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Rohes Getreide
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Linos



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BeitragVerfasst am: 05.12.2006, 23:37    Titel: Rohes Getreide Antworten mit Zitat

Bei Kollath, BircherBenner und Schnitzer gibt es Frischkornbrei mit Obst zum Frühstück und zu anderen Tageszeiten in gewürzter Form.
Weshalb sollten sich diese Leute angeblich geirrt haben? Es wurden viele Tests gemacht und sie werden es wohl selbst gegessen haben. Schnitzer hat auch Erhebungen in seinem Umland gemacht.
Ich habe den Eindruck, das das Getreide verteufelt wird, weil nur der Mehlkern verwendet bzw. erhitzt wird. Da scheinbar viele Rohkostautoren voneinander abschreiben und selbst noch etwas hineininterpretieren und ihre Wahrheit daraus dichten oder eben Informationen verallgemeinern, kommt es zu dem schlechten Ruf von Getreide.
Wenn ich 60gr. vermahle und über Nacht einweiche ist das ganze pampig. Nur heißt das nicht, das es einem auch verschleimt.
Hat hier jemand eigene Erfahrungen mich rohem Frischkornbrei aus keimfähigen Getreide?
Blähungen. Nebenhöhlenprobleme oder was immer?
Beste Grüße Linos
Auch andere Pflanzen haben Frasgifte und wir essen sie trotzdem.
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Franzl



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BeitragVerfasst am: 06.12.2006, 07:10    Titel: Re: Rohes Getreide Antworten mit Zitat

Linos hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich 60gr. vermahle und über Nacht einweiche ist das ganze pampig. Nur heißt das nicht, das es einem auch verschleimt.
Hat hier jemand eigene Erfahrungen mich rohem Frischkornbrei aus keimfähigen Getreide?
Blähungen. Nebenhöhlenprobleme oder was immer?
Beste Grüße Linos
Auch andere Pflanzen haben Frasgifte und wir essen sie trotzdem.


Hallo Linos,

habe selbst noch ne Schnitzer-Getreidemühle bei mir zuhause stehen und habe während meiner RK-Zeit abundzu Getreidebreie für Müsli (wie früher) zubereitet - und immer stellten sich negative Symptome ein.
Rohes Getreide vertrage ich als RK nur (wieder?!) in angekeimter Form und nach meinen jüngsten Versuchen am besten (und wohlschmeckensten) in der von HMB empfohlenen Form (angekeimt und getrocknet) wobei ich hierbei auch einschränkend ergänzen muss, daß BIODINKEL (Demeter) aus dem Handel auch in dieser Zubereitung leichte Verschleimungen auslöste (keimte auch recht mies - d.h. auch ungeeignet) - Rogen, Gerste (von Orkos und BioInsel) und Nacktkornhafer (Donath-Mühle) waren einwandfrei.

Gruß
F.
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Linos



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BeitragVerfasst am: 06.12.2006, 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Franz
Was sind das für Symptome gewesen?
Ich merke nichts. Bin ich zu unsensibel? kochkostgeschädigt?
Habe früher viel Brot und H-Milch getrunken und hatte immer oder oft Erkältungen eine dicke Nase.
Jetzt nicht mehr. Bekomme auch keine Schwellungen in der Nase.
Ich hatte jetzt erst gelesen, das sich durch den Frischkornbrei Essigsäure und Alkohol bildet. Wo? im Darm? Oder schom im Magen? Im Magen wäre der Brei doch höchstens 1-2 h.
Grüße Linos
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Stephan



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BeitragVerfasst am: 06.12.2006, 14:03    Titel: Getreide - zweischneidiges Schwert der Menschheit Antworten mit Zitat

Hallo Linos,

du schreibst:
Zitat:
Da scheinbar viele Rohkostautoren voneinander abschreiben und selbst noch etwas hineininterpretieren und ihre Wahrheit daraus dichten oder eben Informationen verallgemeinern, kommt es zu dem schlechten Ruf von Getreide.

Hier ein Buch von einem hochkarätigen Paleofood-Forscher, der 340 wissenschaftliche Arbeiten zum Getreide ausgewertet hat:
http://www.masse-aufbau.de/d_ISBN_3_929002_35_Das_Getreide___Ernahrung_Buch1390.htm

Das Buch ist sehr fundiert geschrieben und präsentiert ohne Stimmungsmache emotionslos die Fakten. Ist auch von Interesse für alle, welche sich für die Geschichte menschlicher Ernährung und die Koevolution im Zusammenhang mit neolithischen Nahrungsmitteln interessieren.

