Linos
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Verfasst am: 11.04.2010, 11:02 Titel: Wohlfühlen |
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Den unten folgenden langen Text möchte ich hier einstellen weil ich ihn recht gut finde und ihn durch meine Brille der 5biologischenNaturgesetze gelesen habe
Ich habe ihn nicht in den Esoterikbereich gesetzt, weil ich mir davon eher ein Heilungverständis ableite. Deshalb unter alternative Heilverfahren
Ganz unten steht wer dies geschrieben hat mit Links. Soll keine Werbung sein für dessen Kurse, da die Texte allein schon sehr schön und gut verständlich sind.
Hallo ihr Lieben,
In meinem letzten Kursbeitrag ging es um eine Frau, die zum Wohl ihrer Kinder eine sehr nützliche und Glück bringende Notwendigkeit angenommen hat. Eine Notwendigkeit, die so stark war, dass sie dadurch sogar ihre Glücksblockade überwunden hat.
Der nachfolgende Beitrag kann solch eine starke nützliche Notwendigkeit für euch schaffen. Eine Notwendigkeit, die stärker ist, als alle nachteiligen Notwendigkeiten, die ihr derzeit mit euch herumschleppt. Ihr müsst es jedoch zulassen, was nicht unbedingt leicht sein wird. Wer diese nützliche Notwendigkeit jedoch annehmen kann, wird sein Leben sehr gravierend dem Glück zuwenden. Für diejenigen werden die nachfolgenden Zeilen die wichtigsten sein, die sie je zuvor in seinem Leben gelesen haben. Aber diese positive Veränderung hat ihren Preis. Sie erfordert die Bereitschaft, sich ein sehr unangenehmes Thema anzuschauen und ehrlich zu sich selbst zu sein. Ihr werdet Mut und innere Stärke brauchen. Aber danach wird sich sehr viel Negatives in eurem Leben zum Positiven wenden.
Damit das geschehen kann, muss ich wie gesagt ein sehr unangenehmes Thema ansprechen. Ich werde dazu unter anderem von einem Mann berichten, dessen Leid dafür verantwortlich war, dass ich die letzten 22 Jahre Tag und Nacht unermüdlich gearbeitet habe, weil ich so etwas nie wieder erleben wollte. Sein Leid war aber auch dafür verantwortlich, dass ich mich heute zu den glücklichsten Menschen zählen kann, die mir in meinem Leben bisher begegnet sind. Es ist mit Sicherheit alles andere als eine schöne Geschichte, aber sie ist unsagbar wertvoll für mich und für alle, die wirklich eine nützliche Notwendigkeit zum Glücklichsein aufbauen wollen.
Hoffnung und Erlösung
Dem christlichen Glauben zur Folge war Jesus auf der Erde, um uns Menschen von unserem Leid zu erlösen. Und tatsächlich, es hat sich viel an unserer Lebensqualität geändert in den letzten 2000 Jahren. Wir haben genug zu essen, ein warmes Dach über dem Kopf, unsere Freiheit ist uns gesetzlich gesichert, Gewalttaten sind unter Strafandrohung verboten, wir haben freie Partnerwahl, freie Wahl unserer Religion usw. usw. Doch sind wir wirklich von unserem Leid erlöst?
Wieso ist dann die Selbstmordrate in Europa deutlich höher als in den meisten Entwicklungsländern, obwohl es uns doch eigentlich sehr viel besser geht als denen? Und wieso gibt es bei uns sehr viel mehr Menschen, die an Depressionen leiden als dort?
Wir haben in unserer Kultur tatsächlich kaum noch einen Grund, unter echten Missständen zu leiden. Und dennoch tun wir es! Und das unter „Missständen“, die aus der Sicht eines Menschen, der unter Hunger und Folter leidet, lächerliche Lappalien sind. Doch für uns sind sie schlimm! So schlimm, dass sich viele Menschen deswegen sogar das Leben nehmen.
Einer dieser Menschen war Horst, der vor 22 Jahren ein guter Bekannter von mir war. Horst war eher unauffällig. Ein netter Kerl, der keiner Seele etwas zu Leide tun konnte. Eines Tages sprach er mich auf ein emotionales Problemchen an, das ihm auf dem Herzen lag. Es war nichts Besonderes. Etwas, wofür ich damals maximal 2 Stunden rechnete, um es wieder in Ordnung zu bringen. Ich vereinbarte also einen Termin für den nächsten Tag mit ihm.
In dieser Nacht bekam er die Pistole eines Freundes in die Hand und jagte sich ohne auch nur einen Augenblick zu zögern eine Kugel durch den Kopf. Er starb in den Armen seines Freundes, der völlig außer sich und voller Schuldgefühle war, weil er ihm die geladene Pistole in die Hand gegeben hatte.
Ich war geschockt, als ich den nächsten Tag davon hörte. Wieso hatte er das nur getan? Wegen den lächerlichen Problemchen, die er mir am Tag zuvor anvertraut hatte? War ihm nicht bewusst gewesen, wie viel Schmerz und Leid er bei all den Menschen hinterlassen würde, die ihn liebten? Seine Frau war am Ende, seine Eltern und Geschwister genau wie seine Freunde völlig fertig. Ich konnte nicht glauben, dass ihm das alles gleichgültig gewesen sein soll. Nicht Horst!
Obwohl Horst nur ein guter Bekannter von mir war, setzte mir dieses Ereignis monatelang zu. Selbst heute nach 22 Jahren denke ich noch häufig daran zurück. Ich wollte verstehen, was ihn dazu gebracht hatte. Und ich wollte dafür sorgen, dass dies in meinem Umfeld kein zweites Mal geschah.
