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Was ist DIE gesunde Ernährung?
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Verawnika



Anmeldedatum: 02.06.2011
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 17:05    Titel: Was ist DIE gesunde Ernährung? Antworten mit Zitat

so, jetzt muss ich mal ein paar leute um rat fragen. ich bin zugegebener maßen sehr verwirrt, was die perfekte ernährung angeht. seit ca 3-4 wochen ernähre ich mich jetzt zu beinah 100 % von vegetarischer rohkost. in dieser zeit habe ich ca 2mal die woche einen cappuccino und dreimal bier getrunken. gekochte nahrung habe ich allerdings nie zu mir genommen. anfangs habe ich vegan gelebt (zu dem zeitpunkt habe ich alle von viktoria boutenkos büchern gelesen) und als ich opitz' befreite ernährung gelesen hatte, hab ich auch rohe eier, rohmilchbutter und rohmilchkäse in die ernährung aufgenommen. wildkräuter esse ich sehr selten, dafür alles in bioqualität. täglich einen grünen smoothie und sonst verschiedenes rohköstliches.
gewisse dinge haben sich vergleich zur zeit vor der ernährungsumstellung gebessert (zb war ich anfangs ganz euphorisch, hab viel abgenommen, wurde ruhiger, nägel fester, haut besser, fressanfälle waren komplett weg...) leider hatte ich aber mit schmerzenden zähnen zu tun und sport machen wurde kraftmäßig sehr schwer für mich. außerdem habe ich mehrere blaue flecken bekommen und raue haut in gesicht und oberarmen. die müdigkeit beim sport ist jetzt wieder weg (zum glück), allerdings habe ich geschwollene lymphknoten und bin morgens verschleimt (nase), außerdem ist der heißhunger wiedergekommen (allerdings dadurch kaum gewichtszunahme)
im moment lese ich das buch auf den spuren der methusalem-ernährung von henning-müller-burzler. auch hier erfahre ich neue ansätze.

ich habe parallel im internet viele berichte gelesen von gescheiterten rohköstlern. allerdings um einiges mehr euphorische wunderheilungs-geschichten. aber ist das nicht bei jeder ernährungsumstellung so?
jedenfalls teils haarsträubende geschichten von ausfallenden zähnen, ausfallenden haaren, usw usf. die einen sagen: entgiftungserscheinungen, die anderen behaupten, es liege an mangelzuständen. was ist wahr? gibt es eine perfekte ernährung? oder ist die zauberformel, alle 7 jahre (das ist oft der zeitraum, in dem die ersten katastrophalen veränderungen berichtet werden, und eine neue ernährung verfolgt wird, die ganz vielversprechend ist) die ernährung zu wechseln?

ich möchte wirklich wirklich glauben, dass vegetarische rohkost DIE oder MEINE ernährung ist. ich habe keine große lust auf fleischverzehr oder kochkost-verzehr. noch weniger lust habe ich aber auf ein zahnloses gebiss, einen stillen inneren verschleiß der organe oder sonstige gruseligkeiten O.O!!! ohne die rohkost zu verteufeln - ich wünsche mir wirklich, dass es das richtige ist - ich würde mich freuen, wenn leute, die das schon länger praktizieren, mir erfahrungen schildern können. also ist es wirklich eine langfristig gesunde ernährung? oder fehlt ein bestimmtes nahrungsmittel ?

vielen dank und einen schönen abend :)
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samadhi



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Beiträge: 79
Wohnort: bei Stuttgart

BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Verawnika,

wenn du regelmäßig ein Blutbild mach lässt, wirst du auf die meisten ernsthafte Mangelzustände aufmerksam bevor sie gefährlich werden können.

