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samadhi
Anmeldedatum: 18.11.2009 Beiträge: 79 Wohnort: bei Stuttgart
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Verfasst am: 04.10.2010, 20:28 Titel: “The 80-10-10 Diet“ Selbstversuch |
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Hi,
Im Moment komme ich wenig zum Schreiben aber ich muss es jetzt doch mal festhalten solange ich es noch genau in Erinnerung habe.
Anfang August habe ich meine Ernährung versuchsweise auf "low fat" umgestellt.
Davor:
Ernährung:
Seit 7 Jahren vegane Rohkost, seit ca. 3 Jahren mit relativ hohem Fettanteil
2 Mahlzeiten pro Tag
Mittags: Obst
Abends: Gemüse, Fette (Avocados, Oliven, Safus, Kokosnüsse) und Keimlinge
Seit 9 Monaten 2 mal pro Woche B12
Pro Tag ca. 3000kcal - KH: ca. 55%, F: ca. 35%, P: ca. 10%
Körper:
61 kg, 169cm, 17 – 18% Körperfett
Training:
täglich 30 min Übungen wie Sit-ups, Liegestützen, etc.
täglich 2 Stunden Yoga-Asanas (fortgeschritten - anstrengend)
3 mal pro Woche 45min Spinning-Bike
ca. 10 Stunden pro Woche zum teil anstrengende Gartenarbeit
Grund für die Umstellung war, dass ich zunehmend leichte Probleme bei der Verdauung von Kohlenhydraten hatte. Dies war sehr deutlich bei Kürbis (Hokaido) und Zucchini aber auch bei den meisten stärkehaltigen Wurzelgemüsen wahrnehmbar. Die Probleme gingen bis hin zu Bauchkrämpfen (kann nicht genau saugen ob Magen oder Darm) aber auch Ziehen in den Gelenken und die Haut war auch nicht mehr so toll. Die Zuckerverdauung (Obst) war allerdings kein Problem. Mit meinen Trainingsleistungen war ich eigentlich zufrieden obwohl ich die Top-Werte von vor 8-9 Jahren bei Getreide betonter fettarmer Kochkost mit hohem Rohkostanteil bei weitem nicht ereichte.
Zum Zeitpunkt der Umstellung war ich noch überhaupt nicht auf 80-10-10 festgelegt. Ganz im Gegenteil kam mir diese Form der Ernährung sogar eher extrem vor.
Ich entschied mich zuerst 4 Tage nur Obst zu essen, was bisher immer gut war um den Körper erst einmal wieder sauber zu bekommen und dann auf Problemsuche gehen zu können indem ich nach und nach einzelne Nahrungsmittel wieder hinzunehme. Bereits nach diesen 4 Tagen 100% Obst fühlte ich mich so viel besser, dass ich mich fragte, ob in meiner bisherigen Ernähung ein grundlegender Fehler sein könnte. Da der Anteil der fetthaltigen Nahrungsmittel bei mir in den letzten 3 Jahren stark zugenommen hat und sich die Beeinträchtigungen meines körperlichen Befinden in selbigem Zeitraum nach und nach einstellten lag die Vermutung nahe, dass es etwas mit dem hohen Fettanteil zu tun haben muss.
Ich entschied mich erst einmal ohne Fette zu testen und musste feststellen, dass meine Probleme mit Stärkehaltigem bereits deutlich besser waren, mit Kürbis und Zucchini, hatte ich allerdings immer noch leichte Beschwerden und am nächsten Tag auch Mitesser. So testete ich noch weitere 2 Wochen und meine Vermutung wurde auch zusätzlich durch deutliche Leistungssteigerungen beim Training bestätigt. Nachdem ich seit 5 Jahren keine Rohkostbücher mehr gelesen hatte bestellte ich mir “The 80-10-10 Diet“ und hatte es auch 2 Tage nach dem Eintreffen bereits durch. Grahams Theorien gegen über war ich zuerst skeptisch. Weiteres Experimentierten räumte die Zweifel allerdings nach und nach aus.