Das Problem mit dem Getreide ist, dass sich ernsthaftere Folgen oft erst nach Jahrzehnten manifestieren. So jedenfalls meine derzeitige Einschätzung.
Aehnlich vollgestopft wie Getreidekörner mit heimtückischen Abwehrstoffen gegen Frassfeinde sind wohl einzig noch die Hülsenfrüchte. Die Strategien der Pflanzen zielen darauf, auf lange Sicht die Vitalität der Frassfeinde zu schwächen.
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Franzl



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BeitragVerfasst am: 06.12.2006, 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Linos hat Folgendes geschrieben:
Danke Franz
Was sind das für Symptome gewesen?
Ich merke nichts. Bin ich zu unsensibel? kochkostgeschädigt?
Habe früher viel Brot und H-Milch getrunken und hatte immer oder oft Erkältungen eine dicke Nase.
Jetzt nicht mehr. Bekomme auch keine Schwellungen in der Nase.
Ich hatte jetzt erst gelesen, das sich durch den Frischkornbrei Essigsäure und Alkohol bildet. Wo? im Darm? Oder schom im Magen? Im Magen wäre der Brei doch höchstens 1-2 h.
Grüße Linos


Hallo Linos,
vor allem Verschleimung (Nase zu und /oder ständiges Nasetriefen und Schleimbildung im Rachen. Druckschmerzen in Stirnhöhlen und Stirn, Kopfschuppenbildung sowie unangehme stundenlange Völlegefühle im Bauch mit schmierendem und (höflich ausgedrückt) geruchsintensivem Stuhlgang

Gruß
F.
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butterfly
Gast





BeitragVerfasst am: 07.12.2006, 20:40    Titel: Re: Rohes Getreide Antworten mit Zitat

Linos hat Folgendes geschrieben:
Bei Kollath, BircherBenner und Schnitzer gibt es Frischkornbrei mit Obst zum Frühstück und zu anderen Tageszeiten in gewürzter Form.
Weshalb sollten sich diese Leute angeblich geirrt haben? Es wurden viele Tests gemacht und sie werden es wohl selbst gegessen haben. Schnitzer hat auch Erhebungen in seinem Umland gemacht.
Ich habe den Eindruck, das das Getreide verteufelt wird, weil nur der Mehlkern verwendet bzw. erhitzt wird. Da scheinbar viele Rohkostautoren voneinander abschreiben und selbst noch etwas hineininterpretieren und ihre Wahrheit daraus dichten oder eben Informationen verallgemeinern, kommt es zu dem schlechten Ruf von Getreide.
Wenn ich 60gr. vermahle und über Nacht einweiche ist das ganze pampig. Nur heißt das nicht, das es einem auch verschleimt.
Hat hier jemand eigene Erfahrungen mich rohem Frischkornbrei aus keimfähigen Getreide?
Blähungen. Nebenhöhlenprobleme oder was immer?
Beste Grüße Linos
Auch andere Pflanzen haben Frasgifte und wir essen sie trotzdem.



Hallo Linos
Du wirst 1000 und mehr Stimmen finden, die das Getreide als schädlich ansehen und 1000 und mehr Stimmen finden, die es als gesund empfinden.
Ich habe bei mir selbst bemerkt, dass ich gewisse Sorten nicht vertrage, d.h. nicht alle Sorten sind unverträglich. Und am Besten findest Du selbst heraus, was Dir gut bekommt. Ich vertrage z.B. gut den Vollreis, Mais, Hirse. Statt Brot esse ich Reiswaffeln und zum Frühstück mache ich mir einen Frischkornbrei aus Nackthafer mit wenig Früchten und etwas Soja-joghurt und Samen drin.
Ich bin auch am Probieren zurzeit mit Trennkost, was mir sehr gut tut. Bin auch nicht müde und schlapp danach.
Schon einiges habe ich ausprobiert und hat sich bei mir nicht sehr bewährt, weil entweder zu einseitig oder zu kompliziert.