Om Shanti
Michael
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Marcus



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Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sage mal, was sich bei mir so alles geändert hat:
Epilepsie ist geheilt, Blutdruck normal, Besenreisser verschwunden, mehr Energie, ruhiger und erholsamer Schlaf, ausgeglichenes Gemüt, Augen besser, leicht besserer Haarwuchs. Ich bin 44 Jahre alt und habe praktisch eine Glatze aber ich habe den Eindruck, dass die Haare wirklich nur leicht mehr spriessen obwohl mir das völlig egal ist. Allgemein besseres Körpergefühl.
Was noch zu tun ist:
Tinitus, allgemein schlechtes Gehör, Kurzsichtigkeit.
Der Tinitus (seit ca. 12 Jahren) kommt zu 99% von den jahrelang eingenommenen Medikamenten, wird also eher nicht mehr verschwinden. Das schlechte Gehör habe ich geerbt, kann also besser werden. Da die Augen schon besser wurden, erwarte ich auch da noch eine weitere Verbesserung.

Zähne sind wie eh und je, keine Probleme. Da ich rund eine Stunde weniger Schlaf brauche, kann ich mir nicht vorstellen, dass mit meinen Organen etwas nicht stimmt.
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Verawnika



Anmeldedatum: 02.06.2011
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

@samadhi

kann man wirklich alles (auch rechtzeitig) im blut nachweisen? wie oft müsste ich das machen und wieviel kostet so ein test?

@marcus also bei dir hört sich ja alles gut an, bis jetzt. wie lange machst du das schon?und welche art rohkost verfolgst du? 100%? vegan? vegetarisch? auch fleisch? viele wildkräuter?
das mit dem weniger schlaf brauchen kann ich leider nicht bestätigen... ich bin fix und fertig jeden morgen und habe kopfweh, kriech aus dem bett (komm vor 9/10 meistens nicht aus dem bett)
ich habe das gefühl, dass meine fitness schon bisschen drunter leidet...bzw nicht besser wird. mein wachheitszustand vor rohkost war auch irgendwie mieserabel... langschläfer, ständig müde und ausgepowert, etc. hab eine starke verbesserung durch rohkost erwartet, so dass ich vor dem wecker aufwache aber leider ist das nur dreimal in der ersten woche passiert.
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Reinhard



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Beiträge: 53
Wohnort: Oberpfalz

BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 21:26    Titel: Naturbelassene Ernährung Antworten mit Zitat

Hallo Veronika,

meiner Meinung nach sind 2 Dinge wichtig:

1. Der Körper (Gefühl, Instinkt) entscheidet was er braucht
(und nicht der Verstand.)

2. Man ist pedantisch genau beim prüfen
was echte Rohkost ist (z.B. Trockenfrüchte und Nüsse
im handel sind es nicht.)

Dann kann das Abenteuer Rohkost beginnen.

Bisher hatte ich in 10 Jahren 3 richtige Krisen,
die sich aber vorher angekündigt hätten,
ich wollte nur nicht auf meinen "Körper" hören.

Die Erfüllung und Gesundung, die ich vor allem durch
die instinktive Ernährung erlebe, ist derart fantastisch,
dass ich wohl nie mehr freiwillig darauf verzichten werde.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

LG

Reinhard
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Verawnika



Anmeldedatum: 02.06.2011
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

@reinhard

1. das wird bei mir wohl noch dauern, habe seit jahren ein seltsames essverhalten ;) aber ich bleib dran.

2. ist es wirklich so wichtig, 100% zu sein? also wenn ich ab und zu zb rosinen aus dem handel esse, ist das dann schlimm? ich dachte, man sollte solche sachen nur weglassen, weil sonst die "sucht" nach gekochtem wiederaufflammt. oder ist es wirklich sogar schädlich, wenn man sonst nur rohkost isst?

darf ich fragen, was das für krisen waren? psychischer oder physischer natur? und auch dich würde ich gerne fragen, ob du vegan, vegetarisch, oder sonst eine form verfolgst und ob du viele wildkräuter isst?
ich weiß - ich kann eigentlich nur selber rausfinden, was für mich im moment das richtige lebensmittel ist. aber ich habe ein bisschen angst vor mangelerscheinungen und die negativ-rohkost-berichte schockieren ein bisschen. ich versuche nur rauszufinden, ob diese leute, bei denen es nicht funktioniert hat, evtl keine wildkräuter gegessen haben, oder sonst einen fehler gemacht haben, bzw wie die leute, bei denen es seit jahren gut geht, ernähren.