Nach 4 Wochen nahm ich dann auch Haselnüsse und Walnüsse in meine Ernährung auf, allerdings in kleinen Mengen (10-20g) und nur 1-2 mal pro Woche.
In der 5. Woche setze bei mir eine starke Verschleimung ein, die eine ganze Woche lang anhielt und noch eine weitere Woche deutlich abgeschwächt weiter ging. Andere Symptome hatte ich allerdings nicht und war trotzdem körperlich deutlich leistungsfähiger als irgendwann in den letzten 3 Jahren.
Nach dem ich in den ersten 3 Wochen etwa 3 kg Körpergewicht verloren habe scheint sich mein Gewicht jetzt bei 56-57kg zu stabilisieren. Der Körperfettanteil ist jedoch immer noch am abnehmen, allerdings nimmt der Muskelanteil in gleichem Maß zu. Momentan bin ich bei 56,9kg - 14,1% Fett - 66,0% Muskeln (BIA-Messung am Morgen nach dem Toilettengang). Meine Trainingsleistungen haben sich insgesamt in allen Bereichen verbessert zum Teil sogar deutlich z.B. bei Liegestützen von 50-55 auf aktuell 73.
Obwohl ich vorher eigentlich auch schon “gesund“ war und lediglich mit kleinen Wehwehchen zu kämpfen hatte, hat sich mein Gesundheitszustand deutlich verbessert. Gelenke und Haut sind wieder völlig in Ordnung. Verdauung läuft ebenfalls wieder absolut perfekt. Gelegentliche leichte Schmerzen an einem meiner Backenzähne, vor allem nach saurem Obst, sind ebenfalls völlig verschwunden. Wunden heilen schneller als vorher. Insgesamt fühle ich mich deutlich besser als vorher
Meine Ernährung sieht im Moment so aus:
Mittags: 2 Mahlzeiten mit ca. 30-45 min Abstand zuerst z.B. Melonen oder Trauben danach meist Äpfel mit Bananen vermixt. (1500 – 2000 kcal)
Abends: noch mal Äpfel und Bananen vermixt, und anderes süßes Obst, anschließend eine große Schüssel Blattgemüse (z.B. Endivie mit Löwenzahn und Malve) mit einem Dressing aus Tomaten, Paprika, Bleichsellerie, Zitrone und frischen Kräutern. Gelegentlich danach noch eine kleine Menge Nüsse oder andere Fette. (ca. 1500 kcal)
Appetit auf Fetthaltiges ist völlig verschwunden. Während mein Sohn Unmengen Safus, Kokosnüsse, Haselnüsse und Oliven verputzt esse ich vielleicht mal noch eine halbe Safu oder ein paar Haselnüsse, die “der Papa essen soll“, dann habe ich auch schon wieder genug.
Über B12 werde ich noch berichten. Ich beabsichtige demnächst die Tabletten wegzulassen. Zuvor möchte ich jedoch noch einmal testen lassen um einen Vergleichswert für die folgenden Test zu haben.
Ich werde weiter berichten
Om Shanti
Michael
Zuletzt bearbeitet von samadhi am 05.10.2010, 11:08, insgesamt einmal bearbeitet |
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Rawboy Gast
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Verfasst am: 04.10.2010, 21:49 Titel: |
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Vielen Dank für Deinen äußerst interessanten Bericht.  |
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Shanti Shardee
Anmeldedatum: 12.01.2009 Beiträge: 19 Wohnort: Germany
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Verfasst am: 05.10.2010, 10:42 Titel: |
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Hallo Michael!
Dein Text ist wirklich interessant! Ich mache auch regelmäßig Yoga und beschäftige mich intensiv mit der Yogaphilosophie und auch mit Ernährung.
Swami Sivananda hat ja zum Beispiel gesagt, dass die Ernährung zu mindestens 80 % aus Rohkost bestehen sollte, die Nahrung sollte "sattvig", also rein sein, denn wenn wir "tamasige" oder "rajasige" Lebensmittel essen, dann fällt uns die Meditation schwerer (diese Begriffe sagen dir bestimmt etwas), da sie den Geist aufwühlen oder träge machen.
