hier, aber soviel in so kurzer Zeit hat sich in meinem Leben noch nie geändert.
Liebe Freunde, gute Ernährung, duftende Haare, beschwingter Schritt... habe ich was vergessen? :grin:
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Beitragvon Pascal » 08.09.2009, 20:26

...naja, ich bin auch ein Freund der Natur.

Akila, beim spurten benutzt du doch keinen Godo-Gang. Beim spurten stosse ich mich eh mit dem Ballen und dann den Zehen ab.

Kennst du Nike Air Free - gibts in verschiedenen Klassen.

Gruß

Pascal
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Beitragvon Duriano » 08.09.2009, 20:35

Am leichtesten läßt sich GODO beim Rückwärtslaufen üben.
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