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Waldelfe

Anmeldedatum: 30.12.2007 Beiträge: 963 Wohnort: auf der Frühlingswiese
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Verfasst am: 04.11.2009, 05:52 Titel: Seelenhygiene und massvolles Leben |
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Der Philosoph, Literat und Agronom Lodovico Alvise Cornao fühlte sich als alter Herr "als der glücklichste Philosoph, der mir je begegnet ist".
Bevor es aber dazu kam, führte Cornaro als Mitglied einer der mächtigsten venezianischen Adelsfamilien ein so ausschweifendes Leben, dass er bereits als 40-jähriger zitternd mit einem Bein im Grab stand. Nur mit Mühe gelang es den Ärzten, den durch ständige Orgien nahezu ruinierten Lebemann zu retten. Nachdem er um Haaresbreite dem Sensenmann entwischt war, beschloss Cornaro, sein Leben völlig umzukrempeln.
Mit eiserner Disziplin sorgte er für regelmässigen Lebenswandel und unterwarf sich einer so strengen Diät, dass er seinen Gebrechen erfolgreich zu Leibe rückte. Nach zwei Jahren Askese erkannten seine Freunde den einstmals versoffenen Lüstling kaum wieder. Je älter und griesgrämiger sie selbst wurden, umso jünger sah Cornaro aus. Das verdankte er seinem einfachen Geheimnis:
Er ging regelmässig mit den Hühnern zu Bett und stand mit den Vögeln auf, machte täglich lange Spaziergänge, enthielt sich loser Weiber, nippte höchstens an Feiertagen am Wein, hielt mehrmals am Tag Zwiesprache mit seinem Herrgott, aß viel frisches Gemüse und keine fetten Speisen, verbannte düstere Gedanken und erfreute sich an der Schönheit der Natur. Er sang und lachte gerne, erfreute sich an schöner Literatur und Kunst und versuchte seine Empfindungen in erlesene Worte zu fassen.
Als 80-jähriger macht Cornaro sich über 60-jährige Tattergreise lustig, denn er selbst flitzte beschwingt die Treppen und Hügel seines Anwesens auf und ab und ritt schneidig wie ein junger Kavallerist zur Hasenjagd. Stets gut gelaunt, erfreute er sich an der Gestaltung seines schönen Anwesens nahe Padua. Im Frühling und im Herbst besuchte er seine Freunde in den umliegenden Städten und lernte durch sie neue, außergewöhnliche Leute kennen: Architekten, Maler, Bildhauer, Musiker und Landökonomen. Mit kindlicher Freude lauschte Cornaro ihren Worten, ihrer Musik und betrachtete ihre neuesten Werke, auf der Rundreise entzückte ihn die Schönheit der Landschaft, der Landhäuser, Gärten und Stadtanlagen.
Alle seine Sinne Augen, Ohren, Geschmack waren in vollkommen gutem Zustand und das Wenige und Einfache, dass er nun zu sich nahm schmeckte besser als einst die Leckerbissen zu der Zeit als er unordentlich lebte. Zu dieser Glücksbereitschaft kam ein gesunder Humor. Im hohen Alter verfasste Cornaro eine spitzbübische Komödie, die er mit seinen Freunden zum Vergnügen der Nachbarn aufführte.
Mit den älteren seiner 18 Enkel verband Cornaro eine herzliche Freundschaft. Ihnen erklärte er den Lauf der Gestirne und gemeinsam musizierten sie. Er sang selbst und hatte jetzt eine bessere, heller tönendere Stimme als je.
Er sagte: "Das sind die Freuden meines Alters. Mein Leben ist ein lebendiges und kein totes und ich möchte mein Alter nicht tauschen gegen die Jugend eines solchen, der den Leidenschaften verfallen ist".
In seiner "Ermahnung" die er seinem Lehrbuch "Vom massvollen Leben" beifügte, freute er sich, dass sein "Traktat" so vielen Menschen den Weg zur Lebenskunst gewiesen hatte. Der fröhliche Philosoph schloss 1566 mit 83 Jahren seine glücklichen Augen für immer. In seinem berühmten Traktat, das nach und nach in alle europäischen Sprachen übersetzt wurde, schilderte er, wie er den Stein der Weisen des Glücklichseins entdeckt hatte: Cornaro beherrschte ganz einfach die Kunst bescheiden zu leben, sich nicht zu verausgaben, sich die Sorgen fern zu halten und sich tagtäglich an kleinen Dingen zu erfreuen. Er sorgte also ständig für die Gesundheit seiner Seele.
Epiktet bringt diese Art der Seelenhygiene in seiner unvergleichlichen Knappheit so auf den Punkt: "Wie du beim Gehen Acht gibst, dass du nicht in einen Nagel trittst oder dir den Fuß verstauchst, so gib auch Acht, dass du an deiner Seele keinen Schaden nimmst. Wenn du dies bei jedem Tun beachtest, wirst du ohne Gefahr dabei bleiben."
Aus: "Die Kunst der Bescheidenheit"
von Michael Korth
Ich finde Cornaro's Lebensweisheit einfach köstlich und sehr nachahmenswert.