Nur weißt du, wenn ich lese, was du alles machst, dann empfinde ich auf der einen Seite tiefe Bewunderung für deine Disziplin, aber auf der anderen Seite bin ich auch verunsichert, weil ich zwar den Yoga-Weg gehen möchte, aber auch gleichzeitig weiß, dass ich niemals so diszipliniert sein werde wie du (vielleicht möchte ich es auch nicht sein). Ich kann mir einfach nicht vorstellen, täglich zwei Stunden Asanas zu machen und dann noch Spinning und schwere Gartenarbeit usw. Vielleicht bist du ein Mensch, der wahnsinnig viel Energie hat und dem das alles keine Probleme macht. Aber ich verstehe nicht so recht, wieso du das alles so dokumentierst. Du schreibst ganz genau, wie viel du trainierst und wie viel dein Körper wiegt und aus wie viel Fett er besteht. Für mich sieht das so aus, als würdest du dich an etwas festklammern, es hat schon fast etwas Zwanghaftes. So, als müsstest du dir selbst etwas beweisen oder als bräuchtest du Bestätigung für das, was du tust. Ich hoffe, ich verletzte oder beleidige dich nicht, es ist nur eine Vermutung meinerseits, ich möchte dir nichts unterstellen. Ich schreibe das nur, weil ich das selbst auch kenne. Ich bin oft sehr zwanghaft was meine Ernährung betrifft und wenn ich unzufrieden mit mir bin, weil ich meinen Zwängen mal nicht standhalten konnte, dann fange ich auch an, Pläne zu schmieden, Ernährungstagebücher zu führen, meine Ernärhung zu kategorisieren und durchzuplanen. Aber ist das wirklich noch gesund? Ich frage mich das oft, wenn ich in diesem Forum stöbere. Ich meine klar, es geht hier primär um Ernährung, aber ich habe bei manchen Einträgen das Gefühl, dass die Ernährung bei einigen Mitgliedern hier so einen hohen Stellenwert eingenommen hat, dass sie das ganze Leben beherrscht und sich alles nur darum dreht. Das eigene Glück wird plötzlich davon abhängig, wie vollkommen und rein das ist, dass wir essen, wie sehr es unseren Vorstellungen und Ansprüchen genügt und wie stark wir sind um Versuchungen zu widerstehen. Wir beginnen, uns an unserer Ernährung festzuklammern, so wie andere es vielleicht mit Geld oder Besitztümern, aber auch mit Drogen oder bestimmten festgefahrenen Vorstellungen tun. Ich glaube, dass das damit zu tun hat, dass wir uns selbst irgendwie noch nicht so richtig lieben können und deshalb suchen wir uns etwas, das uns das Gefühl gibt, Macht zu haben, Stark zu sein, gleichzeitig etwas "Richtiges" zu tun, uns viel Zeit und Enrgie kostet. Das muss ja nicht unbedingt schlecht sein, aber ich glaube, dass die Grenze zwischen "wann tut es mir gut" und "wann beginnt es mir zu schaden" sehr leicht überschritten werden kann.
Es fällt mir schwer, das was ich eigentlich sagen möchte, in ein paar wenigen Worten zu verfassen. Ich hoffe, dass du trotzdem irgendwie nachvollziehen kannst, was ich sagen möchte. Ich möchte dir nicht irgedetwas unterstellen oder deinen Weg schlecht machen oder so. Wirklich nicht! Vielleicht ist das dein Weg und für dich ist er richtig. Es ist nur wichtig, dass ich vestehe, dass das nicht unbedingt mein Weg ist, dass ich nicht so diszipliniert und perfekt-rohköstlich sein muss, um glücklich und wertvoll und rein zu sein. Ich muss nicht sein wie Graham, wie Wolfe oder dieser Feuerkost-Typ. Ich kann eine Mischung aus all dem sein oder auch etwas ganz anderes. Und egal was es ist, ich bin richtig so. Und das gilt doch für alle hier im Forum, aber ich glaube, das wissen einige nicht. Viele klammern sich an eine bestimmte Rohkost-Ideologie, die für den Autor bestimmt richtig und passend ist, aber nicht für den Leser richtig und passend sein muss. Rohkost ist nicht nur richtig oder nur falsch.