Ohne es bewusst zu merken, kümmerte ich mich fortan um alle Menschen in meinem Umfeld, die irgendwie traurig oder deprimiert aussahen. Ich ließ alles stehen und liegen, um ihnen schnellstmöglich zu helfen, ihre emotionalen Probleme in den Griff zu kriegen. Dabei rieb ich mich selbst völlig auf.
Nach ca. einem Jahr sagte meine Mutter dann besorgt um meine Gesundheit einen Satz zu mir, der den ganzen Schmerz, den ich seit Horst Freitod in mir trug, mit einem Schlag zum Ausbruch brachte. „Bodo, du kannst nicht alle Frauen heiraten, die sich das Leben nehmen wollen!“
Ich war völlig fertig, als ich diese Worte hörte, denn mir wurde sofort klar, dass ich wirklich nicht alle Menschen retten konnte, die sich etwas antun wollen. Ich kam mir vor wie der Mann, der jemand um Hilfe rufen hört, der in den Fluss gefallen ist. Er springt ins Wasser und schleppt einen fast Ertrunkenen ans Ufer. Danach hört er auf einmal wieder jemand um Hilfe schreien. Erneut springt er ins Wasser und kommt dem Unfallopfer zu Hilfe. Kaum ist er am Ufer schreit auch schon der nächste. Und noch bevor er diesen auch wieder ans Ufer gebracht hat, schreit schon wieder einer und dann noch einer und noch einer.
Völlig am Ende seiner Kräfte muss der Mann sich eingestehen, dass er nicht alle retten kann. Er muss einige ertrinken lassen und flussaufwärts rennen, um zu schauen, wieso so viele Menschen ins Wasser fallen. Er muss die Ursache der Gefahr finden und die Gefahrenstelle sichern, sonst werden noch viel mehr Menschen sterben.
Ich erkannte in diesem Augenblick, dass ich ebenfalls flussaufwärts rennen musste. Ich musste die Ursache finden, deretwegen Menschen Suizid begehen. Ich fand diese Ursache sofort, denn es gibt nur einen Grund, warum Menschen das tun. Sie tun es, weil sie keine Hoffnung mehr sehen - keine Hoffnung auf ein glückliches oder halbwegs leidfreies Leben. Solange sie noch hoffen können, bleiben sie am Leben, egal wie schlecht es ihnen geht. Horst hatte die Hoffnung offensichtlich verloren, ohne jemals zuvor irgendjemand etwas davon zu sagen. Niemand erkannte die tiefe Traurigkeit in ihm. Erst als er Tod war, wurde vielen Menschen klar, dass Horst tatsächlich seit langer Zeit todunglücklich gewesen war.
Seit diesem Tag versuche ich, Menschen Hoffnung zu geben. Es ist zu meiner Lebensaufgabe geworden. Anfangs dachte ich noch, dass es genügen würde, ihnen bei der Lösung ihrer emotionalen Probleme zu helfen. Doch nach mehreren Suizidversuchen in meinem neu gesuchten Umfeld, die ich gerade noch vereiteln konnte, musste ich erkennen, dass die Problemlösung keine Lösung war. Im Gegenteil! Ich half vielen Menschen mit den NLP-Methoden, die ich gelernt hatte, ihre Probleme in Rekordzeit zu lösen. Doch nach wenigen Tagen hatten sie schon wieder neue Probleme und fühlten sich erneut schlecht. Ich half ihnen, auch diese zu lösen, und dann die danach und die danach ebenfalls usw.
Mit der Zeit machte sich Unmut bei ihnen breit. Was nützte es, die Probleme zu lösen, wenn es einem nach wenigen Tagen schon wieder genauso schlecht ging? Mit einem Wort: Sie verloren die Hoffnung, dass das Lösen ihrer Probleme sie aus dem Leid herausholen und glücklich machen würde. Es war durch meine Hilfe für sie also alles noch schlimmer geworden: Als sie noch dachten, das Lösen ihrer Probleme würde sie glücklich machen, hatten sie wenigstens noch Hoffnung. Jetzt hatte ich ihnen diese auch noch genommen.
Daraufhin hängte ich meine Karriere als Therapeut an den Nagel und wurde Glückstrainer. Ich musste herausfinden, wie das mit dem Glück tatsächlich funktionierte, denn das Lösen der Probleme machte definitiv nicht glücklich sondern nur sehr kurzzeitig weniger unglücklich. Und wenn es mir gelingen würde, einen Weg zum Glück zu finden, der für jeden gangbar war, könnte ich damit den Menschen Hoffnung geben und unzählige Menschenleben retten. Ich arbeitete unermüdlich, denn mir war klar, dass weiterhin Menschen ins Wasser fallen würden, solange die Gefahrenstelle nicht richtig gesichert war.
Vor 15 Jahren erkannte ich dann, dass die Realitätsgestaltung vielen Menschen Hoffnung gab. Also stürzte ich mich erstmalig in meiner damals noch eher unspirituellen Laufbahn auf die Esoterik. Anfangs sah es richtig gut aus, denn viele Ereignisse stellten sich wunschgemäß ein, was vielen Menschen Hoffnung gab. Ich gab meine Erkenntnisse also in Form meiner Bücher und Seminare an andere Menschen weiter. Doch seltsamerweise wurden genau die Leute, bei denen die Realitätsgestaltung am besten funktionierte, nach anfänglicher Euphorie mit den Jahren immer unzufriedener und unglücklicher. Wie konnte das sein?