Liebe Grüße,
Waldelfe  _________________ Geduld ist der halbe Weg. |
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Anni2009
Anmeldedatum: 13.10.2009 Beiträge: 195 Wohnort: Ulm
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Verfasst am: 04.11.2009, 07:35 Titel: |
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Ja liebe Waldelfe, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Von Natur aus Optimist und seit jeher mit geringen Ansprüchen habe ich in meiner Fastenzeit letzte Woche wieder gemerkt, mit wie wenig man doch auskommen kann, wie eine einzelne Traube lange im Mund gelassen doch Glücksgefühle hervorruft und drei Trauben eine komplette "Mahlzeit" sein können.
So habe ich vor Jahren meine Prioritäten geändert: am wichtigsten sind mir nun Familie und meine herzensguten Freunde. Meine Arbeit habe ich nicht nach meinem Studium gewählt sondern mache etwas ganz anderes, was ich als Beruf und Berufung ansehe.
Ich gehe sehr früh ins Bett und stehe sehr bald auf und freue mich, wenn ich gute Luft atmen und singen kann.
Mein Leben hat sich völlig geändert. Früher reiner Kopfmensch mit großer Ungeduld bin ich heute um jede Begegnung mit anderen Menschen dankbar und sehe sie als Bereicherung meines Lebens an. Der geistige Austausch und die Gespräche haben mich beflügelt, so wie auch hier Deine/eure Beiträge.
Vielen Dank für alles.
Liebe Grüße
Anni |
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Duriano

Anmeldedatum: 31.07.2009 Beiträge: 1204
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Verfasst am: 04.11.2009, 07:51 Titel: |
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Och schade liebe Waldelfe,
| Zitat: |
| als 80-jähriger macht Cornaro sich über 60-jährige Tattergreise lustig, |
...bis ich 80 bin ist es ja noch so weit hin, aber lachen kann ich auch schon wieder
Liebe Grüße
Duriano _________________ 53° N
(noch etwas) roh seit Juni/2009 |
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sapotille
Anmeldedatum: 16.07.2009 Beiträge: 615 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 04.11.2009, 09:23 Titel: Re: Seelenhygiene und massvolles Leben |
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| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
Er ging regelmässig mit den Hühnern zu Bett und stand mit den Vögeln auf, machte täglich lange Spaziergänge, enthielt sich loser Weiber, nippte höchstens an Feiertagen am Wein, hielt mehrmals am Tag Zwiesprache mit seinem Herrgott, aß viel frisches Gemüse und keine fetten Speisen, verbannte düstere Gedanken und erfreute sich an der Schönheit der Natur. Er sang und lachte gerne, erfreute sich an schöner Literatur und Kunst und versuchte seine Empfindungen in erlesene Worte zu fassen.
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sooo einfach ist das und soooo schön
Vielen Dank liebe Waldelfe. Ein sehr berührender, schöner Beitrag.
Ich kann diese Dinge nicht oft genug hören und lesen......
Ingrid  _________________ Gehe nie einen Weg, als gäbe es nur den einen. Damit du nie an einen Punkt kommst, an dem nur eine einzige Reaktion möglich ist. Der Weg allein ist schon eine Begrenzung ..... |
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exciplex Gast
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Verfasst am: 04.11.2009, 13:32 Titel: |
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die seele ist unveränderlich - und damit kann sie nicht erkranken oder schaden nehmen. schade, dass viele einfach überhaupt nicht wissen, was die seele wirklich ist und sie von daher mit geist oder falschem ego verwechseln  |
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Waldelfe

Anmeldedatum: 30.12.2007 Beiträge: 963 Wohnort: auf der Frühlingswiese
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Verfasst am: 04.11.2009, 14:09 Titel: |
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Hallo exciplex,
ich denke, der Körper und die Seele sind sterblich,
nur der Geist ist unsterblich, ist göttlich und für ewig.
Die Seele ist die sterbliche Hülle des Geistes, Sitz der Emotionen, und ermöglicht dem Geist sich auf astraler Ebene zu betätigen.
In der Hermetik glauben wir, dass eine Seele verletzt, beschädigt, verwirrt und auch geteilt werden kann.
Ich glaub, darüber kann man nicht gut diskutieren, weil in jedem System was anderes geglaubt wird - und jeder muss mit seinem Glauben selig werden.
LG Waldelfe  _________________ Geduld ist der halbe Weg. |
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exciplex Gast
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Verfasst am: 04.11.2009, 14:56 Titel: |
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| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
ich denke, der Körper und die Seele sind sterblich,
nur der Geist ist unsterblich, ist göttlich und für ewig. |
was wir glauben, ist der realität aber völlig egal - die wahrheit ist die wahrheit. und die wird sogar von gott persönlich verkündet (z.b. in der bhagavad-gita oder auch dem srimad bhagavatam). das ist kein großes geheimnis. yoga ist eine wissenschaft; wenn du nichts davon verstehst, nun gut, aber dann solltest du vielleicht das wissen von leuten annehmen, die darüber im bilde sind. dazu ist dies ja auch ein forum und dazu tauscht man sich generell mit anderen leuten aus - eben weil man auch versteht, nicht alles selbst besser zu wissen. es gibt einen guten vortrag darüber (von der unfähigkeit heutzutage zu kooperieren - weil die falschen egos so stark aufgebaut sind).