Oh, ich bin so durcheinander... tut mir leid, wenn ich mich nicht verständlich genug ausdrücken konnte.
Liebe Grüße! |
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Rawboy Gast
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Verfasst am: 06.10.2010, 09:39 Titel: |
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| Shanti Shardee hat Folgendes geschrieben: |
Swami Sivananda hat ja zum Beispiel gesagt, dass die Ernährung zu mindestens 80 % aus Rohkost bestehen sollte, |
Ich dachte nach dem Ajurveda sollte man möglichst alles totkochen? |
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Duriano

Anmeldedatum: 31.07.2009 Beiträge: 1204
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Verfasst am: 06.10.2010, 09:54 Titel: |
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Danke Michael,
Deine Ernährungsweise spricht mich an...
Deinen Bericht werde ich im Auge behalten...
Liebe Grüße,
Duriano _________________ 53° N
(noch etwas) roh seit Juni/2009 |
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samadhi
Anmeldedatum: 18.11.2009 Beiträge: 79 Wohnort: bei Stuttgart
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Verfasst am: 06.10.2010, 11:09 Titel: |
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| Rawboy hat Folgendes geschrieben: |
| Ich dachte nach dem Ajurveda sollte man möglichst alles totkochen? |
Yoga und Ajurveda haben auch wenig mit einander zu tun. Sie werden im Westen jedoch oft zusammen "verkauft". Das spricht dann vor allem diejenige "Kundschaft" an, die Askese (was Yoga eigentlich ist) lieber durch "Wellness" ersetzt.
Om Shanti
Michael |
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Rawboy Gast
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Verfasst am: 06.10.2010, 13:31 Titel: |
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| samadhi hat Folgendes geschrieben: |
Yoga und Ajurveda haben auch wenig mit einander zu tun.
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Ach so, ich dachte (nicht zuletzt durch einige Beiträge in diesem Forum) der Ajurveda währe ein Teil der Veden, die sowas wie die heilige Schrift der Hindu sind.
| samadhi hat Folgendes geschrieben: |
Sie werden im Westen jedoch oft zusammen "verkauft". Das spricht dann vor allem diejenige "Kundschaft" an, die Askese (was Yoga eigentlich ist) lieber durch "Wellness" ersetzt.
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Ich war bisher der Ansicht, Yoga heißt soviel wie Verbinden (mit Gott) und Askese nur einer der Wege dahin, bei dem die irdischen Bindungen durch Verzicht veringert werden sollen.
Ich kenn einen, der betreibt Krya-Yoga und der ist eher kein klassischer Asket. Maßvoll schon, aber keine Selbstkasteier.
Find ich alles sehr interessant, ich bin eher in der Qigong-Schiene unterwegs, mit (buddhistischen Einflüssen). Im theoretischen Überbau des Daoismus ist Rohkost oder zumindest pure Rohkost ja auch eher verpönt. Einige Einsiedler waren aber eventuell doch Rohköstler.
Meine persönliche Erfahrung weist auch darauf hin, dass Rohkost und Energie- bzw. spirituelle Methoden ganz gut zusammen passen. |
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samadhi
Anmeldedatum: 18.11.2009 Beiträge: 79 Wohnort: bei Stuttgart
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Verfasst am: 06.10.2010, 19:19 Titel: |
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| Rawboy hat Folgendes geschrieben: |
Ach so, ich dachte (nicht zuletzt durch einige Beiträge in diesem Forum) der Ajurveda währe ein Teil der Veden, die sowas wie die heilige Schrift der Hindu sind.