Das Wichtigste ist auch, nicht immer darüber nachdenken zu müssen, was Du essen darfst, sondern ohne schlechtes Gewissen mit Freude das essen, was schmeckt und Gaumen und ein Stück weit die Seele befriedigt.
Nimms locker.

Gruss butterfly
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inselfan



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BeitragVerfasst am: 16.08.2007, 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Linos,

nachdem ich 7 Jahre lang gegen Bluthochdruck ein Medikamentensammelsurium ohne echten Erfolg eingenommen hatte, dann immer intensiver Herzrhythmusstörungen bekam und die behandelnde Ärztin mit Herzschrittmacher und Blutverdünner "drohte", fand ich aus lauter Verzweilung über Google und dem Suchbegriff Bluthochdruck die Schnitzer Homepage. Wurde sehr stutzig und kaufte mir auch das Buch "Bluthochdruck, lebensbedrohend aber heilbar". Nachdem ich ja jahrelang von der Intensivstation bis zur Hausärztin eingebleut bekam, daß BD nicht heilbar sei, habe ich die Zusammenhänge gelesen, begriffen und gehandelt. Seitdem gehört der tägliche Frsichkornbrei morgends wie auch weitgehendst Rohkost und Vollkorn zu meiner (unserer) Ernährung. Das einzige, was ich noch tierisches sparsam esse, ist Käse. Ich habe den ganzen Prozeß wie Schnitzer beschrieb, durchgemacht, Tabletten abgesetzt, Entzugserscheinungen bekommen, den Geschmacksfocus geändert, erst schnell, dann langsamer Gewicht ohne zu Hungern bis zum Normalgewicht verloren. Ich fühle mich unvergleichlich wohler, extrem fitter, die Blutwerte ( Überschreitungen bei HK, Zucker, Cholesterin, Harnsäure ) sind alle wieder in den Normalbereich zurückgekehrt. Die Verdauung hat sich total verstetigt, die Hämorrhoiden sind spurlos verschwunden, Blutungen und braune Streifen in den Hosen gibt es nicht mehr. Der Zahnbelag, der früher trotz des üblichen 2-maligen Putzens auftrat, ist weg. Verschleimungen kann ich nicht bemerken, aber mein Blutdruck schwankt immer noch zwischen normal (130/80) und hoch (170/100), wenn auch die früheren Extreme bis 200/110 verschwunden sind. Die Herzklapserei, die mich am Ende jede 2. Nacht weckte und stundenlang bis zum folgenden Abend anhielt, ist verschwunden.
Nichts ist so gut, als daß es nicht besser werden könnte, gelegentlich, aber immer nur abends, verengt sich die Nase, sollte das am Vollkornbrot liegen?
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Linos



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BeitragVerfasst am: 17.08.2007, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Inselfan,
von welcher Insel bist Du denn ein Fan?
Das freut mich jetzt dass es doch noch jemanden gibt der sich versucht nach Schnitzer zu ernähren.
Wieviel Vollkornbrot ißt Du denn?
Machst Du es selbst nach Schnitzer oder kauft Du zu?
Mein Vater hat seinen Blutdruck auch soweit reduzieren können, dass er selten mal eine Tablette oder eine halbe einnimmt.
Er hat dann vor ein paar Wochen wieder angefangen selbst Brot zu backen.... Ich habe ihn dann am Wochenende gebeten für mich ein Vollkornbrot zu backen das aus frisch vermahlenem Getreide besteht. Da stellte sich dann rauß, dass er doch kein Brot mehr bäckt :-))
Ich bin nicht näher drauf eingegangen, aber ich vermute mal dass er was an seinem Blutdruck und seinem Körperumfang gemerkt hat.
Ich esse trotzdem Brot weil ich sonst mit meinem Sport nicht zurecht komme. Ich kann nicht so viel Gemüse essen bzw. will nicht. Auf jedenfall werde ich den Eindruck nicht los, dass ich durch das Brotessen zwar leistungsfähiger bin, dafür aber immer die erste Stunde eine laufende Nase habe, da ich meist nur durch die Nase atme. Erst dachte ich an kondensierende Luft. Aber es ist nur am Anfang. Wenn man schon Brot isst, dann denke ich das man sich dann auch ausreichend bewegen muß.
Brot mit Avocadocreme und Tomaten gewürzt mit Basilikum oder Ingwer find ich ganz lecker.
An sonsten finde ich frisch vermahlenes Getreide nicht schädlich. Ich habe das Buch "Getreide ein zweischneidiges Schwert" gelesen. Entweder habe ich nur das gelesen was ich lesen wollte, aber dort steht vor allem etwas davon wenn zuviel Getreide gegessen wird. Also z.B. 80% der Ernährung daraus besteht. Für kleine Mengen nach Schnitzer oder wenn der Anteil unter 20% liegt sehe ich hier keinerlei Probleme. Es gibt darunter laut Cordain keine Tests und Erfahrungen an Menschen und ein Reagenzglastest ist keine normale Verdauung.
Ich will gar nicht wissen wieviel Frassgifte in den Wildpflanzen oder sonstigen Gemüsewurzeln stecken. Da gibt es ja einige, die sich immer rühmen giftige Pflanzen gegessen und probiert zu haben.... aber dank ihrer urköstlichen Verdauung alles kein Problem. So sehe ich das auch mit meinem bisschen Getreide Wink
Gruß Linos
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inselfan