im übrigen sind das sogar ausbildungsinhalte meines berufes - aufbau der grob- und feinstofflichen körper, die sich um die unveränderbare seele herum anordnen. mit der wissenschaft von gott (bhakti-yoga) alles nachvollziehbar (praktisch und theoretisch). ich versuche ja auch nicht einem fliesenleger zu erklären, wie man die fliesen legt (weil ich gar kein fliesenleger bin).
die seele ist atomisch klein und von spiritueller natur - damit ewig, glückselig und wissend sowie unverändlich, unsterblich, ungeboren. um sie herum ordnen sich dann die verschiedenen bedeckungen in form grob- und feinstofflicher körper folgendermaßen (vom feinen ins grobe) an: falsches ego - intelligenz - geist - äther - luft - feuer - wasser - erde. diese bedeckungen bestehen aus materieller (und damit ständig veränderlicher) energie - sind also sterblich. wir als person (seele) sind unsterblich und unsere untrennbaren wesenseigenschaften wie dienertum und aktivität sind unauslöschlich. im sanskrit bedeutet atma (das selbst, die seele) das gleiche wie atom: unteilbar.
spirituelle energie ("anti-materie") ist im buch "jenseits von zeit und raum" übrigens sehr gut erklärt, sie ist sogar mit der beschnittenen materiellen pseudowissenschaft nachgewiesen (dafür gab es einen nobelpreis).
wir sind nicht ein körper, der eine seele hat, sondern eine seele (=ein lebewesen), das derzeit einen menschlichen körper zur verfügung hat. oder man könnte auch sagen, etwas negativ, aber durchaus treffend ausgedrückt, der die krankheit mensch hat.
http://vishnupedia.org/wiki/index.php?title=Atma
http://vishnupedia.org/wiki/index.php?title=Feinstofflicher_K%C3%B6rper |
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Waldelfe

Anmeldedatum: 30.12.2007 Beiträge: 963 Wohnort: auf der Frühlingswiese
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Verfasst am: 04.11.2009, 16:47 Titel: |
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Liebe exciplex,
selbstverständlich hast du recht!! So wie es in der Bhagavad-gita oder auch dem Srimad bhagavatam steht.
Gott hat uns den freien Willen gegeben - und mit eben diesem freien Willen habe ich mich entschlossen, das zu glauben was die Hermetik und der Sufismus sagen. Wobei letzterer sagt, dass es keine einzige Wahrheit gibt, sondern unendlich viele. Hermetik ist auch eine Geistes-Wissenschaft.
Aber im Grunde ist es nicht wichtig, welcher Geisteshaltung oder Religion man angehört. Es sind alles nur Hilfen für uns und man gelangt auch sehr gut ganz ohne sie ins Himmelreich.
Wenn wir mal ins Jenseits gehen, wird uns niemand mehr danach fragen, ob wir dieser oder jener Religion angehört haben - und ob wir alle Glaubenssätze ganz genau geglaubt haben,... Die einzig wichtige Frage wird danach sein, wieviel wir in diesem Leben auf Erden geliebt haben.
Liebe Grüße,
Waldelfe  _________________ Geduld ist der halbe Weg. |
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exciplex Gast
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Verfasst am: 04.11.2009, 20:35 Titel: |
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der geist glaubt eben vieles, was er so glauben will. ich bin der ansicht, man sollte die dinge bis auf den grund hinterfragen (und vor allem, woher das wissen kommt und ob und wie es praktisch überprüfbar ist). dazu kann ich auch immer den artikel "glaube oder wissen" empfehlen, den ich bereits gepostet habe.
gott selbst sagt: gib alle arten von religion auf und ergib dich einfach mir.
das bezieht sich auf menschengemachte religion. die grundsätze jeder religion sind allerdings (ursprünglich) gleich, und um diese unabänderlichen grundsätze geht es (z.b nicht töten etc.). diese gesetze werden von gott gemacht und man kann sich daran halten oder nicht. da diese wahrheit aus absoluter quelle kommt, ist sie ebenso absolut. gott ist nicht relativ, er befindet sich jenseits aller relativen wahrheiten und betrachtungsweisen. entweder man will die wahrheit wissen oder man biegt sich einfach irgendwas zurecht, wie der launenhafte geist es gerade so haben will.
die vedischen schriften sind die "gebrauchsanleitung" fürs menschliche leben und in ihrem wissen und anweisungen sehr klar. dort wird auch sehr genau erklärt, wer und was das lebewesen ist, wer gott ist, was der körper ist, was der geist ist und wie und warum dieser so schwer zu beherrschen ist und was wir tun und lassen sollten und warum.
letztlich gibt es auch nur eine religion (religare = zurückverbinden mit gott; yoga = der weg zu gott): liebe zu gott. jede religion ist so gut, wie sie eben das lehrt. um jemanden lieben zu lernen, müssen wir ihn kennenlernen. das bieten die veden in größter breite und tiefe - und sind damit einzigartig.
nur durch reine liebe zu gott kommt man ins himmelreich wie du es nennst. die spirituelle welt ist aus besagter "anti-materie", höherer energie (ebenso wie die seelen im materiellen körper mit geist, ego etc.).