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Nicht ganz. Von den meisten Hindus als Veden anerkannten sind:
Rigveda, Samaveda, Yajurveda, Atharvaveda. (Yajurveda ist nicht gleich Ajurveda!). Darüber hinaus gibt es noch die Upanischaden, von denen ca. 100 von den meisten Hindus anerkannt werden.
Des Weiteren haben die einzelnen Richtungen dann ihre eigenen Schriften. Im Yoga sind das die Yoga-Sutras, Hatha-Yoga-Pradipika, Shiva Samhita, Gherand Samhita und noch ein paar weniger wichtige.
| Rawboy hat Folgendes geschrieben: |
Ich war bisher der Ansicht, Yoga heißt soviel wie Verbinden (mit Gott) und Askese nur einer der Wege dahin, bei dem die irdischen Bindungen durch Verzicht veringert werden sollen.
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Die Yogawege sind Rajayoga, Karmayoga, Bhaktiyoga und Janayoga. Ein Yogi muss immer alle 4 Yogawege gehen, kann sich aber auf einen Weg stärker festlegen als auf die anderen.
Krya-Yoga ist der Teil von Raja-Yoga, der sich vor allem mit Techniken zur Reinigung des Körpers befasst.
Zu den Yamas und Niyamas (Gebote und Verbote) nach denen ein Yogi leben sollte (in den Yogaschriften mehrfach erwähnt) gehören Bramacharia (maß halten in allen Dingen) und Tapas (Askese).
Ich habe die oben genannten Sanskritbegriffe jetzt mal so geschrieben, wie man sie spricht, da hier vermutlich kaum jemand etwas mit der gängigen Translitteratur und gleich gar nicht mit Devangari anfangen kann.
In der Yoga-Philosophie wir zu einem möglichst hohen Rohkostanteil geraten. Jede Art der Verarbeitung der Nahrung macht diese tamassig (verdorben). Wenn überhaupt sollte nur ganz kurz gekocht werden – aber am besten gar nicht. Sinngemäß steht das sogar in der Bhagavad Gita.
Om Shanti
Michael |
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samadhi
Anmeldedatum: 18.11.2009 Beiträge: 79 Wohnort: bei Stuttgart
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Verfasst am: 06.10.2010, 19:32 Titel: |
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| Shanti Shardee hat Folgendes geschrieben: |
| Das eigene Glück wird plötzlich davon abhängig, wie vollkommen und rein das ist, dass wir essen |
Wovon das eigene Glück wirklich abhängig ist solltest du als Yogi eigentlich wissen. Aham Brahmamsi.
Om Shanti
Michael |
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exciplex Gast
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Verfasst am: 06.10.2010, 19:45 Titel: |
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| samadhi hat Folgendes geschrieben: |
Die Yogawege sind Rajayoga, Karmayoga, Bhaktiyoga und Janayoga. Ein Yogi muss immer alle 4 Yogawege gehen, kann sich aber auf einen Weg stärker festlegen als auf die anderen. |
das ist falsch.
vieles was du da so erzählst, stimmt nicht. hier wird richtiges mit viel halbwissen vermischt. allein schon deine schreibweise des wortes "ayurveda" zeigt das, genauso "Aham Brahmamsi".
| samadhi hat Folgendes geschrieben: |
Sinngemäß steht das sogar in der Bhagavad Gita.
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na die stelle hätte ich doch mal gern von dir zitiert (denn die gibt es nicht, aber ich kann mir schon vorstellen, welchen vers du in diese auslegung hinein verdrehen willst). |
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Rawboy Gast
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Verfasst am: 07.10.2010, 02:17 Titel: |
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| samadhi hat Folgendes geschrieben: |
In der Yoga-Philosophie wir zu einem möglichst hohen Rohkostanteil geraten. Jede Art der Verarbeitung der Nahrung macht diese tamassig (verdorben). Wenn überhaupt sollte nur ganz kurz gekocht werden – aber am besten gar nicht. Sinngemäß steht das sogar in der Bhagavad Gita.
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Danke für die Aufklärung.