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BeitragVerfasst am: 24.08.2007, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Linos,

Fan von La Palma, wo wir ein Haus besitzen und uns in absehbarer Zeit niederlassen wollen.
Ich halte mich so gut es geht an Schnitzers Empfehlungen, allerdings wiege ich die Zutaten nicht aufs Gramm ab.
Das VK-Brot ist so ein Problem, weil viele Bäcker Vollkornbrot mit Körnerbrot (Korn nur zugemischt) verwechseln. Zum Glück arbeitet meine Frau bei einem Bäcker, der 2 echte Sorten zzgl. einer Sörte Brötchen bäckt. Manche mögen es nicht, weil der Teig nicht so glatt und blasig wird wie bei gesiebten Fertigmischungen. Aber geschmacklich ist es ok. Mit würde es auch extrem schwer fallen, auf Brot zu verzichten. Allerdings habe ich auch mit der Nase immer kleine Probleme, einmal tropft sie schnell beim Essen, man arbeitet wechselseitig mit der Gabel und dem Taschentuch, meist abends schwillt dagegen oft ein Nasenloch zu. Der Griff zum Spray verschafft zwar schnell Linderung, aber hilft nicht wirklich. Habe jetzt eine Zeit widerstehen können, nun wird es sichtlich besser.
Rohes Getreide esse ich nur in Form des Frühstücksmüslis, aber das ausschließlich. Ansonsten ist die Hauptnahrung Salat in mannigfaltigern Varianten.
Ich kann eigentlich nur die ganzen positiven Effekte bestätigen, die der Schnitzer beschreibt, jahrelang habe ich unglücklich dem wachsenden Bauch zugeschaut und brav meine Pillen ohne echten Effekt geschluckt, jetzt ist er (der Bauch) einfach verschwunden und mein Jugendgewicht zurückgekehrt! Bingo!

Gruß Inselfan
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Murx Pickwick



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BeitragVerfasst am: 10.09.2007, 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, jeder Mensch ist unterschiedlich empfindlich auf Getreide - ich gehöre zu der Gruppe Mensch, die nur sehr wenig Getreide und Körner vertragen. Dabei hab ich allerdings schon sehr früh angefangen, die Körner so oder gekeimt zu essen, Mehl mahle ich schon seit Jahren selbst. Als Brot mochte ich Getreide nur als ausgelutschtes Weißmehlbrötchen mit Butter und Ei dazu ... Rolling Eyes

Ich selbst bekomme von zuviel stärkehaltigen Körnern Blähungen, Sodbrennen und Magenschmerzen. Erst dachte ich, es sei der Weizen, hatte den dann mit Dinkel ersetzt - zwar waren die Symptome nicht mehr so stark, aber sie waren immer noch da.

Ich hab mich schließlich auf Zöliakie testen lassen - ich habe keine Zöliakie. Nach und nach fand ich dann raus, daß die Verursacher tatsächlich stärkehaltige Nahrungsmitteln sind, also Kartoffeln, Getreide, Amaranth, Quinoah. Bleibt der Anteil der komplexen Kohlehydrate, wie zum Beispiel Stärke, unter 4%, hab ich auch keine Probleme, auch wenn ich meinen Sauerteig futter oder ein paar Dinkelkörner esse.