Bei meinen Recherchen stieß ich dann auf eine Erklärung, die ich zunächst nicht wahrhaben wollte, vor deren Wahrheit ich jedoch letztendlich die Augen nicht verschließen konnte. Es stellte sich bei den erfolgreichen Realitätsgestaltern mit der Zeit das gleiche Phänomen ein, unter dem auch die meisten Stars leiden, die alles erreicht haben, was sie sich jemals zuvor gewünscht haben, um dann erkennen zu müssen, dass all der Ruhm, all die Beliebtheit und der Reichtum sie nicht glücklich machen können. Es gibt keine Berufsgruppe bei der die Selbstmordrate auch nur annähernd an die der Musik- oder Filmstars herankommt. Die Stars in den USA werden im Durchschnitt gerade einmal 35 Jahre alt. In Europa ist es ein wenig besser, da liegt das Durchschnittsalter bei 45 Jahren. Diese Leute sterben nicht an Altersschwäche! Sie sterben, weil sie alles haben, was man zum Glücklichsein braucht und es dennoch nicht schaffen, glücklich zu sein. Sie sterben, weil sie dadurch die Hoffnung verloren haben. Solange man noch unerreichte Ziele im Leben hat, von denen man hoffen kann, dass sie einen glücklich machen, ist alles in Ordnung. Wenn diese Illusion jedoch auch noch wie eine Seifenblase zerplatzt, dann wird das Eis auf einmal sehr dünn.
Zu dieser Zeit kamen dann immer mehr Ergebnisse aus der Glücksforschung in die Medien, die alle aufzeigten, dass Erfolg und tolle Lebensumstände uns nicht glücklich machten. Attraktive Menschen sind nicht glücklicher als hässliche, reiche nicht glücklicher als arme, gesunde nicht glücklicher als kranke usw. usw. Diese Berichtet zerstörten ganz massiv die Hoffnung auf Glück! Zusätzlich meinten dann auch noch viele Gehirnforscher, unser Gehirn wäre gar nicht dazu beschaffen, dass wir glücklich sind, was Benzin auf das Buschfeuer der Hoffnungslosigkeit goss.
Glücklicherweise behaupteten jedoch weiterhin alle Erfolgstrainer, Lebenshilferatgeber und Realitätsgestaltungscoaches, dass die Steigerung unserer Lebensqualität uns glücklich machen würde, denn ihre berufliche Existenz hing natürlich von dieser Behauptung ab, und so warben sie tatkräftig weiterhin mit Konzepten für mehr Geld und Wohlstand, was viele Menschen weiterhin überzeugte.
Die Glücksforschung hat noch immer Gegenwind von den Trainern und Coaches, die auf diesem Gebiet tätig sind. Doch allmählich setzt sich die Glücksforschung immer mehr durch mit ihren Beweisen, dass unsere Lebensqualität und unser Erfolg so gut wie keinen Einfluss auf unser Glück oder unser Leid haben.
Für mich war klar, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis es sich bis zum Letzten herumgesprochen hätte, wie es tatsächlich um unser Glück bestellt ist. Ich musste mich also mit meinen Entwicklungen beeilen, wenn ich rechtzeitig ein funktionierendes Konzept anbieten wollte. Ich musste also noch mehr Gas geben, was mir dann vor einigen Jahren ein Burnout einbrachte.
Wie du dir vermutlich denken kannst, schreibe ich das alles hier nur, weil ich dieses Konzept mittlerweile längst gefunden habe. Die Neurowissenschaften haben eine ganz klare Marschrichtung dabei vorgegeben. Wir wissen heute ganz genau, was wirklich notwendig ist, wenn man Leid vermeiden und Glück erreichen will. Da der Begriff Glück hier etwas zu zweideutig ist, möchte ich an dieser Stelle lieber den Begriff „Wohl“ verwenden. Wohl ist das genaue Gegenteil von Leid. Es gibt also zwei Arten von Gefühlen: leidvolle Gefühle und Wohlgefühle. Und das, was wir tatsächlich zu tun haben, um Wohl zu erreichen und Leid zu vermeiden, ist viel einfacher als alles, was wir bisher dafür getan haben!
Ich weiß nicht, ob dir bewusst ist, was du bisher alles getan hast, um Leid zu vermeiden und Wohl zu erreichen. Den meisten Menschen ist dies nämlich nicht bewusst. Bevor wir darüber reden, möchte ich jedoch betonen, dass ich mir das alles nicht aus den Fingern gesogen habe. Wir sprechen von neurowissenschaftlich gesicherten Tatsachen.
Was du bisher getan hast, um Leid zu vermeiden und Wohl zu erreichen, lässt sich mit einem Wort ausdrücken: alles! Jeder einzelne Gedanke, den du bisher gedacht hast, jede Entscheidung, die du in deinem Leben je getroffen hast, jedes Gefühl, das du bisher hattest, jede Überzeugung, jeder Wert, jedes Verbot, jedes Gebot, jedes Motiv… Mit einem Wort: alles!
Ich möchte noch einmal betonen, dass wir hier von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen sprechen. Unsere gesamte Natur ist darauf ausgerichtet, Wohl zu erleben und Leid zu vermeiden. So funktioniert unser Gehirn. Alles, was wir denken, fühlen und tun, verfolgt letztendlich diese beiden Ziele, auch wenn das nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. Dennoch ist es eine neurologische Gesetzmäßigkeit von der es keine Ausnahme gibt.
Wenn man den Erfolg unserer westlichen Lebensweise in Bezug auf diese beiden Ziele einmal etwas kritischer anschaut, dann fällt auf, dass wir hier keine nennenswerten Fortschritte gemacht haben. Wir haben viel Wohlstand in den äußeren Umständen erreicht, und dennoch sind wir nach aktuellen wissenschaftlichen Vergleichen zwischen den Ländern dieser Welt genauso unglücklich wie die Menschen in sehr armen Ländern.