danke für deine antwort :)
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Marcus



Anmeldedatum: 19.03.2011
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich esse alles, solange es nicht eindeutig als gekocht erkennbar ist. Ich esse kein Fleisch und auch kein Getreide und nur sehr selten Rohmilchziegenkäse oder mal ein Ei. Wildkräuter wie Löwenzahn und Brennessel gehören sicher 1 mal die Woche dazu, normalerweise aber jeden 2. Tag. Ich esse fast ausschliesslich Bio Früchte und Gemüse, viel frischen Gemüsesaft und Smoothies. Dazu nehme ich Chlorella, Spirulina und Gerstengrass sowie eine bioaktive Mineralienflüssigkeit und eine Multivitamintablette aus natürlicher Quelle.
Ich habe mal gelesen, dass alles über 80% roh praktisch genauso gut wie 100% ist und darum stört es mich nicht, wenn ich jetzt mal pasteurisierte Oliven esse oder nicht und im Restaurant kann es schon mal vorkommen, dass ich zum Salat auch eine Suppe esse da ich Suppen ungemein gern mag. Da ich ja auch nur ein bis zwei mal im Monat im Restaurant esse, ist eine Suppe dann auch mal drin.

Wenn Du sagst, dass es bei einigen Leuten nicht funktioniert hat, dann kann ich mir nur vorstellen, dass es bei denen im Kopf nicht funktioniert hat und sie darum auch irgendwelche Störungen hatten. Der Kraft des Geistes ist bei solchen Dingen wie der Ernährung und Krankheiten nicht zu unterschätzen.
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André



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Beiträge: 239

BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 22:09    Titel: Tinnitus Antworten mit Zitat

Marcus hat Folgendes geschrieben:
Was noch zu tun ist:
Tinitus, allgemein schlechtes Gehör, Kurzsichtigkeit.
Der Tinitus (seit ca. 12 Jahren) kommt zu 99% von den jahrelang eingenommenen Medikamenten, wird also eher nicht mehr verschwinden.



Versuch´ es doch mal´mit Cranio-Sacral-Therapie!

Gruß

André
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samadhi



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Beiträge: 79
Wohnort: bei Stuttgart

BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Verawnika,

Verawnika hat Folgendes geschrieben:
kann man wirklich alles (auch rechtzeitig) im blut nachweisen? wie oft müsste ich das machen und wieviel kostet so ein test?


Die 100%ig Sicherheit gibt es nie und dann kommt es natürlich auch noch darauf an was du alles testen lässt. Wenn beim Blutbild alles in Ordnung ist weiß man, dass man auf dem richtigen Weg ist. Wenn ein paar Werte nicht so gut sind, die Ursache aber nicht ganz klar, hat der Arzt immer noch die Möglichkeit der Sache mit weiteren detaillierten Tests auf den Grund zu gehen. Die Kosten hängen davon ab wie du versichert bist und wie dein Arzt das der Kasse gegenüber handhabt. Ich habe noch nie was gezahlt, bin aber auch privat versichert und habe einen Arzt, der bei Veganern ein großes Blutbild mit B12 mindest einmal im Jahr für absolute Pflicht hält (er ist selbst Veganer).

Wenn du dich schlapp fühlst könnte das unter Umständen auch daran liegen, dass du einfach zuwenig isst. Durch die geringe Energiedichte der Rohkost kann man sich da anfangs ordentlich verschätzen.

Vielleicht beruhigt es dich wenn ich schreibe, dass ich seit fast 8 Jahren 100% vegan und roh lebe und mich gesünder fühle als vor 20 Jahren (bin jetzt 40). Allerdings muss ich bei der Vitamin B12-Versorgung etwas nachhelfen - aus genau solchen Gründen sind diese Tests ja so wichtig.