Weizen und Roggen vertrag ich allerdings so gut wie gar nicht ... das gibt immer Blähungen und Sodbrennen. Noch am besten Verträglich sind für mich die Pseudogetreide Amaranth, Quinoah und Buchweizen und von den echten Getreiden Mais, Hirse, Reis und Hafer.

Was auch interessant ist - meine Probleme habe nicht nur ich, sondern ich hab viele Leute gefunden, die ähnliche Probleme haben, oft auch im Zusammenhang mit Hautproblemen, die dann verschwinden, wenn die Leute anfangen, nur noch sehr wenig Körner und keinen Weizen mehr zu essen. Selbst an Tieren läßt sich das beobachten - an Hunden, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen ...
Weizen macht sogar vielen Körnerfressern unter den Tieren Probleme (Rennmäuse, Stachelmäuse, Streifengrasmäuse, Degus), die ursprünglicheren Weizensorten wie Dinkel, Kamut und Emmer dagegen werden von diesen Tieren durchaus vertragen. Für mich ein Zeichen, daß am Hartweizen und Weichweizen was nicht stimmt - schaut man sich die Unterschiede zu den ursprünglicheren Sorten an, so fällt der hohe Glutengehalt auf. Gluten ist ein Stoffgemisch, welches zu einem hohen Prozentsatz aus Eiweiß besteht. Beim Weizen besteht dieses Eiweiß zu einem Drittel aus der Aminosäure Glutaminsäure - und die wird vom Körper selbst hergestellt bzw ist eh überall zuviel drin.
Kein einziges Gluten enthält soviel Glutaminsäure wie Weizengluten.

Im Frischkornbrei bildet sich tatsächlich Essigsäure und Alkohol - diese werden von den gleichen Organismen als Abfall ausgeschieden, die auch im Sauerteig drin sind. Die Essigsäure und der Alkohol sind also schon im Frischkornbrei drin, bevor man ihn ißt.
Essigsäurebakterien fangen sich schon nach nur einer halben Stunde an zu vermehren, wenn man Korn einweicht, Hefen brauchen ein paar Stunden zum Aufwachen. Essigsäure, Alkohol und Kohlendioxid sind ihre Ausscheidungsprodukte, das Kohlendioxid ist beim Sauerteigbrot für die Löcher im Brot zuständig.
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Linos



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BeitragVerfasst am: 11.09.2007, 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hafer enthält Gluteline, seine Prolaminfraktion unterscheidet sich in der Aminosäuresequenz von jener anderer Getreidegattungen und scheint nicht im gleichen Umfang schädigend zu sein. Hafer ist aber im deutschsprachigen Raum noch nicht zur glutenfreien Ernährung empfohlen, da Verunreinigungen durch glutenhaltiges Getreide nicht ausgeschlossen werden können.


****Essigsäure, Alkohol und Kohlendioxid ****
Opioide, Exorphine sowie der Alkohol ist es das was mir immer so eine Zufriedenheit gibt. Ja mal sehen... das wird sich alles noch rächen.

In meiner Rohkostzeit hatte ich jetzt zweimal Pilze an den Zehenzwischenräumen. Zumindest halte ich diese roten kleinen Risse die da an je 3 Zwischenräumen waren dafür.
Und jedesmal .... auch wenn es jetzt erst zweimal war ..... ist das mit Frischkornbrei oder in meinem Fall Firschkornhaferbrei und ab und an mal Weizenfrischkornbrei weg gegangen.
Ob das die Pilzgifte im Getreide waren. Oder weil sich der Pilz vom Fuß wieder zu der leckeren Stärke im Darm auf den Weg dorthin gemacht hat. Ich glaub kaum.
Grüße Linos
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Murx Pickwick



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BeitragVerfasst am: 11.09.2007, 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Die Wikipedia ist hier leider etwas ungenau ... hab nur mom nicht die Literatur grifflig, um das zweifelsfrei in der Wikipedia auszubessern - das geht nur, wenn das auch hieb- und stichfest als Literatur unten rangehängt werden kann.