Um dies zu verstehen, ist es notwendig, sich einmal anzuschauen, worin menschliches Leid eigentlich genau besteht. Wir kennen körperliches Leid in Form von Schmerzen, Übelkeit und anderen körperlichen Missempfindungen. Dann gibt es natürlich das seelische Leid, das aus leidvollen Emotionen wie Depressionen, Enttäuschungen, emotionalen Verletzungen, Einsamkeit, Sorgen, Kummer und Ängsten usw. besteht. Und als dritte Instanz, die man jedoch im Grunde genommen den ersten beiden wieder zuordnen kann, kennen wir Leid, das sich auf unseren Geist bezieht wie Burnout, Demenz, Parkinson, Alzheimer usw.
Gehen wir noch etwas tiefer in unserer Analyse, um den Punkt besser nachvollziehen zu können, an dem wir schrauben können, um all dieses Leid zu reduzieren und stattdessen unser Wohl zu fördern.
Körperliches und geistiges Leid kann durch Krankheitserreger, Gifte, Verletzungen, mangelnde Vitalstoffzufuhr, Bewegungsmangel und Stress verursacht werden. Wir tun viel, um Krankheitserregern und Giften aus dem Weg zu gehen oder sie aus unserem Körper zu vertreiben. Auch können wir auf unsere Ernährung und auf ausreichende Bewegung achten. Die größten Schwierigkeiten bereitet uns in unserer Kultur jedoch der Stress, der in allen Statistiken konkurrenzlos Platz 1 unter den Krankheitsursachen einnimmt.
Doch was ist Stress eigentlich? Aus neurobiologischer Sicht ist Stress lediglich ein Funktionsmodus des Körpers, der auf das Erbringen von notwendigen Höchstleistungen ausgerichtet ist. Mit notwendig meine ich lebensnotwendig! Es gibt viele verschiedene Stresszustände. Sie alle haben eines gemeinsam. Es geht immer darum, einen lebensgefährlichen Missstand abzustellen oder zu vermeiden.
Ist ein vorliegender Missstand für das Emotionalgehirn zu komplex, schaltet es für diese Aufgabe das Großhirn mit ein. Und das tut es natürlich mit den Mitteln, die ihm dazu zur Verfügung stehen – mit leidvollen Gefühlen, also seelischem Leid. Das Großhirn ist bemüht, diese leidvollen Gefühle so schnell wie möglich loszuwerden und beginnt dadurch unverzüglich mit seiner Arbeit.
Nun gibt es in unserer Kultur für uns nur sehr selten tatsächlich lebensgefährliche Missstände. Eigentlich hätten wir also gar keinen Grund, unseren Körper in einen Stressmodus zu zwingen und unsere Seele leiden zu lassen. Und dennoch tun wir es. Und zwar sehr, sehr viel häufiger als das jedes Tier auf dieser Welt tut. Unser Emotionalgehirn selbst würde nur leidvolle Gefühle erzeugen, wenn unsere Grundmotive nicht erfüllt sind. Wenn wir also nicht genug zu essen oder keinen warmen Schlafplatz haben oder einsam sein müssen, was für ein Rudeltier in freier Wildbahn einen echten lebensgefährlichen Missstand darstellt.
Das Problem ist das Zusammenspiel zwischen Großhirn und Emotionalgehirn, das ich in Robin und das Positive Fühlen ja bereits ausführlich erörtert habe. Unser Großhirn wurde geschaffen, um Lebensumstände zu beurteilen und Lösungen zu finden, deren Komplexität das Emotionalgehirn alleine überfordern. Daher hält sich das Emotionalgehirn kritiklos an die Beurteilung des Großhirns, denn es geht davon aus, dass das Großhirn tatsächlich seinen Job macht und Missstände nur als solche beurteilt, wenn sie tatsächlich eine Gefahr für unser Überleben darstellen. Doch unser Großhirn macht seinen Job leider nicht richtig. Es beurteilt alles Mögliche als Missstand, was in Wirklichkeit gar keiner ist. Und damit fordert es das Emotionalgehirn ständig dazu auf, einen Stressmodus zu starten, damit diese „unechten“ Missstände mit Höchstleistung abgestellt werden können.
Bitte nimm das Wort „Missstand“ nicht wörtlich. Wann immer du etwas als wirklich schlecht, echt scheiße, untragbar, unfair, nicht in Ordnung usw. beurteilst, ist das für dein Emotionalgehirn ein Missstand, der abgestellt oder vermieden werden muss.
Unser Emotionalgehirn ruft also sozusagen den Notstand aus, wenn wir etwas (mit welchen Worten auch immer) als Missstand beurteilen. Alle Energie wird in die Bewältigung der anliegenden Aufgabe gesteckt. Dabei werden dem Immunsystem, sowie allen anderen körperlichen Selbstheilungskräften die Energie entzogen, um sie den Muskeln zur Verfügung zu stellen, die wir für den Kampf oder für die Flucht brauchen. Dies hat sich in vielen Millionen Jahren Evolution stets bewährt. Und zwar deshalb, weil diese Stresszustände nur sehr selten und auch nur für kurze Zeit notwendig waren. Dem Körper wurden zwar in dieser Zeit kleinere Schäden zugefügt, aber die konnten danach, wenn man wieder in Sicherheit war, leicht repariert werden.