echte liebe bezieht sich immer auf die ursprüngliche person, die quelle, aus der alles stammt (gott); hier wird liebe gerne mit anhaftung verwechselt. wer wirklich liebt, der liebt gott (und das schließt dann automatisch alle anderen lebewesen mit ein). wir sind hier, um diese liebe verstehen zu lernen. wie man eintritt in gottes königreich bekommt, wird auch genau beschrieben. und wer dann dort hinkommt, entscheidet letztlich auch nur einer allein. und vor dem können wir uns nicht mal einen moment verstecken.
solange wir noch karma (noch nicht erfolgte reaktionen auf vergangene handlungen) haben, müssen wir jedenfalls immer weitere materielle körper annehmen. frei davon können wir nur werden, wenn wir bereits hier so handeln, wie das alle in der spirituellen welt tun.
waldelfe, du sagst, hermetik sei eine geisteswissenschaft. der geist ist aber nun mal materiell (und damit auch relativ sowie von niederer energie und nicht wirklich zur person gehörend). (bhakti-)yoga aber ist die wissenschaft von gott und der entwicklung der liebe zu ihm, damit spirituell, bezieht sich direkt auf uns als personen sowie auf gott und unsere (verschüttete) beziehung zu ihm.
hier noch grafiken zum besseren verständnis, wo sich geist und seele befinden
http://www.yogoer.com/images/blog/KundalinicareKoshas.gif
http://www.bhakti-yoga-meditation.com/image-files/pancha-kosha.jpg
der kreis in der mitte ist nur die person (seele, atma); die hüllen darum sind materielle bedeckungen, weil wir uns aufgrund falscher ansichten (wie uns z.b. für den körper zu halten oder denken, etwas zu besitzen) damit identifizieren. |
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Waldelfe

Anmeldedatum: 30.12.2007 Beiträge: 963 Wohnort: auf der Frühlingswiese
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Verfasst am: 05.11.2009, 05:37 Titel: |
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Hallo exciplex,
sehr schön hast du das alles erklärt und ich stimme auch in Vielem mit dir überein, besonders was die Liebe betrifft.
Sie ist es, was mich am Sufismus, dieser uralten Weisheitslehre, so fasziniert, diese gewaltig große Liebe zu Gott, sich Gott zu nähern und später mal ganz mit ihm zu verschmelzen, ihn ihm aufzugehen. Die Vervollkommnung anzustreben. Zu empfinden, dass Gott in mir ist und gleichzeitig in allen Menschen und allen Geschöpfen. Unsere Aufgabe ist es Gott zu lieben und ihm zu dienen. So einfach ist es.
Liebe Grüße,
Waldelfe  _________________ Geduld ist der halbe Weg. |
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exciplex Gast
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Verfasst am: 05.11.2009, 11:37 Titel: |
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hallo Waldelfe,
ein verschmelzen mit gott gibt es so gesehen nicht; die seele behält unter allen umständen ihre individualität bei. ein "verschmelzen" wäre spiritueller selbstmord und damit alles andere als wünschenswert und auch nicht möglich. wir aber leben schon immer und werden das auch für immer tun (genau wie gott selbst).
jnanis (intellektuelle spekulanten) streben manchmal danach, in die unpersönliche ausstrahlung des herrn (brahmajyoti) einzugehen; hier erfährt die seele sad (ewigkeit) und cit (wissen) - eins fehlt jedoch: ananda (freude). daher wird gesagt, dass aufgrund der eigenschaft der seelen, auch aktiv zu sein, die seele irgendwann wieder den wunsch entwickelt, zu handeln und dann das brahmajyoti wieder verlässt. wer jedoch einmal in der spirituellen welt ist, kehrt nie wieder zurück. es gibt nichts darüber - hier hat man mit gott persönlich gemeinschaft.
gott hat sich in viele "geteilt", um liebevollen austausch mit jedem lebewesen zu genießen. alleine kann man schlecht genießen; das wäre auch keine liebe, sondern egoismus ;)
die seelen sind auf ewig "abgeteilt" und haben eine eigene persönlichkeit, einen freien willen - und sind damit auch verschieden von ihm; eigenschaftsmäßig (qualitativ) allerdings gleich (sat-cit-ananda) - der große unterschied liegt in der quantität: gott ist unbegrenzt groß, wir sind winzig klein und begrenzt. jeder hat eine eigene persönlichkeit.
obwohl sich alles in gott befindet und alles aus ihm hervorgeht, wird er dennoch nicht weniger; das ist die eigenschaft der spirituellen, höheren energie (auch in der wissenschaft als anti-materie bezeichnet und von völlig gegensätzlichen eigenschaften wie materie). er ist personifizierte liebe (hinter jeder energie steht eine person) und beinhaltet damit alles andere - liebe ist das höchste prinzip. liebe beinhaltet auch die freiwilligkeit, jemanden zu lieben oder sich eben abzuwenden. die materielle welt ist daher für diejenigen, die sich abgewandt haben von gott; nicht mehr ihm, sondern sich selbst dienen wollten. doch er ist so barmherzig, dass wir jederzeit unsere (fehl)entscheidung revidieren können und unsere ursprüngliche position als gottes liebende diener wieder einnehmen können. das können wir sogar schon hier, während wir uns noch in der materiellen welt befinden (menschen, die das 24 std. am tag tun, werden dann als heilige bezeichnet).