Om Shanti
Michael
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benny



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Beiträge: 669
Wohnort: Essen

BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube man kann kaum sagen ob es DIE perfekte Ernährung gibt.

Aber z.B. Paul Bragg oder Weston Price haben Naturvölker studiert. Alle Naturvölker hatten nur 0,2 - 5 % Karies anstatt über 90% wie die westliche Zivilisation.

Die noch gesunden Stämme der Naturvölker - das war in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts - hatten eines gemein: Sie konnten ihre Gesundheit und Zahngesundheit im wesentlichen dann perfekt erhalten, wenn sie noch nicht in Kontakt mit Produkten aus der westlichen Zivilisation gekommen waren. Raffinierte Produkte und Auszugsmehle wie Weißmehl und raffinierter Zucker schienen mit Abstand den schädlichsten Einfluss auf die Gesundheit und Zahngesundheit zu haben.

Ich finde Paul Bragg beschreibt es in seinem Buch sehr schön: Viele dieser Naturvölker strotzten vor Gesundheit. Alle die noch über annähernd perfekte Gesundheit, sprich wunderbare Zähne und Körper verfügten hatten gemein, dass sie eine Ernährung mit natürlichen Produkten aus ihrer Umgebung konsumierten. Obwohl diese Ernährung sehr unterschiedlich war, vom Lötschtal in der Schweiz über die Arktis, die Savanne in Afrika oder Eingeborene in der Südsee, so hatten doch alle gemein dass sie in der Regel natürliche, nicht überzüchtete Produkte aus ihrer Region konsumierten, z.B. gibt es Berichte von Nomadenvölker in der Saharagegend die so gut wie ausschließlich von Datteln und Kamelmilch lebten und über sowohl zu 99% perfekte Zähne als auch über vortreffliche Gesundheit verfügten "trotz" (?) der sehr süssen Datteln. Im Lötschtal in der Schweiz, als es noch keine Verbindungsstrasse gab (und damit so gut wie keine "modernen" Produkte) verfügten die Bewohner über eine vortreffliche Gesundheit mit einer vorwiegend (!) vegetarischen und auf Vollkorngetreide basierenden Ernährung.

Es gibt viele weitere Beispiele was ja auch das schöne ist. Aber so denke ich kann man sich selbst eine Ernährung aussuchen, die sowohl seinen geschmacklichen, ethischen als auch gesundheitlichen Vorstellungen entspricht, und man hat hierbei viele Möglichkeiten, hauptsache man konsumiert natürliche und unverarbeitete Naturprodukte Very Happy
_________________
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in Gedenken an Jack LaLanne (1914 - 2011), frei übersetzt:
Du musst dich um 640 Muskeln kümmern, die beste Möglichkeit ist Bewegung. Du kannst dich perfekt ernähren, aber ohne Bewegung hast du Probleme. Einige Gesundheitsfanatiker essen nur Rohkost, aber machen keinen Sport und sehen schrecklich aus. Andere Leute treiben wie wahnsinnig Sport und essen Müll. Sie sehen gut aus, denn Sport ist der König. Ernährung ist die Königin. Verbinde sie und du hast ein Königreich!
-

Die Tandem Weltreise von Mandy und Benny
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Reinhard



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Beiträge: 53
Wohnort: Oberpfalz

BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Verawnika hat Folgendes geschrieben:

2. ist es wirklich so wichtig, 100% zu sein? also wenn ich ab und zu zb rosinen aus dem handel esse, ist das dann schlimm? ich dachte, man sollte solche sachen nur weglassen, weil sonst die "sucht" nach gekochtem wiederaufflammt. oder ist es wirklich sogar schädlich, wenn man sonst nur rohkost isst?