Wir fügen unserem Körper durch die unglaubliche Häufigkeit, mit der wir etwas fälschlicherweise als Missstand beurteilen, so viele kleine Schäden zu, dass sie sich mit der Zeit zu sehr großen Schäden summieren. Und jedes Mal, wenn das Emotionalgehirn meint, dass das Abstellen eines Missstandes die Mithilfe des Großhirns erfordert, erleiden wir noch zusätzlich leidvolle Gefühle. Das geschieht jedes Mal, wenn die Beurteilung des Großhirns sich auf falsche Missstände bezieht, die das Emotionalgehirn nicht versteht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn das Großhirn seine schlechten Gefühle oder eine Krankheit als Missstände beurteilt. Das würde kein Tier tun, denn es denkt über seine Gefühle oder Krankheiten gar nicht nach. Daher versteht das Emotionalgehirn diese Missstandsbeurteilung auch nicht. Es sorgt daher als erstes einmal für einen Stressmodus und zusätzlich für leidvolle Gefühle, ohne eigentlich genau zu verstehen, um welchen Missstand es sich hier eigentlich handeln soll.
Wir haben also leidvolle Gefühle, weil wir zuvor leidvolle Gefühle fälschlicherweise als Missstand beurteilt haben. Wir machen uns krank, weil wir unsere Krankheiten als Missstand beurteilen. Das ist in höchstem Maße bescheuert, und dennoch ist es so.
Das ist der wahre Grund, warum Horst gestorben ist und warum jeden Tag Tausende von Menschen auf dieser Welt nach einem gequälten Leben den Freitod wählen. Sie fügen ihrer Seele, ihrem Geist und ihrem Körper mit ihren unzähligen falschen Missstandsbeurteilungen unwissentlich so viel Leid zu, bis sie es irgendwann nicht mehr aushalten können und nur noch wollen, dass es aufhört.
Die falsche Missstandsbeurteilung ist die Gefahrenstelle am Fluss, die so schnell wie möglich gesichert werden muss, damit das Leiden auf dieser Welt ein Ende haben kann. Jesus konnte uns von diesem Leid nicht erlösen, denn das kann aus neurobiologischer Sicht nur jeder einzelne für sich selbst tun.
Es geht jedoch bei dieser Gefahrenstelle nicht nur um unser eigenes Leid. Der Mensch ist ein empathisches Wesen. Wir sind des Mitgefühls nicht nur fähig, wir sind ihm auch ausgesetzt. Wenn 10 Menschen gute Stimmung haben und ein elfter kommt mit sehr leidvollen Gefühlen hinzu, dann hören 10 auf mit ihrer guten Stimmung und nehmen emotional Anteil an dem Leid des einen. Das lässt sich dank unserer Spiegelneuronen gar nicht vermeiden, denn so sind wir in unserem tiefsten Inneren als soziale Wesen gestrickt.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass wir bei unseren falschen Missstandsbeurteilungen das Gefühl haben, es gelte Meldepflicht. Wir haben den inneren Drang, andere über bestimmten Missständen zu informieren, um sie unbewusst entweder davor zu schützen oder ihre Unterstützung zu erbitten.
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass es allen Menschen so ergeht. Hier macht es sicherlich keinen Sinn, uns selbst zu verurteilen, weil wir so sind wie wir sind. Niemand hat uns eine Gebrauchsanweisung für unser Gehirn mitgegeben. Wir alle haben aus Unwissenheit über die Funktionsweise unserer beiden Gehirne sehr viel Leid über uns selbst und andere gebracht. Es tut weh, sich das eingestehen zu müssen, daher neigen wir dazu, diese Wahrheit gerne verdrängen zu wollen. Aber es würde noch sehr viel mehr wehtun, wenn wir das aus falscher Eitelkeit nicht ändern würden und weiterhin uns selbst und andere mit falschen Missstandsbeurteilungen verletzen. Es ist also Mut und innere Stärke angesagt, um der Wahrheit ins Auge zu blicken.
Wir sind also nicht nur für unser eigenes Leid verantwortlich, wenn wir etwas fälschlicherweise als Missstand beurteilen, sondern auch für das vieler anderer Menschen. Und je stärker die Verbundenheit zu diesen Menschen ist, desto mehr trifft das zu. Wir machen sie krank und unglücklich mit unseren eigenen falschen Missstandsbeurteilungen, unseren Ablehnungsmaßnahmen und Verurteilungen. Manche sogar so sehr, dass sie sich selbst das Leben nehmen. Am allermeisten sind unsere eigenen Kinder davon betroffen, denn die übernehmen völlig kritiklos unsere Beurteilungen.
Dabei könnte das alles so einfach sein. Wir müssten einfach nur aufhören, Dinge als Missstände zu beurteilen, die in Wirklichkeit gar keine lebensgefährlichen Missstände oder Gefahren darstellen und stattdessen anfangen, alles so positiv wie möglich zu beurteilen. Anstatt etwas als schlecht, scheiße oder nicht in Ordnung zu beurteilen, könnten wir es beispielsweise als verbesserungswürdig oder als Verbesserungspotenzial ansehen. Sofort kämen wir in einen positiven Funktionsmodus. Wir könnten überlegen, wie wir es verbessern wollen und was wir dafür tun können. Dabei würde uns unser Emotionalgehirn sofort unterstützen und uns in einen fähigen und motivierten Funktionsmodus bringen, indem sich glücklich zu fühlen, keine Kunst mehr darstellt.
Und wenn man etwas nicht als verbesserungswürdig ansehen kann, dann sollte man sich zumindest klar machen können, dass das alles wirklich nicht so schlimm ist. Schlimm wäre es nur, wenn es tatsächlich ein lebensgefährlicher Missstand wäre, doch das ist es in Wirklichkeit bei exakter Überprüfung vielleicht jedes Millionste Mal. Ich habe diesen Sachverhalt ja bereits in Robin und das Positive Fühlen ausführlich dargestellt.