du hast recht, gott ist in jedem (als überseelenaspekt). er besteht in 3 aspekten; äußere energie (brahman), überseele in jedem lebewesen (neben der individuellen seele) und jedem atom (paramatma) und dann in seinem höchsten, persönlichen aspekt. dieses gleichzeitige eins- und verschiedensein sowie der persönliche aspekt sind schwierig zu verstehen. die erkenntnis von gott als person schließt alle anderen aspekte mit ein und ist das ziel aller veden, vedanta (das ende aller vedischen schlussfolgerungen).
das vedische wissen kommt durch lückenlose schülernachfolge autoritativ herab und geht auf die höchste person selbst zurück. es wird unverändert weitergegeben.
wenn es so einfach wäre, gott zu dienen und zu lieben, würde es nicht so umfassende schriften geben, die sich mit dem thema befassen. weiterhin erscheint gott ja selbst (dies wird auch in den veden vorhergesagt; auch das aussehen und taten werden vorher beschrieben), immer wenn religion verfällt um die grundsätze wieder neu zu verkünden. wir können eben uns nicht einfach irgendwas nach unserem eigenen gutdünken ausdenken; wissen über gott kann nur von gott selbst kommen - alles andere wäre mentale spekulation und damit fehlerhaft sowie unvollständig, da unsere sinne wie auch unsere wahrnehmung nun mal begrenzt sind und wir nicht jenseits dieser welt schauen können (siehe artikel glaube oder wissen). das hat was mit demut und vertrauen zu tun. mit egoismus ("ich finde meinen weg allein" oder "jeder muss seinen eigenen weg finden") können wir nicht zu gott finden - das wissen wird uns weitergegeben und ist ein geschenk. wir sind auf hilfe angewiesen. wie die wirklichkeit ist, bestimmen ja nicht wir; wir können sie nur entweder annehmen oder uns weiterhin selbst belügen. das wissen ist ja alles da, wir brauchen es nur nehmen. niemand kann oder braucht religion erfinden.
und um gott zu lieben müssen wir ihn wie schon erwähnt kennenlernen - ansonsten ist es unmöglich. das geht auch nicht von jetzt auf gleich, sondern ist ein prozess. dazu müssen wir auch unser herz von negativen eigenschaften wie anhaftung, neid, gier, zorn, hass, arroganz, lust etc. (diese entstehen automatisch durch den kontakt mit der materie) reinigen - der denkbar einfache und praktische vorgang dafür ist das chanten des maha mantra. sich nur zu seinen sünden zu bekennen, reicht nicht aus, man muss geläutert werden. es ist toll, zu sehen, wie sich die menschen von ihren bedeckungen langsam reinigen und so sich selbst immer näher kommen; sie entwickeln nach und nach ebenfalls göttliche eigenschaften und sind unglaublich angenehm im umgang.
hier habe ich noch über die anti-materie was gefunden: http://www.harekrsna.de/artikel/jenseits-raum-zeit.htm |
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Rawboy Gast
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Verfasst am: 05.11.2009, 12:33 Titel: |
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| exciplex hat Folgendes geschrieben: |
| wir sind hier, um diese liebe verstehen zu lernen. |
Und das nennst Du dann Krankheit?
| exciplex hat Folgendes geschrieben: |
| wir sind nicht ein körper, der eine seele hat, sondern eine seele (=ein lebewesen), das derzeit einen menschlichen körper zur verfügung hat. oder man könnte auch sagen, etwas negativ, aber durchaus treffend ausgedrückt, der die krankheit mensch hat. |
diese Vorstellung einer Antimaterie hat nichts mit dem, was man in der Physik als Antimaterie bezeichnet, zu tun.
Antimaterie kann man herstellen, sie hat eine endliche positive Masse (und damit Energie) und entsteht andauernd zusammen mit Materie um uns herum, um dann sofort wieder zu zerfallen.
pyhsikalische Materie, Antimaterie und auch Energie sind alle stofflich und haben nichts mit einer nichtstofflichen Welt zu tun. |
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Waldelfe

Anmeldedatum: 30.12.2007 Beiträge: 963 Wohnort: auf der Frühlingswiese
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Verfasst am: 05.11.2009, 14:08 Titel: |
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Hallo exciplex,
das mit dem Verschmelzen mit Gott darf man nicht wörtlich nehmen – ist nur ein Ausdruck und bedeutet sich mit Gott zu verbinden, seine Nähe u. Liebe ganz stark zu spüren, ihn und das Universum zu verstehen. Das ist der Zustand, wenn die Sufis in Trance fallen und tanzen,… Ich hab’s noch nicht erlebt und kann es daher nicht aus eigener Erfahrung beschreiben. Aber die Seele behält natürlich ihre Individualität bei und dieser Trance-Zustand dauert auch nicht ewig. Doch man kann ihn immer wieder herstellen.