Meinem Gefühl nach ist das sehr wichtig, vielleicht täusche ich mich auch, jedenfalls wenn ich etwas Erhitztes oder Gefrorenes erwischt hatte, dann hatte daraufhin ich sofort Entgiftungserscheinungen.

Verawnika hat Folgendes geschrieben:

darf ich fragen, was das für krisen waren? psychischer oder physischer natur?


Das kann ich genau sagen:
1. Erste Krise Ende 2003: nach 6 Monaten von intensivem Konsum von frischgepressten Säften habe ich immer mehr abgenommen: bis auf 58 kg bei 1,83m Körpergröße. Mit großen Mengen an Honig und Mandelmuss habe ich dann wieder zugenommen.

2. Krise Ende 2005: Da ich fast nie tierisches gegessen hatte, waren meine B12-Werte sehr sehr niedrig. Durch einen Freund kam ich damals auf die instinktive Rohost.

3. Krise April 2011: Reinigungskrise: Aufgrund von monatelanger Überlastung (Überessen) und Fehlkombinationen konnte ich 3 tage nichts essen und (!) nichts trinken! Meine Augenhöhlen waren langsam sichtbar! Aber wie es so ist in der Rohkost, ich war schnell wieder fit.

Verawnika hat Folgendes geschrieben:

und auch dich würde ich gerne fragen, ob du vegan, vegetarisch, oder sonst eine form verfolgst und ob du viele wildkräuter isst?

Ich esse alles und das in naturbelassener Form, Ausnahme: luftgetrockneter Schinken. Grünanteil sehr gering.

Verawnika hat Folgendes geschrieben:

ich weiß - ich kann eigentlich nur selber rausfinden, was für mich im moment das richtige lebensmittel ist. aber ich habe ein bisschen angst vor mangelerscheinungen und die negativ-rohkost-berichte schockieren ein bisschen. ich versuche nur rauszufinden, ob diese leute, bei denen es nicht funktioniert hat, evtl keine wildkräuter gegessen haben, oder sonst einen fehler gemacht haben, bzw wie die leute, bei denen es seit jahren gut geht, ernähren.


Ich finde es richtig, die Gefahren Ernst zu nehmen. Für mich ist die Rohkost auf jeden Fall eine Reise zu mir selbst. Ich gewinne Selbstbewußtsein, indem ich die Welt besser verstehe. Außerdem wird mein Körper - vor allem der Rücken jeden Tag gesünder - jetzt mit 45 bin ich gesünder als vor 10 Jahren.

Im Übrigen schließe ich mich Benny an,
es ist hochspannend wie andere Kulturen sich ernährt haben.

Es würde mich freuen, wieder von Dir zu lesen
wie Dein Weg weitergeht.

Reinhard
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Franzl



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Beiträge: 1963

BeitragVerfasst am: 24.06.2011, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Reinhard,

danke für Deine Schilderungen, ich hätte dazu einige Fragen bzw Anmerkungen:

Zitat:
2. Krise Ende 2005: Da ich fast nie tierisches gegessen hatte, waren meine B12-Werte sehr sehr niedrig. Durch einen Freund kam ich damals auf die instinktive Rohost.


a.) falsche Wortwahl bzw falsches Forum Wink Embarassed
b.) Hast Du deine B12-werte lediglich durch Erweiterung deiner rohen Auswahl wieder ins Lot gebracht oder hast Du 2005 mit Spritzen oder NEMs nachgeholfen ?
c.) Wie tief lagen Deine Werte damals und wo liegen sie jetzt?
d.) Sind Deine B12-Werte seither bei ausgeglichener Ernährung konstant im grünen Bereich ?

