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Religion, das ewige Probelm

 
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Hummelpups
Gast





BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 06:48    Titel: Religion, das ewige Probelm Antworten mit Zitat

?

Es ist offensichtlich, dass die Menschen an höhere Dinge glauben, und in Grüppchen Fronten beziehen. Es gibt automatisch ein Wir und Andere. Wie viele ätzende Dinge aus den Gründen Wir und Ihr geschehen, kann man gar nicht fassen. Glaubt ihr, eine Abwesenheit von Religionen und deren exzessiven Ausübung, würde der Welt helfen? Oder würden sich die Leute andere, Sinnverwandte Gebiete suchen, um Stellung zu beziehen? Es scheint fast, als müsste man in allen Lebensbereichen die Gesinnung klar machen (Politik....)
Ist es dennoch wichtig, an etwas Größeres zu glauben, um eigene Verantwortung abzugeben oder sich Trost zu erdenken?
Religion: ja/nein?
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Waldelfe



Anmeldedatum: 30.12.2007
Beiträge: 963
Wohnort: auf der Frühlingswiese

BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hummelpups,

Die Religionen haben sicherlich ihre Berechtigung und ich bin im Nachhinein auch froh sehr christlich aufgewachsen zu sein. Viele Menschen schöpfen Trost, Kraft, Hoffnung aus ihrem Glauben, besonders wenn ein geliebter Mensch stirbt. Atheisten tun sich meistens sehr viel schwerer so etwas zu verkraften, wie ich an meiner Schwiegemutter sah, die an nichts glaubte und als ihr Mann plötzlich starb, fast durchgedreht ist und depressiv wurde.

Aber die Religionen sind alle nichts weiter als eine Leiter zum Himmel, bloß eine Hilfe. Man braucht sie nicht unbedingt, wenn man sich mit anderen Dingen, wie Geisteswissenschaften beschäftigt, von da an erübrigt sich dann meistens die Religion. Die Religionen sind im Grunde doch alle sehr ähnlich, sie laufen auf das selbe Ziel hinaus, nur die Rituale, Gebräuche, Zeremonien, sind verschieden. Daher ist es am sinnvollsten allen Religionen gegenüber tolerant und offen zu sein. Wozu denn sie bekämpfen? Es ist keine Religion besser oder schlechter und jeder darf sich selbst eine aussuchen oder auch nicht.

Eine Abwesenheit der Religionen würde der Welt nicht helfen, im Gegenteil, viel mehr Menschen als jetzt würden wahrscheinlich haltlos und keinen Sinn sehend, dahinleben. Der Egoismus und Materialismus würde noch mehr zunehmen.
Das Böse, Schreckliche, Grauenhafte, Kriege,... wird es immer auf der Welt geben, denn wir leben in der Polarität und die Erde ist ein Lernplanet für uns. Auch das scheinbar Böse hat seinen Sinn, es ist der Helfer des Guten. Wie sollten wir sonst Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Selbstlosigkeit, Mut, Toleranz, Warmherzigkeit,... üben, wenn es niemanden gäbe, dem wir helfen könnten??

Nein, man muss doch nicht in allen Lebensbereichen seine Gesinnung kundtun. Ich kann auch leben, ohne dass alle wissen, welche Partei ich wähle und welchen Glauben ich habe, wie ich über andere Dinge denke,... außer ich äußere es freiwillig.

Wenn ich an etwas Größeres (Gott) glaube, das bedeutet für mich nicht meine Verantwortung abzugeben. Gott hat uns den freien Willen gegeben und er lässt uns schalten und walten hier. Ich denke, er mischt sich hier nicht ein. Wenn ich mal sterbe, bin ich selbst für meine Taten verantwortlich, da kann ich nicht sagen, mein christlicher Gott ist schuld daran, dass ich so böse war Wink auch wenn ich sehr gläubig war. Jeder Mensch erschafft sich selbst sein eigenes Schicksal, ob er nun gläubig ist oder nicht, der Glaube spielt dabei keine Rolle, höchstens dass sich gläubige Menschen vielleicht doch mehr anstrengen als guter Mensch zu leben.

Religionen sind gut für Menschen, die sie brauchen, denen sie weiterhelfen, aber nicht jeder braucht sie unbedingt. Man kann auch sehr gut ohne sie auskommen.

Liebe Grüße,
Waldelfe winke
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Blümchen



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BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde Religionen überflüssig und grausam. Aber wer fragt mich schon! Very Happy
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Andrea



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BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, da gebe ich Blümchen Recht. MMn gäbe es ohne Religion wie sie heute gelebt wird keine Kriege oder Menschenunterdrückung.

Ich glaube an die Natur. (Punkt)

Das Grün des Waldes,das Blau des Himmels oder das Türkis vom Meer, alles in einer Symbiose... solche Agenblicke..die geben mir irgenwie Kraft. Dann fühle ich Glück und lächle einfach, wahnsinn, dass es so etwas Großartiges gibt. Ich denke aber auch, dass es weit mehr gibt, als wir uns vorstellen können und evtl. auch irgendwo was ist...aber brauchts dafür Religion?

LG,
Andrea
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Gerald
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BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Religion, das ewige Probelm?

Für mich schon lange nicht mehr. Wink Very Happy Mr. Green

Liebe Grüße
Gerald
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Rawboy
Gast





BeitragVerfasst am: 01.09.2009, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Anthony de Mello hat Folgendes geschrieben:
Gebet, Liebe Spiritualität, Religion bedeuten,
sich von Illusionen frei zu machen.
Wenn eine Religion einen dazu bringt, großartig!
Wenn sie einen davon abbringt,
ist sie eine Krankheit, eine Plage,
die es zu vermeiden gilt.
Sind die Illusionen erst einmal aufgegeben,
wird das Herz weit und frei, hat die Liebe Raum.
Dann wird es Glück geben.
Dann wird es Veränderung geben.
Und nur dann werden Sie wissen, wer Gott ist...
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Waldelfe



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Beiträge: 963
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BeitragVerfasst am: 01.09.2009, 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab gleich drei Religionen:

bin röm./kath. aufgewachsen und war immer sehr gläubig, bin die ersten 3 Jahrzehnte meines Lebens fast jeden Sonntag in die Kirche gegangen. Mit 20 Jahren war ich 2 Jahre mit einem jungen Mann befreundet der noch religiöser als ich war. Wir haben fast jede freie Stunde in Kirchen, Klöster, bei Wallfahrten und sonstigen kirchlichen Veranstaltungen verbracht.

Aber erst die Hermetik hat mir später alle Sinnfragen über Leben und Tod,.... beantworten können. Es ist ein Weg der Selbsterkenntnis für mich.

Und der Sufismus (spirituelle Seite des Islam) ist eine harte Schule des Herzens und der Liebe, die mich lehrt ein besserer Mensch zu werden, meine menschliche Natur zu vervollkommnen, Gott nahe zu sein. engel

Religionen sollten doch eigentlich keine Probleme verursachen, wenn sie richtig verstanden und gelebt werden, nämlich tolerant und menschenfreundlich und für die Menschen eine Hilfe und Unterstützung darstellen.

Liebe Grüße,
Waldelfe winke
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