Dafür haben wir auch Mantren, den Dhikr – das ständige Gottesgedenken und das Rezitieren der Gottesnamen und vieles mehr,….
Glaubst du nicht an die Reinkarnation? Weil du meinst, jemand der einmal in der spirituellen Welt ist, kehrt nie wieder zurück.
In der Hermetik jedenfalls glauben wir an die Reinkarnation und auch viele Sufis glauben daran.
Heilige Schriften, Bücher,… sind sehr nützlich und gut. Aber ich muss sagen, dass ich nicht 100%ig daran glaube, weder an die Bibel noch an den Koran oder,… Im Laufe der Jahrhunderte wurde da so viel verändert, weggelassen, umgeschrieben,…. Wahrscheinlich ist das bei den Veden nicht so. Darüber weiß ich nicht Bescheid.
Auch bin ich überzeugt, dass ein ganz armer, ungebildeter Mensch, der nicht mal lesen kann, der sich aber in seinem Leben sehr liebevoll seinen Mitmenschen widmet – durchaus genauso weit kommen kann wie ein hoher geistlicher Gelehrter. Warum ich dann überhaupt bei Hermetik und Sufismus dabei bin? Weil mich das Spirituelle, das Magische daran sehr fasziniert. Im Sufismus gibt es kein Heiliges Buch (außer dem Koran), alles Wissen wird immer nur mündlich vom Lehrer auf den Schüler weitergegeben und dabei sind einige Sachen, die geheim bleiben sollen. Bei allen Heiligen Büchern nehme ich mir vor allem die Grundaussage heraus, und die lautet: „Liebe Gott und liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.
Ich finde nicht, dass es Egoismus ist, wenn jemand alleine zu Gott finden will – warum nicht? Viele Wege führen zu Gott!! „Jeder muss seinen eigenen Weg finden“ das ist auch meine Meinung. Es gibt so viele Wege und so viele Wahrheiten wie es Menschen gibt. Sonst hätten wir doch nicht den freien Willen, wenn Gott wollte, dass wir alle nur auf einem einzigen Weg die Seligkeit erlangen können.
Dass es immer gut ist Hilfe anzunehmen, stimmt, deshalb haben wir auch einen Sufi-Lehrer, der alles vor uns genauso erlernt und durchgemacht hat und der das uralte Wissen mitgeteilt bekommen hat und es nun an uns weitergibt. Aber es geht dabei nicht nur um dieses Wissen, das von Herz zu Herz übermittelt wird, sondern der Lehrer ist wie ein Vater und bester Freund, der uns begleitet und ständig auf diesem schweren Weg weiterhilft. Das ist eine sehr innige menschliche Verbindung, gleichzeitig ist er aber auch eine Respektsperson, und gibt uns schwere Aufgaben, sehr schwere Prüfungen und Tadel,… damit wir lernen geduldig, demütig,….. zu sein. Daher ist es natürlich immer von Vorteil solch einen Lehrer zu haben.
Du sprichst die Reinigung an – da gebe ich dir völlig recht. Das ist ungeheuer wichtig! Da haben wir z.B. die tägliche rituelle Waschung. Nicht nur erkennen soll man seine Fehler, sondern man muss sich von ihnen trennen, sich reinigen. Im Sufismus sagt man, der Mensch ist mit sehr vielen Schleiern bedeckt und er muss sie alle abnehmen, um zu seinem göttlichen Inneren zu gelangen. Da meint man auch, man muss seine Fehler und Sünden ablegen.
Mein Lehrer drückt es immer so aus: Ich bin jetzt noch ein Roh-Diamant. Ich muss jahrelang bearbeitet, behauen werden, damit alles Unreine, Schlechte von mir entfernt wird. Eines Tages dann, werde ich aber erstrahlen wie ein glänzender, schöner Brilliant.
Danke für den Link über „Jenseits von Zeit und Raum“ – interessant.
Liebe Grüße,
Waldelfe _________________ Geduld ist der halbe Weg. |
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exciplex Gast
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Verfasst am: 06.11.2009, 11:14 Titel: |
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hallo Waldelfe,
ich habe mich jetzt über den sufismus belesen und muss sagen, dass er ja mit dem bhakti yoga nahezu identisch ist!
auch die bhaktas tanzen viel und die musik allgemein spielt natürlich eine große rolle - ist sie doch das bindeglied zwischen spiritueller und materieller welt und wirkt stark öffnend auf das herz! im herzen sitzt ja auch die seele.
| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
| Glaubst du nicht an die Reinkarnation? Weil du meinst, jemand der einmal in der spirituellen Welt ist, kehrt nie wieder zurück. |
doch, natürlich. alles andere wäre völlig unlogisch und macht auch wenig sinn ;)
eine seele ist gezwungen, solange sie noch karma (auswirkungen materieller taten) hat, immer wieder materielle körper anzunehmen. wenn wir aber gelernt haben, vollkommen spirituell (also zur freude gottes) zu handeln, können wir am ende des lebens in die spirituelle welt eintreten. dort erhalten wir dann unseren eigentlichen, ewigen, spirituellen körper und brauchen nie mehr zurückkehren, da dort alles ewig und leidfrei ist.
| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
| Heilige Schriften, Bücher,… sind sehr nützlich und gut. Aber ich muss sagen, dass ich nicht 100%ig daran glaube, weder an die Bibel noch an den Koran oder,… Im Laufe der Jahrhunderte wurde da so viel verändert, weggelassen, umgeschrieben,…. Wahrscheinlich ist das bei den Veden nicht so. Darüber weiß ich nicht Bescheid. |
genau, das ist leider echt ein problem. die menschen haben die religion genommen und nach ihren materialistischen zielen umgemünzt, verändert, missbraucht. daher weise ich immer darauf hin, dass das vedische wissen durch autorisierte schülernachfolge herabkommt und garantiert unverändert ist. weiterhin unterscheiden sich die veden für mich so grundlegend von anderen "heiligen schriften" dahingehend, dass das geschrieben nicht ausgelegt werden kann und irgendwie "hochtrabend" oder geschwollen unklar geschrieben ist. dort wird einfach klartext gesprochen. weiterhin kommt gott ja immer persönlich wenn religion verfällt und verkündet die veden neu (so z.b. mit der bhagavad-gita vor 5000 jahren). vedisches wissen ist zeitlos, es hat keinen anfang. es ist immer gültig.
| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
| Auch bin ich überzeugt, dass ein ganz armer, ungebildeter Mensch, der nicht mal lesen kann, der sich aber in seinem Leben sehr liebevoll seinen Mitmenschen widmet – durchaus genauso weit kommen kann wie ein hoher geistlicher Gelehrter. |
weiter!
da gibt es z.b. die geschichte von der prostituierten, die sich jesus ergeben hat. die pharisäer (schriftgelehrten) wurden ganz böse; doch jesus sagte: diese frau erreicht gott viel eher als ihr!
oder des mannes, der, obwohl er nicht lesen konnte, immer versuchte, die bhagavad-gita zu lesen. die anderen machten sich über ihn lustig, doch immer wenn er die gita aufschlug, sah er krishna direkt auf dem schlachtfeld zu arjuna sprechen. und so sagte sri caitanya zu ihm: du hast die bhagavad-gita wirklich gelesen!
| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
| Bei allen Heiligen Büchern nehme ich mir vor allem die Grundaussage heraus, und die lautet: „Liebe Gott und liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. |
das ist sicher gut; doch das ist "einfach so" nur durch vornehmen schwer zu erreichen. es muss eine praktische methode, wie man dies umsetzen kann, vorgeschlagen werden. das tun z.b. die veden, indem gesagt wird, was krishna von uns möchte und wie wir ihm dienen können und wie auch insb. unser herz gereinigt wird, so dass wir zur echten liebe langsam fähig werden.
| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
| Ich finde nicht, dass es Egoismus ist, wenn jemand alleine zu Gott finden will – warum nicht? Viele Wege führen zu Gott!! |
"allein" bedeutet "ich brauche die anderen nicht". doch man braucht die anderen. anderenfalls hätte gott jeden einzelnen von uns alleine in ein eigenes materielles universum setzen können. ich habe ja bereits gesagt, dass das wissen herabgereicht wird. das geschieht durch andere personen. man kann allein niemals zu gott finden.
und gott sagt selbst: ich bin nur durch hingabe zu verstehen.
das bedeutet, es gibt sehr wohl nur einen weg zu gott. schriftliche gelehrsamkeit ist eine sache; doch nicht notwendig wie oben schon erläutert!
dass sich letztlich aber dennoch jeder auf einem weg befindet (weil etwas anderes auch technisch/philosophisch in letzter instanz nicht mögllich ist), sollte klar sein.
| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
| Es gibt so viele Wege und so viele Wahrheiten wie es Menschen gibt. |
es geht dabei ja nicht um relative wahrheiten, sondern um die absolute wahrheit. und die ist nicht zwei oder viele, sondern eine.
im klartext; wir verstehen, dass wir uns nicht etwas hinbiegen können, sondern dass wir gott verstehen wollen wie er ist und damit auch die wirk-lichkeit und das warum um schließlich danach zu handeln. das bedeutet demut.
| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
| Dass es immer gut ist Hilfe anzunehmen, stimmt, deshalb haben wir auch einen Sufi-Lehrer, der alles vor uns genauso erlernt und durchgemacht hat und der das uralte Wissen mitgeteilt bekommen hat und es nun an uns weitergibt. Aber es geht dabei nicht nur um dieses Wissen, das von Herz zu Herz übermittelt wird, sondern der Lehrer ist wie ein Vater und bester Freund, der uns begleitet und ständig auf diesem schweren Weg weiterhilft. Das ist eine sehr innige menschliche Verbindung, gleichzeitig ist er aber auch eine Respektsperson, und gibt uns schwere Aufgaben, sehr schwere Prüfungen und Tadel,… damit wir lernen geduldig, demütig,….. zu sein. Daher ist es natürlich immer von Vorteil solch einen Lehrer zu haben. |
unbedingt! auch im yoga sollte man irgendwann einen spirituellen meister richtig annehmen und etwas später von ihm eingeweiht werden. ohne guru ist es nicht möglich. auch maria magdalena hat sich jesus ergeben. jesus sagte beispielsweise: ihr kommt zu gott nur durch mich! das bedeutet nicht, dass wir ohne jesus nicht zu gott kommen; das bedeutet, dass wir ohne spirituellen lehrer nicht zu gott kommen.