Zitat:
3. Krise April 2011: Reinigungskrise: Aufgrund von monatelanger Überlastung (Überessen) und Fehlkombinationen konnte ich 3 tage nichts essen und (!) nichts trinken! Meine Augenhöhlen waren langsam sichtbar! Aber wie es so ist in der Rohkost, ich war schnell wieder fit.


a.) waren diese Überlastungen respektive Überlastungen erst im Nachhinein für Dich erkennbar oder bist Du mit offenen Augen in die Misere hineingelaufen?
b.) Wenn ja, gab es dann dafür bestimmte Gründe für das in diesem Falle bewusst mangelhafte Essverhalten (berufliche Überlastung, emotionale Gründe etc)? Schließlich warst Du zu diesem Zeitpunkt doch schon 8-9 Jahre Rohköstler, d.h. potentielle Fehlkombis und Überlastungen sollten Dir ja bekannt sein. Eine ggfs mangelhafte rohe Auswahl aufgrund finanzieller Restriktionen schließe ich bei Dir kategorisch aus.

Zitat:
Ich esse alles und das in naturbelassener Form, Ausnahme: luftgetrockneter Schinken. Grünanteil sehr gering.


a.) s.o. -> falsche Wortwahl bzw falsches Forum Wink Embarassed , es muss auch ohne Tierisches gehen ...
b.) Dass ein zu geringer Grünanteil bei einer rohbasierten Ernährungsweise eher kontraproduktiv sein kann, ist für Anfänger eine wichtige Basis-Info, sollte aber einem "alten Hasen" wie Dir hinreichend bekannt sein. Schon mal alternativ Schmusies probiert um den Grünanteil zu erhöhen?
Eine mangelnde Symphatie gegenüber (Wild-)Grünem scheint bei Euch in der Familie durchaus kein Einzelfall zu sein, wenn ich díe Äusserungen Deines Bruders bei unseren letzten Treffen richtig interpretiere .... Wink

Liebe Grüsse, Harry
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Reinhard



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Wohnort: Oberpfalz

BeitragVerfasst am: 25.06.2011, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Harry,

freut mich, wieder von Dir zu lesen.

Franzl hat Folgendes geschrieben:

b.) Hast Du deine B12-werte lediglich durch Erweiterung deiner rohen Auswahl wieder ins Lot gebracht oder hast Du 2005 mit Spritzen oder NEMs nachgeholfen ?
c.) Wie tief lagen Deine Werte damals und wo liegen sie jetzt?
d.) Sind Deine B12-Werte seither bei ausgeglichener Ernährung konstant im grünen Bereich ?.


Der Wert lag damals bei 120, leider habe ich ziemlich Panik bekommen und deshalb viel Tierisches (Schinken) gegessen, aber auch Präparate + Spritzen (1-2x) genommen. Gleichzeitig spürte ich aber, dass die instinktive Kost funktionierte und es mir körperlich und geistig immer besser ging, deshalb habe ich die Spritzen abgebrochen, der Arzt war dann auch ziemlich sauer. Jedenfalls nach 4 Monaten waren die B12-Werte verdoppelt, was immer das bedeuten mag. Question
Seitdem habe ich meinen B12-Wert nicht mehr messen lassen.

Franzl hat Folgendes geschrieben:

a.) waren diese Überlastungen respektive Überlastungen erst im Nachhinein für Dich erkennbar oder bist Du mit offenen Augen in die Misere hineingelaufen?
b.) Wenn ja, gab es dann dafür bestimmte Gründe für das in diesem Falle bewusst mangelhafte Essverhalten (berufliche Überlastung, emotionale Gründe etc)? Schließlich warst Du zu diesem Zeitpunkt doch schon 8-9 Jahre Rohköstler, d.h. potentielle Fehlkombis und Überlastungen sollten Dir ja bekannt sein. Eine ggfs mangelhafte rohe Auswahl aufgrund finanzieller Restriktionen schließe ich bei Dir kategorisch aus.