Es ist also klar, was zu tun ist. Und jeder kann es tun. Jeder kann Ereignisse, Verhaltensweisen, Eigenschaften oder Umstände so positiv „wie möglich“ beurteilen. Mehr ist nicht notwendig. Versuch dich jedoch nicht selbst zu verarschen mit allzu positiven Beurteilungen, die du dir selbst nicht abkaufst. Beurteile alles so positiv wie möglich, aber nicht positiver! Du musst dir selbst glauben können. Scheiße bleibt Scheiße, auch wenn man sie mit Goldfarbe ansprüht und ein Blümchen reinsteckt. Aber Scheiße ist kein lebensgefährlicher Missstand! Scheiße ist mit anderen Worten „nicht so schlimm.“
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass es nicht genügt, nur die falschen Missstandbeurteilungen zu lassen, denn dies würde in unserem Gefühl lediglich Neutralität auslösen und kein Wohl. Neutralität genügt jedoch nicht, um Leid zu vermeiden, so seltsam das auch klingen mag. Depressionen werden beispielsweise in der Regel nicht durch schlechte Gefühle ausgelöst, sondern durch den Mangel an guten Gefühlen! Unsere Selbstheilungskräfte werden in unseren Zellen erst dann aktiviert, wenn wir uns tatsächlich gut fühlen, wie Bruce Lipton (Neurobiologe) es in seinem Buch „Intelligente Zellen“ eingängig aufzeigt. Kurze Zusammenfassung: Schlechte Gefühle machen krank. Neutrale Gefühle lassen alles so, wie es ist. Erst glückliche Gefühle starten den Selbstheilungsprozess.
Der Mangel an guten Gefühlen ist also bereits Leid. Und das bedeutet, dass es wie gesagt nicht genügt, die Missstandsbeurteilungen einfach nur wegzulassen. Sie müssen in positive Beurteilungen umgewandelt werden, wenn man Leid vermeiden und Wohlgefühle erleben will. Das ist der einzige Weg.
Nun weiß ich aus Erfahrung, dass man mit seinen Fehlbeurteilungen nicht aufhört, nur weil man das alles verstanden hat. Die meisten Beurteilungen trifft nicht unser Bewusstsein sondern unser Unterbewusstsein. Wir haben in unserem Leben unzählige Dinge als Missstände beurteilt. All diese Beurteilungen sind in unserem Unterbewusstsein abgespeichert und werden sofort wieder aktiviert, wenn unsere Lebensumstände uns den Anlass dazu geben.
Wie gesagt, alles, was wir jemals gedacht und getan haben, baute darauf auf, Missstände loszuwerden oder zu vermeiden und stattdessen Wohl zu erleben. Es kommt also eine Menge Arbeit auf uns zu, denn alle unsere negativen Beurteilungen müssen mit der Zeit in positive umgewandelt werden. Daran führt kein Weg vorbei. Das muss man sich klar machen, wenn man seinem inneren Schweinehund nicht erliegen will. Wenn man all diese falschen Beurteilungen nicht ins Positive umkehrt, hat man keine Chance, sein Leid loszuwerden und auch anderen Menschen kein Leid mehr zuzufügen und wirklich durch und durch glücklich zu werden.
Doch wenn man es genau betrachtet, dann ist der Aufwand bei dieser Arbeit trotzdem noch unendlich viel kleiner als der Aufwand, den wir derzeit jeden Tag unsinnigerweise betreiben, um falsche Missstände zu vermeiden oder loszuwerden. Doch für das Vermeiden oder Loswerden von falschen Missständen haben wir bereits starke Notwendigkeiten in unserem Unterbewusstsein geschaffen, sodass wir uns hier nicht mehr überwinden müssen. Wir handeln einfach und empfinden es als selbstverständlich. Dennoch kostet uns dies natürlich unendlich viel Kraft und Energie. Energie, die wir völlig sinnlos verschleudern und in Wirklichkeit sogar gegen unser Wohl einsetzen.
Die Korrektur falscher Missstandsbeurteilungen ist jedoch eine sehr sinnvolle, wenn auch neue Aufgabe, die uns zudem sehr viel weniger Energie und Kraft abverlangt, als das, was wir bisher getan haben, um Leid zu vermeiden und Wohl zu erreichen. Doch unser innerer Schweinehund wehrt sich immer gegen neue Aufgaben! Wir brauchen daher eine neue Notwendigkeit zum Korrigieren falscher Missstandsbeurteilungen, und die muss gefühlt werden! Dazu habe ich mir wieder einen Entscheidungsprozess ausgedacht. Du brauchst dazu wieder Musik, die du dir aus dem Internet runterladen kannst.
„Noch ein Leben“ von Pur
„Streng dich an“ von Pur
„Für alle“ von Laith al Deen
Besorg dir wirklich diese Musik, denn dieser Prozess wird der wichtigste sein, den du jemals in deinem Leben gemacht hast und machen wirst. Er wird alles verändern, denn alles, was du jemals getan, gedacht, entschieden, gewollt oder gefühlt hast, baute darauf auf, dadurch Leid vermeiden zu wollen und Wohl zu erreichen. Und das wird auch in Zukunft so sein. Doch jetzt weißt du, was wirklich zu tun ist und was du nicht tun darfst. Dieses Wissen wird dir unendlich viel Leid und auch unendlich viel Arbeit ersparen und sehr, sehr viel Wohlgefühle in dein Leben bringen.