Jeder Grassamen, Mais, Reis etc, also alles, was in die Gruppe der Süßgräser zählt, enthält Gluten. Dieses Gemisch bildet typische mikroskopische Strukturen aus und ist verantwortlich dafür, daß Teig gut zusammenhält und geschmeidig wird. Je mehr Gluten enthalten ist, desto besser - Mais zum Beispiel enthält vergleichsweise wenig Gluten, es ist fast nicht möglich, ein vernünftiges Maisbrot zu backen. Es wird in der Regel auch nur im Tierfutterbereich von Maisgluten gesprochen ... in Abhandlungen über menschliche Ernährung ist mir Maisgluten bisher noch nicht begegnet, dafür die falsche Behauptung, Mais enthalte kein Gluten - es müßte richtiger heißen, Mais enthält kein Gluten, auf welches Zöliakiekranke reagieren würden bzw es enthält dafür zuwenig Gluten ... aber egal.

Gluten besteht aus ethanollöslichen Bestandteilen und Bestandteilen, die nicht in ethanol löslich sind. Die ethanollöslichen Bestandteile werden als Glutelinfraktion bezeichnet, aufgrund der Besonderheit der Weizensorten hat die Glutelinfraktion im Weizengluten den Trivialnamen Glutenin erhalten.
Der ethanolunlösliche Rest wird als Prolaminfraktion bezeichnet.

Die Eiweiße in der Prolaminfraktion gleichen sich in der mikroskopischen Struktur, weichen jedoch je nach Grasart enorm in der Aminosäurestruktur ab, so enthält beispielsweise Roggeneiweiß in der Prolaminfraktion lange nicht so viel Glutaminsäure wie Weizeneiweiß. Trotzdem sind es nur wenige Grassorten, auf die Zöliakiekranke reagieren:
fast alle Weizensorten (Hartweizen, Weichweizen, Grünkern, Dinkel, Einkornsorten mit hohem Glutengehalt, Emmer, Kamut ... ), Roggen, Gerste. Fälschlicherweise wird bei den anderen Grassamen von Glutenfreiheit gesprochen ... sie sind nicht glutenfrei, Zöliakiekranke reagieren nur nicht auf diese darin enthaltenen Glutensorten!
Viele Zöliakiekranke können Einkornsorten mit niedrigem Glutengehalt essen, ohne das was passiert ... trotzdem auch hier das Weizengluten mit der typischen Aminosäurezusammensetzung von Weizenprolamin drin ist.

Haferbrote und Haferkekse wurden übrigens schon lange über den Biohandel als glutenfrei verkauft, bevor überhaupt DGE und ähnlichen Konsorten auffiel, daß das Hafergluten keine Wirkung auf Zöliakiekranke hat. Gebacken wurde es von Spezialbäckereien, die nur die für Zöliakiekranken geeigneten Getreidesorten verbuken und auch von Bauern angebaut wurde, die keine Weizensorten, keine Gerstensorten und auch kein Roggen anbauten ... eine Verunreinigung war damit ausgeschlossen (und ist immer noch, die Betriebe, die sich auf "glutenfreie" Kost spezialisiert haben, arbeiten immer noch nach diesen Richtlinien).
Irgendwie fehlt ein deutsches Wort für "Gluten, welches nicht Zöliakiekranke schädigt" ... glutenfrei ist mißverständlich.

Auffällig ist, daß es auch in Familien Zöliakiekranke gibt, in denen nie Zöliakie nachgewiesen wurde. Da die nichtbetroffenen Angehörigen noch leben und sie durchaus auch Weizen verzehren können, ohne daß es nen Flotten gibt, muß hier also noch etwas anderes wie nur die genetische Disposition eine Rolle spielen.
Untersucht man, was Zöliakiekranke als Baby und Kleinkind an Essen bekamen und vergleicht es mit ihren nicht betroffenen Familienangehörigen, so kann man feststellen, daß ein großer Teil der Zöliakiekranken schon früh mit Harztweizen- oder Weichweizenprodukte oder aber Milch von Kühen, die Kraftfutter bekamen, gefüttert wurden - es ist also wahrscheinlich, daß Kuhmilch von kraftfuttergefütterten Kühen und Weizen Zöliakie fördert ... wissenschaftlich anerkannt ist dies jedoch nicht.
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Pitter Ragnar