Kannst Du mir hierzu Einstiegs-Literatur in einer Übersetzung, die auch Laien verständlich ist, empfehlen? |
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Shanti Shardee
Anmeldedatum: 12.01.2009 Beiträge: 19 Wohnort: Germany
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Verfasst am: 07.10.2010, 15:24 Titel: |
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| Zitat: |
| Wovon das eigene Glück wirklich abhängig ist solltest du als Yogi eigentlich wissen. |
Ich könnte mit diesem Satz mehr anfangen, wenn du noch ein bisschen mehr auf meinen Text eingehen würdest. Stattdessen scheinst du gereizt darauf zu reagieren, zumindest ist das meine subjektive Wahrnehmung. Wenn ich mich irren sollte, sorry! Manchmal reagiere ich auch etwas empfindlich. Bin ein harmoniesüchtiger Mensch.
Und ja, ich praktiziere Yoga, bin aber noch lange nicht selbstverwirklicht und deshalb weiß ich eben nicht immer, wovon das eigene Glück abhängt. Andererseits glaube ich, dass Glück von gar nichts abhängig ist...aber manchmal vergesse ich das und dann identifiziere ich mich mit allen möglichen Problemen und "Schein-Problemen".
Ich meine mal gehört zu haben, dass der Ayurveda eher für die "normalen" Menschen gedacht ist, die sich jetzt nicht all zu tief mit Spiritualität befassen möchten und auch nicht täglich Asanas und Pranayama praktizieren wollen. Und dass eine rohköstliche oder vorwiegend rohköstliche Ernährung immer wichtiger wird, je mehr man seine spirituelle Praxis vertieft. Ich glaube, wenn man der Erleuchtung immer näher kommt, rückt das Thema Essen sowieso immer mehr in den Hintergrund. Dann hat man vielleicht auch gar kein Verlangen mehr nach gekochter Nahrung. Aber vielleicht ist das auch eine ganz individuelle Sache (wie fast alles im Leben). Schließlich gibt es auch jede Menge Swamis, die sehr gut in Futter sind!
| Zitat: |
das ist falsch.
vieles was du da so erzählst, stimmt nicht. hier wird richtiges mit viel halbwissen vermischt. allein schon deine schreibweise des wortes "ayurveda" zeigt das, genauso "Aham Brahmamsi".
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Exiplex, könntest du uns erzählen, was genau an dem, was Samadhi geschrieben hat, falsch ist?
Ich finde es nicht schlimm, wenn jemand der richtigen Schreibweise bestimmter Sanksrit-Worte nicht so mächtig ist. Nur Dogmatismus ist meiner Meinung nach nicht so gut.
Wieso "muss" ein Yogi immer alle vier Yoga-Wege gehen? Für viele mag das sicher hilfreich sein, aber es gibt bestimmt auch Menschen, für die es vollkommen ausreicht, nur einen Yoga-Weg zu gehen (oft gesehen im Bhakti-Yoga).
Oder nehme ich das hier alles einfach nur zu wörtlich?
Liebe Grüße! |
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exciplex Gast
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Verfasst am: 07.10.2010, 15:42 Titel: |
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| Shanti Shardee hat Folgendes geschrieben: |
| Exiplex, könntest du uns erzählen, was genau an dem, was Samadhi geschrieben hat, falsch ist? |
hab ich doch gesagt, vieles stimmt nicht oder nicht ganz. daher wollte ich davor warnen, das geschriebene wort von "samadhi" hier für bare münze zu nehmen.
ehrlich gesagt ist mir meine zeit dafür zu schade, hier jetzt aufsätze über yoga zu verfassen (und das müsste ich wenn ich auf alles haarklein eingehen wollte, was warum nicht stimmt, und dann wird es der, der von yoga noch überhaupt keine ahnung hat, eh nicht verstehen). dafür ist das thema zu breit und zu tief und hat zu viele richtungen an sich. wer sich ernsthaft dafür interessiert, der wird sich mit sicherheit sowieso gute bücher etc. besorgen.