Höre diese drei Lieder in der angegebenen Reihenfolge und mit den dazugehörigen Gedanken, die ich gleich schildern werde, einen Monat lang mindestens jeden zweiten Tag - besser noch jeden Tag. Wenn du sie gehört hast, suchst du jedes Mal drei falsche Missstandsbeurteilungen in deinem Leben und machst dir klar, dass dies lediglich Verbesserungspotenziale und keine echten Missstände sind. Sie sind es nicht wert, dir und anderen deswegen so großes Leid zuzufügen.
Bei diesen drei Missstandsbeurteilungen kann es um bestimmte Verhaltensweisen oder Eigenschaften von dir selbst, deinem Partner oder anderen Menschen gehen, die du als schlecht beurteilst. Oder bestimmte Lebensumstände, die du als nicht in Ordnung ansiehst wie beispielsweise deine Finanzen oder dein Singledasein. Ebenfalls solltest du deine schlechten Gefühle nicht als Missstand beurteilen. Nimm einfach drei falsche Missstandsbeurteilungen und mach dir klar, dass es in Wirklichkeit keine lebensbedrohlichen Missstände sind, sondern nur Dinge, die verbessert werden könnten. Überlege dann, was du tun willst und kannst, um diese Verbesserungen zu bewirken.
Durch diese Übung bringst du deinem Unterbewusstsein bei, wie man falsche Missstände so positiv wie möglich beurteilt. Es dauert vermutlich viele Monate, aber irgendwann passiert das dann völlig automatisch, weil dein Unterbewusstsein es gelernt hat. Mir ist klar, dass der innere Schweinehund die Worte „viele Monate“ nicht gerne hört. Aber es ist immer noch tausend Mal besser als bis zum Lebensende mit der falschen Vorgehensweise weiter zu machen und Leid in die Welt zu bringen, nur weil man sich die Arbeit sparen will, es richtig zu machen. Und selbst wenn es „zehn Jahre“ dauern würde, wäre es die Arbeit absolut wert, denn es ist unsere einzige Chance, tatsächlich Leid zu vermeiden und Wohl zu erleben.
Natürlich gibt es Methoden, wie man diese Umsetzung beschleunigen kann (Falls du dich dafür interessierst, habe ich am Ende dieses Beitrages einmal kurz zusammengefasst, was wir im Positiv Fühlen Seminar dafür tun.), aber es gibt keine Methode, bei der das völlig mühelos im Schlaf passiert oder bei der du nur ein Pülverchen nehmen musst oder dir ein Heiler oder Coach die Arbeit abnehmen kann. Es gibt nur eine Möglichkeit: Du musst es selbst tun! Wenn du es nicht tust, wird es nicht getan, und du wirst dein Leid nie los.
Falls sich dein innerer Schweinehund immer noch dagegen wehrt, deine falschen Missstandsbeurteilungen zu korrigieren, dann mach dir bitte noch einmal klar, dass sich dieser Aufwand wirklich mehr als lohnt. Ich möchte es mal ganz deutlich ausdrücken: Wenn sich diese Arbeit nicht lohnt, dann gibt es nichts mehr auf dieser Welt, was sich für dich noch lohnt!
Frage dich einfach einmal selbst, ob du wirklich so weitermachen willst wie bisher? Willst du dir und anderen wirklich weiterhin völlig unnötiges Leid antun und dich immer tiefer reinreiten? Kannst du damit leben, wenn sich andere Menschen in deinem Umfeld das Leben nehmen, weil sie keine Hoffnung mehr sehen? Du hättest ihnen mit deinem Beispiel Hoffnung aufzeigen können!
Zögere also nicht und fang an mit deiner Umsetzung. Es ist von entscheidender Bedeutung für deinen inneren Schweinehund, dass du den ersten Schritt machst. Der erste Schritt erfordert immer die größte Überwindung. Ist der erst einmal getan, läuft man auch weiter.
Ich möchte dir folgenden ersten Schritt vorschlagen: Erkläre einem anderen Menschen mit deinen eigenen Worten, was du hier über Leid und Wohl gelesen hast und bring so das passive Wissen, das du beim Lesen aufgenommen hast, in deinen aktiven Gedächtnisspeicher. Das tun wir auch immer im Seminar. Passives Wissen kann dein Unterbewusstsein nicht anwenden. Du musst es in deine eigene Gedankenstruktur bringen und es zu „deinem“ Wissen machen. Erst dann kann dein Unterbewusstsein dieses Wissen tatsächlich nutzen. Es einem anderen Menschen zu erklären, ist der einfachste Weg, passives Wissen zu aktivem zu machen. Lese diesen Beitrag daher noch einmal mit dem Vorsatz, dies alles so gut es geht einem anderen Menschen zu erklären. Es ist nicht erforderlich, dass du das perfekt hinkriegst. Es geht lediglich um den Versuch, es zu tun. Durch den Versuch wird das Wissen aus dem passiven Gedächtnisspeicher in den aktiven umgeleitet.
Gleichzeitig ist es für dein Unterbewusstsein eine Zusatzmotivation, wenn du dein Umfeld von deiner Absicht in Kenntnis setzt. Du fühlst dich dann diesen Menschen und der Aufgabe, die du angenommen hast, stärker verpflichtet. Und natürlich kannst du mit diesem Wissen dazu beitragen, dass auch andere Menschen ihr Leid loswerden und ihr Leben dem Glück zuwenden können. Es lohnt sich also, es anderen zu erklären. Such dir jedoch einen Menschen aus, der offen ist für diese Erkenntnisse. Menschen neigen nämlich dazu, ihre Überzeugungen zu verteidigen. Wenn also jemand davon überzeugt ist, dass er an seinen Missstandsbeurteilungen festhalten muss, dann redest du gegen eine Wand. Das tut dir nicht gut und dem anderen auch nicht. Überlege dir also, wem du davon erzählst. Aber bitte missioniere niemanden! Biete das Wissen nur nachvollziehbar an und lass deine Leute damit machen, was sie damit machen wollen. Manche werden es annehmen, andere nicht. Das lässt sich nicht ändern. Das gilt auch und in ganz besonderem Maße für deine(n) Partner(in)!!!