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BeitragVerfasst am: 27.09.2008, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

inselfan hat Folgendes geschrieben:
Hallo Linos,

nachdem ich 7 Jahre lang gegen Bluthochdruck ein Medikamentensammelsurium ohne echten Erfolg eingenommen hatte, dann immer intensiver Herzrhythmusstörungen bekam und die behandelnde Ärztin mit Herzschrittmacher und Blutverdünner "drohte", fand ich aus lauter Verzweilung über Google und dem Suchbegriff Bluthochdruck die Schnitzer Homepage. Wurde sehr stutzig und kaufte mir auch das Buch "Bluthochdruck, lebensbedrohend aber heilbar". Nachdem ich ja jahrelang von der Intensivstation bis zur Hausärztin eingebleut bekam, daß BD nicht heilbar sei, habe ich die Zusammenhänge gelesen, begriffen und gehandelt. Seitdem gehört der tägliche Frsichkornbrei morgends wie auch weitgehendst Rohkost und Vollkorn zu meiner (unserer) Ernährung. Das einzige, was ich noch tierisches sparsam esse, ist Käse. Ich habe den ganzen Prozeß wie Schnitzer beschrieb, durchgemacht, Tabletten abgesetzt, Entzugserscheinungen bekommen, den Geschmacksfocus geändert, erst schnell, dann langsamer Gewicht ohne zu Hungern bis zum Normalgewicht verloren. Ich fühle mich unvergleichlich wohler, extrem fitter, die Blutwerte ( Überschreitungen bei HK, Zucker, Cholesterin, Harnsäure ) sind alle wieder in den Normalbereich zurückgekehrt. Die Verdauung hat sich total verstetigt, die Hämorrhoiden sind spurlos verschwunden, Blutungen und braune Streifen in den Hosen gibt es nicht mehr. Der Zahnbelag, der früher trotz des üblichen 2-maligen Putzens auftrat, ist weg. Verschleimungen kann ich nicht bemerken, aber mein Blutdruck schwankt immer noch zwischen normal (130/80) und hoch (170/100), wenn auch die früheren Extreme bis 200/110 verschwunden sind. Die Herzklapserei, die mich am Ende jede 2. Nacht weckte und stundenlang bis zum folgenden Abend anhielt, ist verschwunden.
Nichts ist so gut, als daß es nicht besser werden könnte, gelegentlich, aber immer nur abends, verengt sich die Nase, sollte das am Vollkornbrot liegen?



Hi inselfan,

ich kann Deine Erfahrungen nur bestätigen. Auch ich hatte essentiellen Bluthochdruck. Während einer längeren Fastenzeit, in der ich den Bluthochdruck (ab dem zwanzigsten Fastentag) senken konnte, suchte ich nach der richtigen „Vorgehensweise“ um nach dem Fasten den normalen Blutdruck halten zu können. Ich stieß nach langem Suchen auf Schnitzer, und wollte es zuerst nicht glauben, dass Bluthochdruck senken, so leicht sein soll: Nur mit Ernährung.!!! Meine Fastenerfahrung und Schnitzers Aussagen über Eiweißüberernährung (Prof Wendt) haben mich dann nicht mehr lange zweifeln lassen. Wie heißt es so schön: Wer heilt hat recht!
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chip



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Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 19.03.2010, 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Franzel,

werden denn die Fraßgifte durch das Keimen abgebaut, zb in Buchweizen, Linsen und Kichererbsen und Mungobohnen, meinen Lieblinsgsprossen?
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Klara Fall



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Beiträge: 277

BeitragVerfasst am: 20.03.2010, 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich ahbe ja irgendwo gelesen, dass Milch und Getreide opiatähnliche Stoffe besitzen und wir eigentlich nur süchtig sind und nur deshalb danach greifen. Nicht weil es so gesund ist....ichs uch mal per google, vll find ichs noch...moment^^...

ich bin zurück und wurde fündig: http://www.josef-stocker.de/stocker2.htm
dat wars was ich gelesen habe. Fand ich sehr interessant.

Macht Hartweizen udn eichweizen eigentlich einen Unterschied? Ich wollte schon als Kind Brot nicht essen (musste es aber jeden Moprgen brav runter würgen), fand aber Pasta total klasse. Schon immer, bis heute!
_________________
Jede Klage über vermeintliche Ungerechtigkeit des Schicksals musste verstummen angesichts des Gedankens, dass keiner einen anderen Weg ging, als den Selbsterwählten.
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