| Shanti Shardee hat Folgendes geschrieben: |
Ich finde es nicht schlimm, wenn jemand der richtigen Schreibweise bestimmter Sanksrit-Worte nicht so mächtig ist. Nur Dogmatismus ist meiner Meinung nach nicht so gut. |
sprache bildet bewusstsein. und wenn jemand schon fehler beim wort macht, die über flüchtigkeit und tippfehler hinausgehen, so macht er auch fehler anderswo, z.b. im verstehen von dingen. und die sind ja eindeutig (zumindest für mich, da ich mich schon seit jahren mit yoga beschäftige) - verdrehungen, verwechslungen, halbwissen etc.
muss nicht, aber kann. und in diesem fall eben auch.
| Shanti Shardee hat Folgendes geschrieben: |
Wieso "muss" ein Yogi immer alle vier Yoga-Wege gehen? Für viele mag das sicher hilfreich sein, aber es gibt bestimmt auch Menschen, für die es vollkommen ausreicht, nur einen Yoga-Weg zu gehen (oft gesehen im Bhakti-Yoga).
Oder nehme ich das hier alles einfach nur zu wörtlich?
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ein yogi muss nicht alle 4 wege gehen. letztlich sind alle yogaarten vorbereitung für die letzte stufe, bhakti yoga. die kann man aber auch direkt nehmen. |
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Franzl

Anmeldedatum: 06.10.2006 Beiträge: 1963
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Verfasst am: 07.10.2010, 17:31 Titel: |
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Hallo samadhi,
danke für deinen Bericht. Freue mich für Dich, dass es Dir wieder so gut geht
Wenn ich selbst auch nicht ganz so gute Erfahrungen mit diesem Ernährungskonzept gemacht habe, kenne ich mittlwerweile doch schon ein paar Rohis, die ähnlich positiv über die Umstellung auf 80/10/10 berichtet haben.
Liebe Grüsse ins Schwabenland
Franzl _________________ -----------------------------------------------
durchgehend Rohkost seit Anfang 2004 |
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samadhi
Anmeldedatum: 18.11.2009 Beiträge: 79 Wohnort: bei Stuttgart
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Verfasst am: 07.10.2010, 20:18 Titel: |
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| Rawboy hat Folgendes geschrieben: |
| Kannst Du mir hierzu Einstiegs-Literatur in einer Übersetzung, die auch Laien verständlich ist, empfehlen? |
Vorausgesetzt, dass dich die von mir in die Welt gesetzten Halbwahrheiten überhaupt interessieren und du nicht doch lieber die Meinung der Expertin einholen willst …
Wozu genau willst Einstiegs-Literatur? Yoga allgemein? Veda? Bhagavad Gita?
Gute Bücher über Yoga allgemein finden sich so einige. Speziell zu Veda oder der Bhagavad Gita wird das schon schwieriger. Viele große Meister (und auch diejenigen die sich dafür hielten) meinten irgendwann ihre eigene Übersetzung der Gita verfassen zu müssen. In der Regel ist das dann mehr Interpretation als Übersetzung. Und weil der Meister sicher gehen will, dass SEINE Lehren auch verstanden werden versieht er das ganze dann noch mit Kommentaren (weitere Interpretation). Wenn man z.B. die Gita Interpretation von Swami Sivananda neben der von Swami Prabhupada liest hat man fast das Gefühl hier würden 2 verschiedene Bücher übersetzt.
Für mich war schnell klar, dass kein Weg darum herum führt Sanskrit zu lernen und den originalen Text zu lesen. Allerdings ein langer mühsamer Weg, den ich höchstens besonders “ausdauernden“ Interessierten empfehlen würde.
Es gibt auch einige Autoren, die bemüht sind wirklich nur zu übersetzten und so wenig wie möglich zu interpretieren, hier werden dann allerdings bereits umfangreiche Grundlagen-Kenntnis vorausgesetzt.
Also du siehst eine echte Empfehlung in Sachen Veden oder Gita kann ich eigentlich nicht geben.
Om Shanti
Michael |
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