| Waldelfe hat Folgendes geschrieben: |
Mein Lehrer drückt es immer so aus: Ich bin jetzt noch ein Roh-Diamant. Ich muss jahrelang bearbeitet, behauen werden, damit alles Unreine, Schlechte von mir entfernt wird. Eines Tages dann, werde ich aber erstrahlen wie ein glänzender, schöner Brilliant. |
das ist ein schöner vergleich, den ich in ähnlicher form auch von einem sehr fortgeschrittenen bhakta kürzlich hörte: wir sind alle diamanten in einem stück kohle in einem sack, und durch reibung aneinander (umgang) ist irgendwann die schwarze kohle von uns allen verschwunden! |
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tiger_sr_373

Anmeldedatum: 31.12.2006 Beiträge: 1034 Wohnort: Gaia
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Verfasst am: 06.11.2009, 15:11 Titel: |
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| exciplex hat Folgendes geschrieben: |
| unbedingt! auch im yoga sollte man irgendwann einen spirituellen meister richtig annehmen und etwas später von ihm eingeweiht werden. ohne guru ist es nicht möglich. auch maria magdalena hat sich jesus ergeben. jesus sagte beispielsweise: ihr kommt zu gott nur durch mich! das bedeutet nicht, dass wir ohne jesus nicht zu gott kommen; das bedeutet, dass wir ohne spirituellen lehrer nicht zu gott kommen. |
Haribol,
der satz von jesus hat eine andere bedeutung:
| Zitat: |
Der Weg, die Wahrheit und das Leben
Jesus sagt, er sei der Weg, die Wahrheit und das Leben und niemand komme zum Vater außer durch ihn. Warum? Weil Jesus vom Vater kommt und den Weg zum Vater weist.
Der springende Punkt hierbei ist die Frage: Was bedeutet „durch mich“? Gott sei Dank beantwortet Jesus diese Frage selbst: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Weisungen befolgen … Wer meine Weisungen annimmt und sie befolgt, der liebt mich wirklich … Wer mich liebt, der wird sich nach meinem Wort richten; dann wird ihn auch mein Vater lieben, wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.“ (Joh 14,15;21;23)
Der einzige Weg, der zu Gott führt, ist also der Weg, den Jesus weist, und diesen Weg geht man, wenn man seinen Anweisungen folgt. Was die höchste Anweisung ist, die alle anderen Anweisungen in sich enthält, hat Jesus ebenfalls deutlich gesagt: „Liebe Gott, deinen Vater, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit all deinen Gedanken! Dies ist das größte und wichtigste Gebot. Das zweite ist gleich wichtig: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! In diesen beiden Geboten ist alles zusammengefasst, was das Gesetz und die Propheten fordern.“ (Mt 22,37–40, Mk 12,28–31, Lk 10,25–28)
Wer sich dieses zentrale Gebot zu Herzen nimmt und danach lebt, erfüllt Jesu höchsten, ja einzigen Wunsch und zeigt dadurch, daß er/sie Jesus wahrhaftig liebt. |
Quelle:
http://www.armin-risi.ch/Artikel/Vedisch/Der_erstgeborene_Sohn_Gottes.html
| Zitat: |
Das Tor ist offen
Die obigen Ausführungen über Jesu Identität beruhen auf dem Zeugnis Jesu, der Propheten und der Apostel. Sie werden auch von späteren Neuoffenbarungen bestätigt. Dennoch sind sie in dieser „interreligiösen“ Konsequenz nur hypothetisch, so wie jede Theologie. Unbestreitbar jedoch ist, daß Jesus entsprechend dem Willen und dem Auftrag Gottes eine Tür geöffnet hat, die den Menschen hohe und höchste Ziele erschließt: „Ich habe euch eine Tür geöffnet, die keiner mehr zuschließen kann.“ (Offb 3,8)
Die Öffnung dieses Tores zurück in das Reich Gottes, die spirituelle Welt, begann – aus vedischer Sicht – bereits vor dem Beginn des gegenwärtigen Zeitalters der Dunkelheit (Kaliyuga), hauptsächlich durch das Erscheinen Krsnas, wodurch sich Gott und die Gottesworte (Bhagavad-Gita, wörtlich „Gottes Gesang“) neu offenbarten. Innerhalb des Kaliyugas wurde die Menschheit in allen Erdteilen von verschiedensten Gottgesandten für die endgültigen Schritte zurück zu Gott vorbereitet, insbesondere durch den Gottessohn Jesus, der die Umkehr aus der dichtesten Materie einleitete und begleitete, bis zum heutigen Tag und bis hin zum „jüngsten“ Tag. |
Ich galube daher nicht, dass es unbedingt notwendig ist, einen spirituellen meister (rabbi/guru) zu haben, um zu gott zu kommen.
Aber sicherlich ist es förderlich.
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http://www.spirit-artworks.de/downloads/JesusKrishna.jpg
Liebe Grüße,
Tiger  _________________ (Bin im Forum nicht mehr aktiv.) |
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