Natürlich habe ich gemerkt, dass ich zuviel esse, falsch kombiniere, zu geringe Abstände halte usw., jedoch spürte ich nicht die Ernsthaftigkeit. Was ich jetzt dank dieser Krise herausgefunden habe, ist dass ich doch emotionale Probleme mit dem Essen ausgeglichen habe - auf Dauer natürlich nicht sehr sinnvoll Confused

Mittlerweile nehme ich das Thema Ernst und mache auch Fortschritte, z.B. wenn mal viel esse, dann halte ich mit der nächsten Mahlzeit genügend Abstand zur Erholung. Wink

Außerdem kümmere ich mich jetzt mehr um meine mentalen Bedürfnisse, das ist echt klasse. Wink

Franzl hat Folgendes geschrieben:

a.) s.o. -> falsche Wortwahl bzw falsches Forum Wink Embarassed , es muss auch ohne Tierisches gehen ...
b.) Dass ein zu geringer Grünanteil bei einer rohbasierten Ernährungsweise eher kontraproduktiv sein kann, ist für Anfänger eine wichtige Basis-Info, sollte aber einem "alten Hasen" wie Dir hinreichend bekannt sein. Schon mal alternativ Schmusies probiert um den Grünanteil zu erhöhen?
Eine mangelnde Symphatie gegenüber (Wild-)Grünem scheint bei Euch in der Familie durchaus kein Einzelfall zu sein, wenn ich díe Äusserungen Deines Bruders bei unseren letzten Treffen richtig interpretiere .... Wink


Wegen dem Grünanteil mache ich mir keine großen Sorgen, da ich immer wieder Salat, Rucola oder auch Löwenzahn esse. Der Bedarf kommt bestimmt irgendwann

Was mir aber etwas Sorgen bereitet sind die immer schneller werdenden Züchtungen - Kirschen groß wie Äpfel , Riesen-Kohlrabi usw. Man schmeckt förmlich dass da nichts drin ist.

Ich hoffe, es klappt doch mal mit einem Wiedersehen!

Reinhard
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Stephan



Anmeldedatum: 01.11.2006
Beiträge: 638

BeitragVerfasst am: 27.06.2011, 20:07    Titel: Bragg, Weston A. Price und Lötschental Antworten mit Zitat

Hallo zusammen

Benny schreibt Folgendes:
Zitat:
Ich finde Paul Bragg beschreibt es in seinem Buch sehr schön: Viele dieser Naturvölker strotzten vor Gesundheit. Alle die noch über annähernd perfekte Gesundheit, sprich wunderbare Zähne und Körper verfügten hatten gemein, dass sie eine Ernährung mit natürlichen Produkten aus ihrer Umgebung konsumierten. Obwohl diese Ernährung sehr unterschiedlich war, vom Lötschtal in der Schweiz über die Arktis, die Savanne in Afrika oder Eingeborene in der Südsee, so hatten doch alle gemein dass sie in der Regel natürliche, nicht überzüchtete Produkte aus ihrer Region konsumierten, z.B. gibt es Berichte von Nomadenvölker in der Saharagegend die so gut wie ausschließlich von Datteln und Kamelmilch lebten und über sowohl zu 99% perfekte Zähne als auch über vortreffliche Gesundheit verfügten "trotz" (?) der sehr süssen Datteln. Im Lötschtal in der Schweiz, als es noch keine Verbindungsstrasse gab (und damit so gut wie keine "modernen" Produkte) verfügten die Bewohner über eine vortreffliche Gesundheit mit einer vorwiegend (!) vegetarischen und auf Vollkorngetreide basierenden Ernährung.


Ein paar Präzisierungen und Ergänzungen dazu hier:
http://www.tierisch.rohkostszene.de/viewtopic.php?t=2917

Beste Grüsse Stephan
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Franzl



Anmeldedatum: 06.10.2006
Beiträge: 1963

BeitragVerfasst am: 27.06.2011, 20:33    Titel: Re: Bragg, Weston A. Price und Lötschental Antworten mit Zitat

Stephan hat Folgendes geschrieben:

Ein paar Präzisierungen und Ergänzungen dazu hier:
http://www.tierisch.rohkostszene.de/viewtopic.php?t=2917

Beste Grüsse Stephan


danke Dir für weitergehenden Infos, Stephan

LG, Franzl
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