Kommen wir also zu dem Prozess, den du danach machen sollst. Nimm dir die drei Lieder und zieh dich an einen Ort zurück, an dem du nicht gestört werden kannst. Dann hörst du alle drei Lieder direkt nacheinander.
Das erste Lied von Pur „Noch ein Leben“ ist wirklich schlimm. Es geht um einen Menschen wie Horst. Wenn du dieses Lied hörst, dann lass das Leid dieses Songs an dich heran und mach dir bewusst, dass falsche Missstandsbeurteilungen tatsächlich all dieses Leid hervorgebracht haben und das weiterhin bei Millionen von Menschen jeden Tag tun. Mach dir bewusst, wie schlimm falsche Missstandsbeurteilungen tatsächlich sind und dass du das nicht mehr tun willst. Mach dir weiterhin bewusst, dass die Abwesenheit von positiven Beurteilungen ebenso schlimm ist. Die Neutralität und die daraus entstehende Depressionen haben schon Millionen von Menschen das Leben gekostet! Diese Tatsache wird während des Hörens dieses Liedes sehr starke Abstoßungskräfte in deinem Unterbewusstsein aktivieren, und die brauchen wir auch, wenn sich wirklich etwas verändern soll.
Danach hörst du „Streng dich an“. Lass dabei die Motivation auf dich wirken, die Sache anzupacken und endlich etwas zu tun. Die Emotionen dieses Liedes werden deinem Unterbewusstsein die richtige Richtung aufzeigen. Du hast nur eine Chance, wenn du dein Leid wirklich loswerden willst. Du musst dir Wohlgefühle machen. Der einfachste Weg dazu ist die positive Beurteilung, und der effektivste das Positive Fühlen, falls du diese Methode beherrschst.
Als dritten Song hörst du „Für alle“. Wenn du den Inhalt dieses Liedes auf dich wirken lässt, wird dir klar, dass du auf dieser Welt mit deinem Wissen über die Ursache des menschlichen Leids sehr viel Gutes tun kannst. Du kannst verhindern, dass die Menschen in deinem Umfeld die Hoffnung verlieren. Du kannst ihnen einen funktionierenden Weg zum Glück aufzeigen. Das ist von unschätzbarem Wert. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du auch lebst, was du predigst. Nur dann kannst du ein Botschafter der Hoffnung sein. Mach dir das bewusst, während du dieses Lied hörst. Du kannst für diese Welt von unschätzbarem Wert sein! Du musst es nur selbst umsetzen.
Abschließend möchte ich noch einmal wie versprochen auf die Vorgehensweise zurückkommen, die wir im Positiv Fühlen Seminar verwenden, um die Umsetzung zu beschleunigen. Wir arbeiten im Seminar vorwiegend mit dem Unterbewusstsein unserer Teilnehmer, denn hier ist die Arbeit in Wirklichkeit zu tun. Wir bringen dem Unterbewusstsein dabei systematisch die Methoden und Fähigkeiten bei, die es braucht, um alte falsche Beurteilungen und Notwendigkeiten innerhalb von Sekunden zu korrigieren. Dazu setzen wir an allen Faktoren an, die unsere Beurteilungen im Unterbewusstsein beeinflussen. Dazu gehören unsere Erfahrungswerte, die oft neu beurteilt werden müssen, unsere Glaubenssätze und Überzeugungen, die zum großen Teil korrigiert werden müssen, unsere Ziele und Motivationen, elementare Beschlüsse und Lebensentscheidungen, die im Laufe des Lebens getroffen wurden, unsere Persönlichkeitsdefinitionen und natürlich unser aktueller emotionaler Zustand, den wir mit dem Positiven Fühlen sehr stark ins Positive lenken und damit eine deutliche Neigung zur positiven Beurteilung schaffen. Mehr Info: http://www.ella.org/das_positiv_fuehlen_seminar.html
All diese Beurteilungskriterien können auch ohne das Seminar mit der in diesem Beitrag beschriebenen einfachen Vorgehensweise geändert werden, wenn man nur genug Motivation und Fleiß dazu hat. Durch die neuroemotionalen Fähigkeiten, die wir dem Unterbewusstsein im Seminar vermitteln, geht es nur sehr viel schneller. Aber ob du nun ins Seminar kommst oder dich für die Fleißarbeit entscheidest, ist nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass du es tust! Wenn du also willst, dass sich wirklich etwas in deinem Leben zum Positiven verändert, dann besorg dir noch heute die drei genannten Lieder und erkläre einem Freund, was die Ursache menschlichen Leids wirklich ist.
Wenn du dazu bereit bist, dann möchte ich mich aufs allerherzlichste bei dir bedanken, denn du wirst dich nicht nur selbst von deinem Leid erlösen, du hilfst auch dabei mit, vielen Menschen Leid zu ersparen, und manchen wirst du vielleicht sogar das Leben retten. Du wirst ein Hoffnungsträger für diese Welt. Ich danke dir dafür und wünsche dir alles erdenklich Liebe.
Bodo Deletz (alias Ella Kensington)
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